Mehr Saft bitte!

Smartphone reloaded - Mehr Power für den Akku

Mittwoch den 17.08.2011 um 10:26 Uhr

von Oskar Greb

Aktuelle Handys sind äußerst leistungsstark und taugen fast als PC-Ersatz - wenn da nicht der Akku wäre. Wir zeigen, wie Sie Ihrem Handy zu mehr Laufzeit verhelfen.

Smartphones glänzen mit einem großen berührungsempfindlichen Bildschirm, viel Rechenleistung und schneller Datenübertragung (UMTS). Ständig laufen Funkmodule und Dienste (GPS, WLAN, Datenaustausch und Synchronisierung ...), und im Einsatz sind Smartphones praktisch permanent. Ihre Besitzer hören Musik, surfen im Internet, lesen ihre E-Mails und und und. Bei hungrigen Smartphones und Handys erweisen sich deshalb die Akkus schnell als Bremse. Ironischerweise geht das Smartphone nämlich gerade dann gern in die Knie, wenn man seine ureigenste Funktion nutzen will: Telefonieren.

Während viele Bauteile leistungsstärker und die Einsatzzwecke vielseitiger werden, tritt die Entwicklung der Akkus auf der Stelle. Wir geben Tipps, wie Sie ohne Zusatzkosten mehr aus dem Akku holen. Speziell für Outdoor-Nutzer müssen andere Lösungen her, pfiffiges Zubehör stellt die Mobilität des Handys sicher. Mit ein paar Kniffen drosseln Sie den Leistungshunger wirkungsvoll:

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1. Bordmittel: Sparsamkeit durch Management
Moderne Smartphones sind meist so eingestellt, dass sie mit einem Maximum an Funktionen arbeiten. Nicht selten reicht eine Akkuladung bei Dauerbelastung damit nur für fünf Stunden. Stromfresser Nummer 1 ist der farbige Bildschirm. Wenn Sie das Handy nutzen, stellen Sie die Helligkeit möglichst niedrig ein. Bei Inaktivität sollte der Bildschirm schnell ausgehen (Time-out reduzieren). Verzichtbar sind etwa Bildschirmschoner oder Live-Hintergründe.

Rund fünf Stunden hält Apples iPhone 4 unter Volldampf
durch. Apples neue Aufladetechnik „Multi-Step Constant-Current
Constant-Voltage“ soll Akkus (eventuell beim iPhone 5) mehr
Energiedichte und eine längere Lebensdauer bescheren.
Vergrößern Rund fünf Stunden hält Apples iPhone 4 unter Volldampf durch. Apples neue Aufladetechnik „Multi-Step Constant-Current Constant-Voltage“ soll Akkus (eventuell beim iPhone 5) mehr Energiedichte und eine längere Lebensdauer bescheren.
© Apple

Dienste abschalten: Module für Funk/Datenübertragung fressen kräftig Strom: Nicht benötigte Dienste wie Bluetooth oder WLAN, GPS oder UMTS deaktiviert man am besten, sobald man sie nicht braucht. Sonst sucht das Handy ständig danach und verbrät Akkustrom. In den Einstellungen sollte vorzugsweise GSM statt UTMS (3G) festgelegt sein. Nur wenn man schnell surfen oder Daten laden muss, ist UMTS nötig. GPS für Navigation oder ortsbestimmte Dienste reicht in Innenräumen sowieso gern aus, UMTS ist da meist unnötig.

Sicherer Schutz für Handys, Notebooks und Co.

Funktionen bewusst nutzen: Ständige Software-Aktualisierungen, Up- und Downloads, Push-Nachrichten oder Apps im Hintergrund, die neue Daten holen (etwa für MP3, Wetter oder E-Mails), sind oft starke Stromfresser. Bei guten Apps lässt sich das Update-Intervall einstellen. Wer E-Mails manuell abfragt, primär WLAN für Datenübertragungen nutzt, Multimedia (etwa Video, Audio) und Vibrationsalarm sparsam einsetzt, schont den Akku. Die je neueste Firmware kann zusätzlich ein Quäntchen mehr Leistung rausquetschen.

Akku pflegen: Die üblicherweise eingebauten Lithium-Ionen-Akkus halten nur rund 500 Ladezyklen durch. Laden Sie den Akku auf, bevor er leer ist (am besten bei einem Stand um die 80 Prozent laden und nicht auf weniger als 10 Prozent entladen). Die optimale Betriebstemperatur liegt zwischen 20 und 25 Grad. Vermeiden Sie Überhitzung und Unterkühlung.

Mittwoch den 17.08.2011 um 10:26 Uhr

von Oskar Greb

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