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Mit dem Handy im EU-Ausland telefonieren & surfen

06.07.2009 | 15:09 Uhr |

Wir verraten, warum Handy-Telefonate im EU-Ausland jetzt 13% billiger sind, wie teuer mobiles Surfen in der EU sein kann und decken weitere Kostenfallen auf.

Telefonieren im EU-Ausland 13% billiger
Wer mit seinem Handy im EU-Ausland telefoniert, zahlt ab dem 1. Juli 2009 maximal 43 Cent pro Minute für ausgehende Handy-Telefonate und höchstens 19 Cent pro Minute für eingehende Anrufe – dafür sorgt ein neuer EU-Beschluss. Vor dem 1. Juli lag die Obergrenze noch bei 46 Cent für eingehende und 22 Cent für ausgehende Handy-Gespräche. Dank der neuen Verordnung sparen Sie rund 13% Telefonierkosten! Auf alle genannten Preise addiert der Staat aber noch die Mehrwertssteuer.

Erstmals günstigere SMS
Auch SMS werden erstmalig in einer EU-Roaming-Verordnung berücksichtigt: Für erhaltene Kurznachrichten müssen Sie nach wie vor keinen Cent bezahlen, für vom Handy verschickte werden ab 1. Juli 2009 maximal elf Cent fällig. Auf diese kommt noch die Mehrwertsteuer; summa summarum also rund 13 Cent je SMS aus dem Ausland. Apropos SMS: Die automatische Preisinfo-SMS beim Einwählen in ein fremdes Handy-Netz gibt es weiterhin.

Besser als nichts: Die Verordnung für das mobile Surfen
Auch beim mobilen Surfen tut sich etwas, wenn auch eher zaghaft: Wem beim Surfen in der EU mehr als 50 Euro Kosten entstehen, muss vom Tarif-Anbieter künftig explizit darauf hingewiesen werden. Außerdem schreibt die Europäische Union den Anbietern vor, sich gegenseitig höchstens einen Euro je MB Datentransfer in Rechnung zu stellen, bis 2011 sollen es noch 50 Cent sein. Die Hoffnung der EU: Die Anbieter geben die erzwungenen Preissenkungen an den Endkunden weiter.

Zum Texten und Surfen unterwegs ist ein gutes Display unverzichtbar:

Verbraucherfreundliche Taktung
Verbraucherfreundlicher wurde im Zuge der Verordnung auch die Handy-Taktung: Bislang dominierten Tarife mit der ungenauen 60/60-Taktung – der Kunde musste jede angefangene Minute voll bezahlen. Dank der EU-Bestimmungen dürfen Anbieter jetzt höchstens im 30/1-Takt abrechnen, also die ersten 30 Sekunden voll, danach sekundengenau. Bei angenommenen Anrufen mit dem Handy ist nur die sekundengenaue Abrechnung erlaubt.

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