07.04.2011, 10:15

Hendrik Becker

Ratgeber Internet

Die Akte Facebook - So schützen Sie Ihre Privatsphäre

600 Millionen Nutzer weltweit sollen Facebook an die Börse tragen und Google das Fürchten lehren. Doch längst formiert sich Widerstand gegen die Datensammelwut des Netzwerks.
Phänomen Facebook: Das digitale Freunde-Netzwerk ist weltweit in aller Munde. Facebook legte innerhalb kürzester Zeit eine atemberaubende Internet-Karriere hin und wird heute in einem Zug mit Microsoft und Google genannt. Und nicht nur das: Das Netzwerk ist eine ernsthafte Konkurrenz für die Dickschiffe der digitalen Welt geworden. Google wurde so nervös, dass der langjährige Firmenlenker Eric Schmidt im April seinen Platz räumen muss. Google-Gründer Larry Page will das Ruder des Suchmaschinen-Riesen wieder übernehmen und den Kampf gegen Facebook aufnehmen.
Währenddessen schickt sich Facebook-Gründer Mark Zuckerberg an, der neue Börsenstar zu werden. Nach dem Einstieg der Investmentbank Goldmann Sachs wird dem sozialen Netzwerk schon jetzt ein Börsenwert von 50 Milliarden Euro prognostiziert.
Aber was macht Facebook so wertvoll? Ganz einfach das Prinzip: Privates Plaudern „unter Freunden“ verrät viel mehr über die Internetnutzer als das Suchverhalten, das Google kennt. Dazu kommt: Empfehlungen von Freunden haben eine viel höhere Glaubwürdigkeit als Artikel in Zeitungen, Aussagen in Internet-Blogs und erst recht als beliebige Werbebanner. Das macht Reklame bei Facebook zu einem extrem interessanten Weg der Kundenansprache für die werbetreibende Industrie in aller Welt.
Die Folge: Facebook hat in den ersten drei Quartalen 2010 einen Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar gemacht, der Gewinn lag bei 355 Millionen Dollar. In den USA ist Facebook inzwischen die Internetseite, auf der die Benutzer mit monatlich 41 Millionen Minuten länger kleben bleiben als bei Google, der bisherigen Nummer 1. Und jede vierte Online-Anzeige wird bereits beim Freunde-Netzwerk geschaltet, so die Zahlen der Marktforscher von Comscore.
Das Nachrichtenmagazin Spiegel nennt Facebook-Gründer Mark Zuckerberg inzwischen sogar „Cyber-Cäsar“. Kein Wunder: Facebook erreicht schon 70 Prozent der Internetnutzer in den USA und schließt so zu Google auf. Der Suchriese liegt – noch – vorn, bei 81 Prozent.
Die Facebook-Aufholjagd wird auch am Beispiel Amazon deutlich: Das mächtige Online-Kaufhaus bekommt knapp 20 Prozent seiner Zugriffe über Google – eine seit längerem konstante Zahl. Aber Facebook holt auf: Innerhalb eines Jahres stiegen die an Amazon vermittelten Zugriffe von 1,8 auf 7,7 Prozent. Imran Khan, Analyst der Investment-Bank J.P. Morgan, bestätigt den Trend: „Wir gehen davon aus, dass der ,Gefällt mir‘-Knopf bei Facebook der neue Motor für Entdeckungen im Internet sein wird.“
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 1 von 6
Diskutieren Sie mit anderen Lesern über dieses Thema:
Windows 8: Alle Informationen
Windows 8
Alle Details

Alle Informationen und Updates zum neuen Betriebssystem Windows 8 von Microsoft. mehr

- Anzeige -
PC-WELT Specials
Angebote für PC-WELT-Leser
PC-WELT Onlinevideothek

PC-WELT Online-Videothek
Keine Abogebühren oder unnötige Vertragsbindungen. Filme und Games bequem von zu Hause aus leihen.

Tarifrechner
Der PC-WELT Preisvergleich für DSL, Strom und Gas. Hier können Sie Tarife vergleichen und bequem viel Geld sparen.

PC-WELT Sparberater
Das Addon unterstützt Sie beim Geld sparen, indem es die besten Angebote automatisch während des Surfens sucht.

- Anzeige -
Marktplatz
Amazon

Amazon Preishits
jetzt die Schnäpchen bei den Elektronikartikel ansehen! > mehr

Kaspersky KIS

Mit SICHERHEIT surfen
... dank Premium-Internetschutz auf Ihrem PC. Schon ab 39,95 €. > Jetzt informieren!

821526
Content Management by InterRed