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Handy-Datenradierer: So löschen Sie Ihre Daten

04.11.2011 | 12:00 Uhr |

Handys sind wahre Geheimnisträger: Kontakte, Nachrichten, Notizen, Bilder, Videos, Passwörter ... Wer sein ausgedientes Gerät weitergibt, tut gut daran, persönliche Daten möglichst gründlich zu löschen.

Das Handy ist Dreh- und Angelpunkt des modernen Menschen. Dort landet alles, was ihm wichtig ist und sich irgendwie erfassen lässt. Gerät es in falsche Hände, könnten findige Leute mit Software zum Auslesen von Daten schnell auf den Bestand zugreifen. Dann liegen alle privaten Details, die sich etwa in Texten und Bildern zeigen, offen. Auch Log-Dateien lassen prima Rückschlüsse auf die Aufenthaltsorte und Gewohnheiten des Nutzers zu.

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Oder noch schlimmer: Passwörter für die Bank oder Profile für soziale Netzwerke sind ein gefundenes Fressen. Mit den Daten lässt sich beliebiger Missbrauch treiben. Wechselt ein Handy den Besitzer – etwa weil dieser sich ein neues Modell zugelegt hat –, dann bleiben die Speicherbausteine als Sicherheitslücken für Datenklau. Mit einem einfachen Löschen aller persönlichen Daten auf dem Handy ist es nicht getan, um Spuren auszuradieren.

Risiko: Speicher als ewiges Gedächtnis

Sammelplätze für Daten bei Handys sind die SIM-Karte, der interne Speicher und die Speicherkarte (Micro-SD). Bei der SIM-Karte droht das geringste Risiko, weil man sie sowieso nicht einfach weiterreicht oder verkauft. In fremde Hände sollte die SIM-Karte dennoch nicht gelangen. Wer seine SIM-Karte nicht mehr braucht, meldet sie beim Mobilfunk-Provider ab. Wer das nicht tut, haftet sonst als offizieller Eigentümer der Karte für etwaigen Missbrauch. Wenn Sie SIM-Karten etwa an Familienmitglieder oder Freunde weitergeben wollen, füllen Sie am besten einen Auftrag zur Vertragsübernahme aus und senden ihn an den Provider.

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Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) nennt auf seiner Internetseite www.bsi.bund.de Verfahren zur Löschung beziehungsweise Vernichtung von Daten.
Vergrößern Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) nennt auf seiner Internetseite www.bsi.bund.de Verfahren zur Löschung beziehungsweise Vernichtung von Daten.

Generell speichern Sie private Daten besser nur auf einer Speicherkarte für das Gerät. Denn den internen Speicher zu löschen ist nicht so einfach, weil meist vom Computer aus kein Zugriff besteht. Zunächst geht man für die Entfernung von Spuren mit Bordmitteln ran: Löschen Sie manuell alle persönlichen Daten. Den nun freien, nach wie vor leicht auslesbaren Speicher füllen Sie dann komplett etwa mit einem nichtssagenden Video (zum Beispiel einer weißer Wand). Anschließend löschen Sie die Daten erneut.

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Wer auf Nummer sicher gehen will, gibt die Speicherkarte seines Handys möglichst nicht weiter – er behält oder vernichtet sie. Hier muss man für sich entscheiden, ob ein Neukauf einer Speicherkarte nicht besser ist als der Aufwand für die Löschung. Wenn die Speicherkarte aber eine Muss-Zugabe zum Handy darstellt, bleibt nur das Überschreiben der Daten mit spezialisierter Software, was sich gut am PC erledigen lässt.

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