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Phänomen Crowdfunding - Geld aus der Wolke

19.03.2013 | 12:01 Uhr |

Wer keinen Investoren zur Hand hat, kann für das Geldsammeln auch die globale Netzgemeinde über Crowdfunding nutzen. Wir stellen das Prinzip und interessante Projekte vor.

Wie werden neue Produkte geschaffen? Am Anfang steht eine Marktanalyse, die den Bedarf untersucht und die Produktidee mit den Ergebnissen der Studien abgleicht. Häufig nimmt dann ein Unternehmen mitunter viel Geld in die Hand, um einen Prototypen zu produzieren, ihn zu testen und anschließend in Serie zu fertigen. Daneben sind Aufwendungen für Marketing und Vertrieb vorzunehmen. Verfügt ein Unternehmen nicht über ausreichende Mittel, kann es sich an Investoren wenden, die die erforderlichen Mittel vorschießen. Damit erhalten die Investoren natürlich Einfluss auf die künftige Unternehmens- und Produktstrategie. Dieses klassische Procedere eignet sich zumeist für komplexe Projekte und für hohe Investitionssummen.

Die US-amerikanische Crowdfunding-Site bietet nicht nur aus Bereichen wie Kunst und Kultur einiges, auch Technologieprojekte stehen hier zur Verfügung.
Vergrößern Die US-amerikanische Crowdfunding-Site bietet nicht nur aus Bereichen wie Kunst und Kultur einiges, auch Technologieprojekte stehen hier zur Verfügung.

Die virtuelle Sammelbüchse aus dem Internet
Das Internet hat – wie so oft – auch hier eine Alternative parat: Crowdfunding. Darunter versteht man die Finanzierung neuer Produkte oder Projekte durch den „Schwarm“ im Internet. Jeder Einzelne kann sich daran beteiligen, und das schon mit niedrigen Summen. Seinen Anfang nahm das Crowdfunding im Jahr 2003 im Bereich der Musik: Damals wollte der Musiker Brian Carnelio mit einer Online-Plattform der Raubkopie sowie den Bestrebungen der Musikindustrie für digitales Rechte-Management etwas entgegensetzen. Das Ziel dieser Webseite bestand darin, Geld für die Produktion unabhängiger Musiker zusammenzubekommen.

Die spannendsten Kickstarter-Projekte

Fliegende Kugel: Der Puzzlebox Orbit fliegt und lässt sich ausschließlich mit Hirnkraft steuern.
Vergrößern Fliegende Kugel: Der Puzzlebox Orbit fliegt und lässt sich ausschließlich mit Hirnkraft steuern.

2006 startete dann Sellaband mit vergleichbaren Zielen, gefolgt von Indiegogo im Jahr 2008. Und schließlich wurde 2009 in den USA die Crowdfunding-Plattform Kickstarter ins Leben gerufen, die mittlerweile über 10 000 Projekte finanziert hat. Neben Musik werden auch Projekte in den Bereichen Lebensmittel, Mode und Technologie unterstützt. In Deutschland sind ebenfalls Crowdfunding-Portale unterwegs, darunter beispielsweise Inkubato oder auch Pling , Startnext und Visionbakery .

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