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Geld gespart mit Second Hand Smartphones

26.09.2012 | 13:35 Uhr |

Aktuelle Smartphones kosten oft viel Geld. Die Alternative: Gebrauchtmarkt. Wer ein paar Punkte beachtet, kann hier gute Geräte finden.

Für ein aktuelles und angesagtes Smartphone müssen Sie rund 400 bis 500 Euro ausgeben, bei Top-Geräten wie iPhone 4S oder Samsung Galaxy S3 sogar noch mehr. Viel günstiger sind dagegen gebrauchte Smartphones. Wenn Sie darauf achten, ein noch halbwegs aktuelles Gerät zu ergattern, bekommen Sie gute Technik zum Schnäppchenpreis. Hier finden Sie Tipps, damit Ihnen hierbei kein Fehlkauf unterläuft.Auf Details kommt es auch an, wenn Sie die Rolle des Verkäufers einnehmen. Denn Ihr ausgedientes Smartphone wollen Sie zum besten Preis losschlagen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihr gebrauchtes Smartphone, das vermutlich von dem einen oder anderen Kratzer nicht verschont blieb, für den Verkauf wieder aufpolieren.

Richtig einkaufen: Smartphone-Schnäppchen finden

Bevor Sie sich auf die Suche nach den besten Angeboten machen, sollten Sie überlegen, welche Features Ihr neues Smartphone besitzen soll. Bestenfalls haben Sie sogar schon eine kleine Auswahl von Geräten getroffen und beispielsweise drei Modelle genauer ins Auge gefasst.

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Nun geht es ans Eingemachte: Preise vergleichen. Recherchieren Sie als Erstes den aktuellen Neuwert des Wunschgerätes, zum Beispiel bei Amazon oder Ebay. Denn liegt der Preis für ein neues und gebrauchtes Modell eng beieinander, sollten Sie lieber zum Neugerät inklusive der Händlergewährleistung greifen. Beispielsweise liegt der Neupreis des Samsung Galaxy S I9000, ein noch immer recht gutes, beliebtes und rund zwei Jahre altes Smartphone, bei etwa 350 Euro. Für ein gebrauchtes Modell zahlen Sie zwischen 140 und 260 Euro. Hier gibt es also echtes Schnäppchen-Potenzial, und ein gebrauchtes Modell dürfte sich lohnen.

Ist das Display beschädigt, zahlen Sie für das Handy nur einen Bruchteil.
Vergrößern Ist das Display beschädigt, zahlen Sie für das Handy nur einen Bruchteil.

Mit einem kleinen Trick auf Ebay wahres Geld sparen.

Die günstigsten Angebote: Die günstigeren Preise stammen allerdings überwiegend von Privatpersonen, die ihre Geräte bei Ebay zur Auktion oder zum Sofortkauf einstellen. Bei diesen Geräten haben Sie keinen Garantieanspruch gegenüber dem Verkäufer. Tipp beim Bieten auf Ebay: Setzen Sie sich selbst einen Höchstbetrag, über den Sie nicht hinaus möchten, denn die Erfahrung zeigt, dass sich Käufer gegenseitig hochsteigern und so die Aktionspreise in die Höhe treiben. Mit einem kleinen Trick treffen Sie sogar auf ein absolutes Schnäppchen und zahlen nur einen Bruchteil des wirklichen Werts. Tippen Sie bewusst Smartphone-Bezeichnungen mit Tippfehlern in die Suche ein.

Wer nämlich sein Apple iPhone versehentlich als „Aple iPhone“ eingestellt hat, erhält kaum Gebote, weil man dieses Produkt über die Suchfunktion nicht findet. Entsprechend wenige Gebote erhält das Gerät, und die Auktionspreise fallen recht niedrig aus. Preisknaller finden Sie auch auf Internetseiten mit Kleinanzeigen wie Ebay.de oder Quoka.de. Dort stellen Anbieter ihre alten Smartphones zu meist moderaten Preisen ein. Das Prinzip ist denkbar einfach: Sie geben die Bezeichnung des gesuchten Smartphones ein, gegebenenfalls auch die Kategorie und in welcher Stadt Sie nach Angeboten suchen, denn oft müssen Sie die Artikel selbst abholen. Einige Verkäufer erklären sich aber auch gerne zu einem Versand der Ware bereit. Auch hier gilt: Da Sie von Privatpersonen kaufen, haben Sie keinen Anspruch auf Garantie, die meisten Verkäufer schreiben dies auch in die Artikelbeschreibung.

Mit Auktionen verdienen Sie meistens mehr Geld als mit einem Festpreis. Das liegt vor allem daran, dass sich die Käufer gegenseitig mit ihren Geboten hochtreiben. Der Preis kann dann sogar den tatsächlichen Wert übersteigen.
Vergrößern Mit Auktionen verdienen Sie meistens mehr Geld als mit einem Festpreis. Das liegt vor allem daran, dass sich die Käufer gegenseitig mit ihren Geboten hochtreiben. Der Preis kann dann sogar den tatsächlichen Wert übersteigen.

Angebote genau auf Richtigkeit überprüfen

Beschreibungen lesen: Haben Sie die Preise verglichen und ein günstiges Angebot gefunden, sollten Sie die Beschreibung genau durchlesen und bei Fragen den Verkäufer kontaktieren. Denn nicht jedes gebrauchte Smartphone befindet sich noch in einem guten Zustand. Oft enthüllt erst ein unscheinbarer Satz in der Produktbeschreibung, dass beispielsweise das Display gesprungen ist, das Gerät einen Wasserschaden hat oder dass der Akku fehlt. Wenn Sie einen solchen Hinweis nicht finden, sich aber trotzdem nicht sicher sind, sollten Sie beim Verkäufer konkret nachfragen. Falls ein kleiner Bastler in Ihnen steckt, können Sie auch ein kaputtes Smartphones kaufen, Ersatzteile besorgen und das Gerät reparieren. Damit kommen Sie besonders günstig weg. Ein häufiger Schaden bei Smartphones ist ein defektes Display. Ein Ersatz-Displayglas kostet aber relativ wenig, für das Samsung Galaxy S etwa 10 bis 20 Euro, für das iPhone 4S annähernd 30 Euro. Im Internet finden Sie einige Anleitungen, wie Sie ein Display selbst auswechseln können. Lassen Sie es von einem Profi machen, dann sind Sie schnell bis zu 200 Euro los.

Clever sparen durch Preisvergleich

Ausnahme iPhone: Beim Profi kostet der Wechsel des iPhone-Displays inklusive Glas nur etwa 50 bis 70 Euro; entsprechende Angebote finden Sie bei Ebay. Hier empfiehlt sich also eher der Weg zum Experten, denn die Preisdifferenz zum bloßen Displayglas-Ersatz ist recht gering. Um übrigens Anleitungen zum Tauschen des Displays im Internet zu finden, geben Sie entweder in der Suchmaschine oder bei Youtube den Produktnamen des Smartphones mit dem Zusatz „Display tauschen oder Display Repair“ ein – Beispiel: HTC Sensation Display tauschen. Dabei sollten Sie einige Treffer landen. Je bekannter und verbreiteter das Smartphone, desto mehr Ergebnisse erhalten Sie.

Das auf Ebay am meisten verkaufte Smartphone im Zeitraum vom 24. März bis 21. Juni 2012 war das iPhone 3GS.
Vergrößern Das auf Ebay am meisten verkaufte Smartphone im Zeitraum vom 24. März bis 21. Juni 2012 war das iPhone 3GS.
© Apple

Garantie: Wie bereits erwähnt, stammen die meisten Angebote von Privatpersonen, die keine Garantie auf die Geräte geben. Ausnahmen bilden Inserate, bei denen auf das angebotene Smartphone immer noch die Garantie ab dem Kaufdatum besteht: In diesem Fall sollte der Verkäufer auch die Rechnung mitliefern. Bei Händlern bekommen Sie eine Gewährleistung. Zwar müssen auch die Internet-Shops wie Rebuy keine Garantie auf die gebrauchten Smartphones geben, doch eine Gewährleistung ist Pflicht. So bietet die Seite Rebuy.de auf ihre Angebote immerhin 18 Monate Funktionsgewährleistung. Dadurch werden die Geräte aber ein wenig teurer.

Zubehör: Es kann vorkommen, dass im Lieferumfang nicht alles enthalten ist, was beim Originalgerät dabei war; oft fehlt beispielsweise das Headset. Das und andere Kleinteile finden Sie aber häufig sehr günstig beispielsweise bei Amazon.

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