Die besten Kauf-Tipps!

Die ideale Hauptplatine

Donnerstag, 18.08.2011 | 08:08 von Michael Schmelzle
Hauptplatinen-Kauf: eine Frage des Chipsatzes
Vergrößern Hauptplatinen-Kauf: eine Frage des Chipsatzes
Worauf sollten Sie beim Hauptplatinen-Kauf achten und welche Mainboards sind ihr Geld wert - Teil 3 des Ratgebers gibt konkrete Empfehlungen für den Motherboard-Kauf.
Das Angebot an Hauptplatinen ist unübersichtlich - allein für Intels aktuelle CPU-Generation "Sandy Bridge" gibt es mehr als 200 Modellen. Grundsätzlich sollten Sie beim Mainboard-Kauf folgende Fragen nüchtern beantworten: Welchen Einsatzzweck soll das Motherboard erfüllen? Als Basis für einen leisen und sparsamen Wohnzimmer-PC brauchen Sie keine riesige Hauptplatine mit zwei 16x-PCI-Express-Steckplätzen. Und welche Schnittstellen und Funktionen braucht die Hauptplatine Ihrer Wahl wirklich. Viel hilft viel, kostet aber auch extra!

Auf der anderen Seite sollten Sie bei einer neuen Hauptplatine auf bestimmte Funktionen nicht mehr verzichten: Dazu gehören beispielsweise USB-3.0-Anschlüsse . Wie die Vergleichstests von externen USB-3.0-Festplatten und USB-3.0-Sticks zeigen, sind USB-3.0-Geräte in der Praxis fünf Mal so schnell ihre USB-2.0-Pendants.

Umständliche Tastaturbedienung und kryptisches
Einstellungs-Wirrwarr ade: Unified Extensible Firmware Interface
(UEFI)
Vergrößern Umständliche Tastaturbedienung und kryptisches Einstellungs-Wirrwarr ade: Unified Extensible Firmware Interface (UEFI)

Ebenfalls Pflicht ist ein modernes Bios in Form des Unified Extensible Firmware Interface  ( UEFI ), das neben handfesten Vorteilen wie dem Booten von Festplatten-Partitionen von mehr als 2,2 Terabyte auch eine zugänglichere Navigation - per Maus - und Bedienung erlaubt. Zudem erleichtert der Bios-Nachfolger UEFI die Fehlersuche und Wartung des PCs.

Und wenn Sie den Einsatz einer Flash-Speicher-Festplatte planen, sollte das Mainboard auch schon SATA-600-Anschlüsse besitzen. Wie der Test der OCZ Vertex 3 zeigt, reizt eine SSD mit Sandforce-2200-Controller die Schnittstelle mit mehr als einem halben Gigabyte pro Sekunde auch wirklich aus.  

  

Kauf-Tipp: Hauptplatine für Büro- oder Wohnzimmer-PC

Ein Wohnzimmer-PC sollte in erster Linie leistungsfähig genug für Multimedia-Aufgaben sein und trotzdem leise und energieeffizient arbeiten. Diese Eigenschaften sind auch für einen Büro-PC nicht verkehrt, deshalb gelten hier die gleichen Empfehlungen. Ideal für beide Einsatzzweck ist ein Fusion-Mainboard, auf dem bereits der Prozessor mit integriertem Grafikern inklusive CPU-Lüfter verbaut ist. Einen preisgünstigen Einstieg in AMDs Fusion-Klasse stellt die Hauptplatine Sapphire PURE White Fusion Mini E350 für rund 80 Euro dar. Das Mini-ITX-Modell (170 x 170 Millimeter) kommt mit eingebauter Dual-Core-CPU AMD E-350 inklusive Radeon-HD-6310-Grafik.

Sapphire Pure White Fusion E350
Vergrößern Sapphire Pure White Fusion E350

An internen Schnittstellen besitzt das Sapphire-Motherboard zwei DDR3-Speicherbänke, vier SATA-600-Buchsen und sogar einen 16x-PCI-Express-2.0-Steckplatz. Falls Ihnen die Leistung der integrierten Grafiklogik nicht reicht, können Sie so jederzeit mit einer Grafikkarte aufrüsten. Allerdings hat der Steckplatz nur vier PCI-Express-Kanäle. Das Anschlussfeld des Fusion-Mainboards stellt DVI, HDMI und VGA für den Bildschirm zur Verfügung und bringt eine Gigabit-Netzwerkbuchse, vier USB-2.0- und sechs analoge Audio-Anschlüsse mit.

Besser ausgestattet, aber mit rund 125 Euro auch etwas kostspieliger ist die Hauptplatine Zotac Fusion ITX . Das Mini-ITX-Modell setzt ebenfalls auf den Zweikern-Prozessor AMD E-350 mit Radeon-HD-6310-Grafik. Allerdings kühlt Zotac die AMD-CPU passiv mit einem massiven Kühlköper, den zwei Wärmeleitrohre durchziehen.

Zotac FUSION ITX (FUSION350-A-E)
Vergrößern Zotac FUSION ITX (FUSION350-A-E)

Zudem bietet das Zotac-Motherboard mehr Schnittstellen - unter anderem stehen zusätzlich zwei USB-3.0-Buchen, eSATA und ein optischer Audioausgang zur Verfügung. Hinzu kommt das integrierte WLAN-Modul nach dem modernen 802.11b/g/n-Standard. Der einzige Nachteil gegenüber der Sapphire-Konkurrentin sind die beiden SO-DIMM-Speicherbänke, da Notebook-Module etwas teuerer sind als Desktop-DDR3-Speicherriegel.




 

Donnerstag, 18.08.2011 | 08:08 von Michael Schmelzle
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (2)
  • deoroller 08:44 | 20.08.2011

    UEFI-BIOS

    Die Fehlersuche und Wartung soll ein UEFI-BIOS erleichtern. Das glaube ich gerne, aber wie wird das erreicht? Mein Mainboard mit UEFI-BIOS gibt keine Fehlertöne mehr von sich, es gibt noch nicht mal mehr die Möglichkeit, einen Beeper anzuschließen. Ich erwarte da schon mehr als nur den Text von Prospekten abzuschreiben.

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  • 100Ampere 02:56 | 20.08.2011

    AM3+?

    Da der Bulldozer in den Startlöchern steht wäre es hilfreich gewesen, abwärtskompatible AM3+ Boards vorzustellen.

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