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E-Book-Reader: Lohnt sich die Anschaffung?

10.10.2011 | 12:52 Uhr |

Die Zukunft des Bücherlesens ist digital – wenn’s nach Amazon und Co. geht. Doch ein adäquater Ersatz für gedruckte Bücher sind E-Book-Lesegeräte noch nicht wirklich.

Es klingt nach schöner neuer Welt: Der Student, der per Knopfdruck Zugriff auf sämtliche wichtigen Werke seines Fachgebiets hat, der Urlauber, der selbst in den langen Sommerurlaub nur ein wenige hundert Gramm schweres Lesegerät mitnehmen muss, der Buchkäufer, der spontan ein Werk herunterladen und lesen kann – und zwar dann, wenn er Lust dazu hat.

Doch wer sich mit elektronischen Lesegeräten beschäftigt, stellt schnell fest, dass deren Entwicklung noch nicht so weit fortgeschritten ist, dass der technisch interessierte Nutzer – geschweige denn der lesende Technik-Laie – mit den Geräten glücklich wird. Wir erklären die wichtigsten Formate und Bezugsquellen für E-Books (elektronische Bücher) und zeigt die wichtigsten Geräte auf dem deutschen Markt. Außerdem erfahren Sie, mit welcher Software Sie Bücher verwalten und konvertieren.

Die Zahl der verkauften E-Book-Reader hat sich in den letzten sechs Monaten in den USA verdoppelt. Der typische Besitzer eines solchen Geräts hat einen Hochschulabschluss, verdient über 75 000 Dollar im Jahr und hat Kinder.
Vergrößern Die Zahl der verkauften E-Book-Reader hat sich in den letzten sechs Monaten in den USA verdoppelt. Der typische Besitzer eines solchen Geräts hat einen Hochschulabschluss, verdient über 75 000 Dollar im Jahr und hat Kinder.

Formatstreit: Annäherung langsam in Sicht
Wer sich mit der Anschaffung eines E-Book-Readers beschäftigt, sollte sich zunächst klar werden, auf welches System er setzen will. Denn elektronische Bücher gibt’s derzeit in zwei Formaten: dem von Amazon verbreiteten Kindle-Format (Datei-Endung .azw), das vor allem über die Plattform Amazon vertrieben wird, und dem Epub-Format (Datei-Endung .epub), auf das nahezu alle anderen Verlage und Anbieter von digitalen Büchern in Europa setzen.

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Keines der bisher erhältlichen Geräte unterstützt beide Formatwelten. Auch wenn Amazon-Chef Jeff Bezos kürzlich auf einer Konferenz mitteilte, man wolle neben dem eigenen Format auch andere Formate unterstützen, namentlich etwa das Epub-Format auf dem Kindle – es bleibt die Frage, wann es so weit sein wird und ob diese Formatvielfalt nur für neue Modelle gilt oder sich auch auf den bereits in Umlauf befindlichen Lesegeräten per Software-Aktualisierung (Firmware-Update) nachrüsten lässt.

Den Lesegeräten der anderen Hersteller ist dagegen noch das Kindle-Format fremd, bei dem ausschließlich Amazon bestimmt, wer es verwenden darf und wer nicht. Zusätzlich können die meisten Geräte auch PDF-Dateien und klassische Textdateien darstellen, allerdings in sehr unterschiedlicher Qualität und teils mit wenig komfortabler Handhabung. Einige der Lesegeräte kommen zusätzlich mit JPEG-Bildern und Audiodateien in den gängigen Formaten zurecht – sie eignen sich somit auch für das Abspielen von Hörbüchern.

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