1546906

So konvertieren Sie Videos ins passende Format und finden die richtigen Codecs

17.09.2012 | 08:35 Uhr |

Im Idealfall spielt ein Doppelklick auf eine Videodatei den Film klaglos ab. Im PC-Alltag muss der Filmgenuss aber immer wieder warten, wenn der betreffende Codec fehlt. Mit unseren Tipps läuft es auf jeden Fall.

Die Standards für digitale Videos sind in stetigem Fluss: Neben den ohnehin vielen Container-Formaten – wie zum Beispiel AVI, Matroska und Quicktime – gibt es eine verwirrend große Anzahl an Unterformaten. Auch wenn das Abspielprogramm, etwa der Windows Media Player, eine AVI-Datei erkennt, brauchen Sie für das enthaltene Medienformat noch einen passenden Codec. Sonst bleibt die Leinwand dunkel oder der Lautsprecher stumm.

Videoformate: Container und Codecs
Codecs (kurz für „Compressor-Decompressor“) sorgen für die platzsparende Komprimierung von Video und Audio in einer Videodatei. Das weit verbreitete XVID-Format erstellt zum Beispiel die Videoinformationen im MPEG-4-Format und die Tonspuren als MP3. Beide Formate landen dann in einem handlichen Datei-Container wie AVI mit der gleichnamigen Dateiendung. Die Dateiendung selbst gibt aber nicht immer Aufschluss über die enthaltenen Formate, da es beliebige Kombinationen gibt und auch exotische Codecs den Formatzoo vergrößern.

Wissen, was drin ist: Das Freeware-Programm Mediainfo dient dazu, die in einer Videodatei verwendeten Formate zu identifizieren.
Vergrößern Wissen, was drin ist: Das Freeware-Programm Mediainfo dient dazu, die in einer Videodatei verwendeten Formate zu identifizieren.

So finden Sie den richtigen Codec für jedes Video
Weil Sie einer Videodatei die enthaltenen Formate nicht ansehen, müssen Sie zuerst die Datei analysieren, um die verwendeten Formate zu identifizieren. Dazu eignet sich Mediainfo . Das Freeware-Programm zeigt, welcher Codec zum Abspielen der Datei benötigt wird. Sie müssen dazu nur bei gedrückter Maustaste die betreffende Videodatei vom Windows-Explorer ins geöffnete Mediainfo-Fenster ziehen. Zudem zeigt Ihnen Mediainfo viele Meta-Informationen zu einer Mediadatei an, darunter Autor, Titel, Regisseur, Albumname, Titelnummer, Datum und Spieldauer.

Alle Codec-Probleme kinderleicht lösen

Welche Codecs sind bereits auf dem Windows-System installiert? Eine Übersicht über alle verfügbaren Codecs zeigt das englischsprachige Freeware-Programm G-Spot . Über das Menü „System ➞ List Codecs and Other Filters“ können Sie alle Codecs auflisten lassen, die unter Windows registriert sind. Zur Installation von Codecs unter Windows sollten Sie ohne Umschweife sofort eines der großen Codec-Pakete installieren. Unsere Empfehlung ist hier stets das kostenlose K-Lite Mega Codec-Pack , das sämtliche gebräuchliche Codecs für Windows enthält.

Freemake Video Converter: Das übersichtliche Umwandlungswerkzeug unterstützt über 200 Videoformate. Eine starke CPU ist bei Konvertierungen Pflicht. Das Programm unterstützt mehrere CPU-Kerne.
Vergrößern Freemake Video Converter: Das übersichtliche Umwandlungswerkzeug unterstützt über 200 Videoformate. Eine starke CPU ist bei Konvertierungen Pflicht. Das Programm unterstützt mehrere CPU-Kerne.

Videos ins gewünschte Format bringen
Wer selbst filmt und schneidet, ist bei den resultierenden Formaten auf die Möglichkeiten der verwendeten Software angewiesen. Nicht jedes Format oder jeder Container eignet sich für Weitergabe und Wiedergabe. Der Freemake Video Converter ist ein umfangreiches Werkzeug mit einer eingebauten Brennfunktion zur Konvertierung, Bearbeitung und Erstellung von Multimedia-Dateien. Ein Vorteil der Freeware ist die integrierte Unterstützung für sämtliche gängige Codecs. Auf diese Weise ist es möglich, Videos von ungeschützten DVDs und Videokameras (AVI, MPG, TOD, AVCHD, MOV, DV, RM), Handys (3GP, 3G2) sowie Videosammlungen auf dem PC (WMV, MKV, QT, TS, MTS) zu öffnen und in ein anderes Format zu bringen. Das Programm unterstützt damit über 200 Input-Formate.

Diese Video-Konverter knacken jedes Format

Darüber hinaus kann der Freemake Video Converter Webvideos von über 40 Online-Portalen wie beispielsweise Youtube, Facebook, Myvideo, Vimeo oder auch MTV herunterladen und anschließend in ein beliebiges Format umwandeln. Wie immer bei der Umwandlung von Videos ist auch hier Geduld gefragt: Konvertierungen erzeugen eine hohe CPU-Last. Mehrere Kerne sind hier klar vorteilhaft, da der Freemake Video Converter mehrere Threads unterstützt. Achten Sie bei der Installation ebenfalls darauf, dass Freemake Video Converter werbefinanziert ist und der Installer mit der Browser-Toolbar Freemoods gebündelt ist.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1546906