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Fotos und Videos online bearbeiten

03.03.2011 | 10:00 Uhr |

Guten Freunden gibt man ein Küsschen – oder zwei oder drei Foto- und Videogrüße über Facebook & Co. Damit die möglichst gut aussehen, verrät PC WELT die besten Online-Dienste für Foto und Video.

Den traumhaften Sonnenaufgang haben Sie am Morgen auf dem Weg zur Arbeit fotografiert und wollen ihn in der Mittagspause gleich Ihren Freunden per Internet zeigen. Doch dieses hässliche Auto am Rand der Aufnahme soll noch verschwinden. Dazu brauchen Sie kein Spezialprogramm auf dem PC. Denn solche und weitere Fehler lassen sich einfach im Internet entfernen. Dafür gibt es eine ganze Reihe hervorragender Bildbearbeitungs-Dienste.

Sobald Sie die Fotos von der Kamera auf den PC kopiert haben, sind noch drei wesentliche Schritte nötig: das Übertragen der Fotos, die Bearbeitung und die Präsentation. PC WELT erklärt jeden Schritt, nennt die besten Dienste und gibt Tipps und Tricks, damit alles schnell und glatt abläuft.

Langsame Übertragungsgeschwindigkeit: Bevor Sie Fotos im Internet bearbeiten können, müssen Sie sie auf die entsprechende Seite laden. Wer das über einen schnellen Internetanschluss erledigt, sollte bei nur einem Bild keine Probleme haben. Doch schon bei nur einem halben Dutzend Fotos kann die Aktion ganz schön lange dauern. Der Grund: Zwar laden schnelle DSL-Verbindungen, etwa ein DSL-6000-Anschluss, Dateien flott aus dem Internet, doch beim umgekehrten Weg sinkt das Tempo meist auf magere 384 KBit/s. Das Gleiche gilt für mobile Verbindungen. Einfache UMTS-Verbindungen sind auch nur für 384 KBit/s beim Hochladen ausgelegt. Nur wenn man das Glück hat und sich in der Nähe eines modernen UMTS-Antennenmasts mit HSDPA/HSUPA-Technik aufhält, sind bis zu 1,4 MBit/s drin.

Foto-Übertragung beschleunigen: An der Geschwindigkeit der Internetverbindung lässt sich in der Regel nicht drehen. Sie können die Übertragung nur beschleunigen, indem Sie weniger Daten schicken. Eine geringere Auflösung wirkt sich am stärksten auf die Dateigröße aus.

Fotos von modernen Kameras und Handys mit mehreren Megapixeln Auflösung reichen leicht für Ausdrucke im Posterformat. Schon eine 7-Megapixel-Kamera liefert Fotos mit einer Auflösung von 2816 x 2112 Pixeln und einer Dateigröße von rund 3,5 MB. Für die Präsentation im Internet genügt dagegen oft eine Auflösung von 1024 x 768 Punkten. Solche Bilddateien sind nur 100 bis 150 KB groß. Wenn das Übertragen schnell gehen soll und Sie mehrere Fotos ins Internet senden wollen, lohnt sich also das Verkleinern.

Die beste Software für die Fotoverkleinerung: Sehr empfehlenswert ist das englischsprachige Programm Art Resize Portable . Es läuft ohne Installation und lässt sich somit auch auf der Speicherkarte der Digitalkamera speichern. So haben Sie die Software immer mit dabei.

Die Bedienung ist einfach: Entpacken Sie das Programm in einen Ordner. Wenn Sie dafür die Speicherkarte wählen, muss diese als Wechseldatenträger in Windows eingebunden sein. Das ist in der Regel der Fall. Nach dem Start des Programms fügen Sie über „Edit, Add Image“ oder „Edit, Add Folder“ ein einzelnes Foto oder einen gesamten Ordner zur Verkleinerungsliste hinzu.

Beim ersten Einsatz müssen Sie das Ausgabeverzeichnis bestimmen. Das geht im Programmfenster rechts unter „Save to“. Art Resize merkt sich diese und die folgenden Einstellungen. Die neue Größe der Fotos lässt sich unter „Resize“ festlegen. Gestartet wird die Verkleinerung mit Klicks auf „File, Proccess Images“ oder mit dem Zauberstab-Knopf in der Symbolleiste.
Windows-Programm: Wer statt eines portablen Programms lieber eine installierbare Software nutzt, sollte sich den Image Resizer for Windows ansehen. Die Software integriert sich in den Windows-Explorer. Wenn Sie dort nach der Installation des Programms mit der rechten Maustaste ein Foto anklicken, sehen Sie im dann erscheinenden Menü den neuen Eintrag „Bildgröße ändern“.

Die Voreinstellungen sind für PC-Bildschirme mit einem Seitenverhältnis von 16:9 vorgesehen. Allerdings verändert der Image Resizer das Seitenverhältnis nicht, sodass man auch dann aus den Voreinstellungen wählen kann, wenn die eigenen Bilder noch im Format 4:3 vorliegen. Wer seine Wunschauflösung haben möchte, klickt im Menü auf „Erweitert, Benutzerdefiniert“ und gibt dann die gewünschte Größe an, etwa „800 x 600“ oder „1024 x 768“. Das entspricht dem Seitenverhältnis von 4:3.

Online-Dienst: Die Internetseite ResizR verkleinert Fotos auch online. Das ist nützlich, wenn man mal keine entsprechende Software auf einem Computer vorfindet. Allerdings muss man das Foto fürs Verkleinern in voller Größe ins Internet hochladen. Einen Geschwindigkeitsvorteil für den Transfer des Bildes schafft man sich an dieser Stelle somit nicht.

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