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Alles sehen mit IP-Kameras

23.10.2012 | 09:30 Uhr |

Mit einer IP-Kamera wissen Sie immer, was gerade passiert. Sie installieren die Geräte, richten sie aus und können von jedem PC der Welt auf die Daten zugreifen. Auf der CeBIT 2014 zeigen Unternehmen wie Allnet, Axis, Edimax und TP-Link ihre Neuheiten auf dem Gebiet der IP-Kameras in Halle 13.

"Hast Du die Kaffeemaschine ausgesteckt?" - dieser Satz ist wohl einer der Klassiker, der zu Beginn einer jeden Urlaubsreise fällt. Und obwohl man sicher ist, dass alles ausgeschaltet, ausgesteckt und abgeschlossen ist, bleibt doch das kleine, nagende Gefühl, etwas Wichtiges vergessen zu haben. Wer jetzt eine IP-Kamera im Haus installiert und diese etwa auf seine Elektrogeräte gerichtet hat, kann ganz einfach nachsehen, ob alle Stecker gezogen sind.

IP-Kamera: So funktioniert's

Grundsätzlich sind IP-Kameras immer dann die perfekte Lösung, wenn Sie etwas überwachen, absichern oder kontrollieren möchten. Eine IP-Kamera mit Bewegungsmelder warnt vor unbefungten Personen, ein kleines, unauffälliges Modell lässt sich als Babysitter einsetzen und eine wetterfeste Ausgabe kann das Grundstück überwachen. Eines ist dabei allen Kameramodellen gleich und grenzt sie von herkömmlichen Webcams ab: Sie arbeiten dank ihrer eingebauten Recheneinheit völlig unabhängig von PC oder Notebook und werden direkt an den Router angeschlossen, um ins Internet zu gelangen.

IP-Kameras kommen in verschiedenen Ausführungen und eignen sich zur Decken- oder Wandmontage.
Vergrößern IP-Kameras kommen in verschiedenen Ausführungen und eignen sich zur Decken- oder Wandmontage.
© Axis

Was mit den Aufnahmen geschieht, können Sie ganz nach Bedarf und Modell konfigurieren. Besitzt die IP-Kamera eine Festplatte, können Sie die Aufzeichnungen darauf speichern. Ansonsten dient je nach Modell ein PC im Netzwerk, eine SD-Karte oder eine NAS-Festplatte als Speichermedium. Möchten Sie nur im Fall eines Alarms benachrichtigt werden, verschickt die Kamera Bilder oder kontaktiert Sie per SMS oder Mail. Oder Sie können von einem PC, Smartphone oder Tablet aus live auf die Übertragung zugreifen. Die Verbindung mit dem Internet bekommt die IP-Kamera per LAN oder WLAN.

Funktionen: Diese Ausstattung sollte eine IP-Kamera mitbringen

Bevor Sie eine IP-Kamera kaufen, sollten Sie sich überlegen, wo das Gerät zum Einsatz kommt. Für den Außeneinsatz benötigen Sie eine spezielle wetterfeste Outdoor-Kamera , die - falls Sie auch nachts aufnehmen soll - über eine Infrarot-Nachtsichtfunktion verfügen muss. Auch die Beschaffenheit des Gehäuses sollte dem Einsatzzweck angemessen sein: Beispielsweise sind die so genannten Dome-Kameras dank ihres kuppelförmigen Gehäuses perfekt für die Deckenmontage und besonders robust. Zudem sind sie unauffällig zu platzieren. Kastenkameras lassen sich besonders flexibel ausstatten und sogar nachrüsten. Dafür sind sie recht auffällig. Wer es komplett unsichtbar will, kann eine IP-Kamera auch in einem anderen Gegenstand verstecken, etwa in einem Rauchmelder.

Die Bildqualität einer IP-Kamera hängt von drei Faktoren ab:  

  • Auflösung: Aktuelle IP-Kameras setzen Auflösungen von 640 x 480 bis 2048 x 1536 Pixeln ein. Als Videoformat kommt meist MPEG4 zum Einsatz, hochwertigere Modelle unterstützen auch H.264, Motion JPG und das Smartphone-Videoformat 3GP

  • Größe des Bildsensors: 1/4 bis 2/3 Zoll sind derzeit Standard. Wie bei herkömmlichen Digitalkameras gilt: Je größer der Bildsensor ist, desto lichtempfindlicher ist er und desto heller werden die Aufnahmen

  • Brennweite: IP-Kameras sind mit Festbrennweiten und Digitalzoom oder Zoomobjektiven erhältlich. Auch hier gilt analog zu herkömmlichen Digitalkameras: je kürzer die Brennweite, desto weiter ist der Bildausschnitt. Allerdings sollten Sie die Brennweite einer IP-Kamera danach wählen, was Sie überwachen wollen. Zum Berechnen der optimalen Brennweite und  - daraus resultierend - des optimalen Betrachtungswinkels finden Sie Online-Rechner im Internet.

Bei dieser IP-Kamera P12 von Axis wurde besonders Wert auf ein unauffälliges, kompaktes Gehäuse gelegt.
Vergrößern Bei dieser IP-Kamera P12 von Axis wurde besonders Wert auf ein unauffälliges, kompaktes Gehäuse gelegt.
© Axis

Außerdem gibt es verschiedene Zusatzfunktionen, die eine IP-Kamera je nach Einsatzzweck haben sollte: So genannte PTZ-Kameras (Pan Tilt Zoom) besitzen ein Dreh-Schwenk-Modul, durch das sich der Bildausschnitt per Fernsteuerung ändern lässt. Ein integrierter Bewegungsmelder eignet sich vor allem, wenn Sie den Eingangsbereich Ihres Hauses oder Ihre Terrasse überwachen wollen. Und dank Power-over-Ethernet kann eine IP-Kamera den benötigten Strom über das CAT5-Ethernet-Kabel bekommen, und Sie sparen sich die zusätzliche Stromleitung.

Wichtig ist aber auch immer, die richtigen Sicherheitsmaßnahmen - Verschlüsselung, Passwortschutz etc. - zu treffen. Sonst kann sich womöglich jeder Ihren Live-Stream angucken .

Übersicht der wichtigsten Hersteller von IP-Kameras:

Hersteller

Besonderheiten

CeBIT-Halle / Stand

Abus

Mini- und Tarnkameras

-

Allnet

nur wenige Modelle

H13 / C57

AVTech

viele Gehäuseformen

-

Axis

Wärmebildkameras

H13 / C57

Belkin

besonders kompakt

-

Bosch

Kameras für Autokennzeichen

-

D-Link

günstige Einsteigergeräte

-

Edimax

Fast Ethernet und WLAN g/n

H15 / F62

Eneo

lassen sich dank ONVIF-Standard auch mit Produkten von anderen Herstellern nutzen

-

Elro

liefern auch Kamera-Atrappen

-

Etrovision

spezialisiert auf schlechte Lichtverhältnisse

-

Geovision

besonders große Auswahl

-

Hama

besonders günstig

-

Logilink

nur Fast Ethernet

H13 / C11

Mobotix

hohe Auflösung

-

Raidsonic

nur wenige Modelle

H15 / G43

TP-Link

nur für den Innenbereich

H13 / C20

Trendnet

Beratungsassistent

-

Vivotek

großes Sortiment

-

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