Ratgeber Hardware

Powerline: Das Netzwerk aus der Steckdose

29.03.2011 | 13:34 Uhr | Verena Ottmann

Mit Powerline erweitern Sie Ihr Netzwerk bequem in jeden Raum. Es nutzt das Stromnetz zur Datenübertragung. Wir erklären, was Sie für hohe Datenraten tun können.

Um ein Powerline-Netzwerk aufzubauen, brauchen Sie im einfachsten Fall nur zwei spezielle Stromnetz-Adapter, die Daten übers Stromnetz senden und empfangen: Der erste kommt in eine Steckdose neben den Router und wird per LAN-Kabel mit diesem verbunden. Der andere Adapter ist für die Steckdose in dem Zimmer gedacht, in dem der zu vernetzende Computer steht. Diesen Adapter verbinden Sie je nach Ausführung via Kabel oder WLAN mit dem PC. Bei einigen Modellen müssen Sie für den Verbindungsaufbau einen Knopf drücken, andere erledigen dies automatisch. LEDs zeigen Ihnen an, ob der Adapter betriebsbereit ist, eine Powerline-Verbindung gefunden hat und, falls vorhanden, der WLAN-Funk aktiv ist. Leuchtet eine LED rot, gibt’s ein Problem.

Netzwerk im ganzen Haus: Nur im selben Stromkreis
Der große Vorteil der PC-Vernetzung über Powerline gegenüber der via WLAN liegt darin, dass Wände und Decken die Datenrate nicht schmälern. Sie können also beispielsweise einen Computer im ersten Stock und/oder im Dachgeschoss Ihres Hauses in Ihr Netzwerk einbinden und von dort über den Router im Internet surfen oder auf eine Netzwerkfestplatte im Arbeitszimmer zugreifen. Voraussetzung ist lediglich, dass alle PCs und der Netzwerkspeicher über Powerline-Adapter mit dem Stromnetz verbunden sind.

Wenn die LEDs für Betrieb, Powerline-Verbindung und WLAN
grün leuchten, ist das Netzwerk einsatzbereit.
Vergrößern Wenn die LEDs für Betrieb, Powerline-Verbindung und WLAN grün leuchten, ist das Netzwerk einsatzbereit.
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In mehrstöckigen Gebäuden kann es allerdings zu Problemen mit der Powerline-Vernetzung kommen, und zwar wenn einzelne Steckdosen zusammengeschaltet sind. Die Datenübertragung via Powerline funktioniert nämlich nur zwischen Steckdosen, die sich in einem Schaltkreis (Phase) befinden oder deren Leitungen zumindest so nahe beieinander verlaufen, dass es zu einer Phasenkopplung kommt. Bei einem Praxistest in einem Münchner Bürogebäude ließen sich beispielsweise immer nur etwa zwölf von 40 Büros auf einem Stockwerk mit Powerline vernetzen.

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