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Lahmen PC mit Quad-Core-CPU aufrüsten

03.12.2010 | 11:59 Uhr |

Immer mehr Programme profitieren von Vierkern-CPUs. Wir verraten, wie Sie Ihrem Rechner per Prozessor-Update einen Leistungs-Schub spendieren.

In vielen Desktop-Rechnern im Büro und zuhause steckt noch ein Zweikern-Prozessor, oft ein „Intel Core 2 Duo“. Ob auch Ihr Rechner mit einem Zweikerner dieses Typs arbeitet, finden Sie in der Windows-Systemsteuerung unter „System und Sicherheit, System“ heraus. Die Core-2-Duo-Reihe kam 2007 auf den Markt, Anfang 2011 will Intel aber die Produktion einstellen. Stattdessen setzt der Chiphersteller verstärkt auf Vierkerner.
 
Mehr Kerne bringen mehr Leistung. Das gilt nicht nur bei vielen gleichzeitig geöffneten Programmen. Die CPU-Kapazitäten lassen sich dann nämlich effizienter verteilen. Zusätzliche Kerne können auch sehr rechenhungrige Software beschleunigen – etwa Bild- oder Videobearbeitung und immer mehr Spiele. Dort läuft zwar in der Regel nur ein Prozess. Teilen die Programmierer ihn aber in mehrere Parallel-Prozesse auf, profitieren die Programme von vielen Prozessor-Kernen.
 
Es liegt deshalb nahe, dem PC per Vierkern-CPU ein Geschwindigkeitsupgrade zu spendieren. Die unkomplizierteste Variante für Core-2-Duo-Besitzer ist der Einsatz einer Core-2-Quad-CPU. Vor dem Kauf sollten Sie aber unbedingt überprüfen, ob Ihr Mainboard mit der neuen Quadcore-CPU zurechtkommt . Das geht mit Freeware und wenigen Klicks:

  1. Freeware CPU-Z herunterladen und starten. Eine Installation ist nicht notwendig. Unter „Mainboard“ finden Sie die genaue Bezeichnung Ihres Mainboards.

  2. Besuchen Sie die Hersteller-Seite des Mainboards und suchen Sie dort nach Ihrem Mainboard. Meist gibt es eine Übersicht unter „Produkte“ – wie etwa bei Gigabyte.

  3. Suchen Sie dort nach einer Liste der unterstützten CPUs – bei Gigabyte zu finden unter „CPU Support“. Dort steht auch die notwendige BIOS-Version. Mit etwas Pech müssen Sie diese vor dem CPU-Upgrade auf den neuesten Stand bringen.

Suchen Sie sich eine Quadcore-CPU aus der Liste der unterstützten Prozessoren heraus.

Tipps zur Prozessor-Wahl:

  • Damit auch nicht für Vierkerner-CPUs optimierte Software vom CPU-Upgrade profitiert, empfiehlt sich ein höherer MHz-Takt als bei Ihrer momentan eingesetzten Dual-Core-CPU.

  • Entscheiden Sie sich beim Kauf für eine Boxed-Variante. Die kostet ein paar Euros mehr, enthält aber einen passenden CPU-Kühler und statt Händler-Reklamation gibts drei Jahre Hersteller-Garantie.

  • Vergleichsweise günstig zu haben sind derzeit die Modelle Q300 und Q4000. Mehr als 150 EUR sollten sie aber nicht in das CPU-Upgrade investieren. Warum, verraten wir auf der nächsten Seite.

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