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Der richtige Dreh für die gelungene Videoaufnahme

10.09.2012 | 10:27 Uhr |

Gute Videos sind kein Zufallsprodukt, sondern das Resultat ausgefeilter Techniken. Unsere zehn Tipps verraten die grundlegenden Kniffe für noch bessere Videoaufnahmen.

Ob Videoamateur, ambitionierter Hobbyfilmer oder Profi: Die wesentlichen Regeln müssen alle beachten, damit die Aufnahme gelingt. Diese Top-10 der wichtigsten Grundsätze beim Filmen und Schneiden werden Ihnen sofort bessere Videos bescheren, wenn Sie sie für den nächsten Dreh in Erinnerung behalten.

1. Bei der Aufnahme immer schön ruhig bleiben
Verwackelte Videos haben den Charme einer springenden CD. Es gibt kaum einen anderen Störfaktor, der Videos so gründlich ruinieren kann, wie ein verwackeltes Bild. Während es bei Fotos auch unter widrigen Umständen noch gelingt, ein ansehnliches Bild mit etwas Konzentration aus der freien Hand zu schießen, funktioniert dies bei Videos nicht, da die Kamera 24 Bilder pro Sekunde aufnimmt. Ein Stativ ist deshalb Pflicht. Selbst ein billiges Kunststoffstativ ist immer noch besser als gar keines. Videokameras bieten oft einen automatischen Bildstabilisator, der ruckartige Bewegungen ausgleicht. Das geschieht aber auf Kosten der Bildqualität, da hier Schärfe und Fokus verlorengehen. Zudem gelingen Schwenks mit Bildstabilisator nur selten, da das Bild anfängt zu springen – Fehler, die sich auch nachträglich nicht ausgleichen lassen.

2. Lernen Sie die Kamera genau kennen
Bei Videoaufnahmen geht es wie bei Bildern darum, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Selten bleibt genügend Zeit, um die Videokamera sorgfältig und bedächtig einzustellen. Investieren Sie deshalb genügend Zeit in Probeaufnahmen, damit Sie die Kamera wie im Schlaf bedienen können. Zoom, Fokussierung, manueller Weißabgleich und Belichtungsausgleich müssen Sie schnell finden, ohne den Blick lange vom Sucher oder vom LCD-Bildschirm zu nehmen. Kurze Notizen auf einem Zettel helfen bei der Orientierung in unübersichtlichen Kameramenüs.

Über den Weißabgleich der Kamera stellen Sie die gewünschte Farbtemperatur ein.
Vergrößern Über den Weißabgleich der Kamera stellen Sie die gewünschte Farbtemperatur ein.

3. Vor der Aufnahme Farben richtig kalibrieren
Unterschiedliche Lichtquellen haben verschiedene Farbtemperaturen. Kameraeinstellungen für Sonnenlicht führen unter künstlicher Beleuchtung zu blaustichigen Videos. Bei Fotos lassen sich die Farben nachträglich mit einem Bildbearbeitungsprogramm ausgleichen. Bei Videoaufnahmen gelingt dies nicht zuverlässig. Führen Sie deshalb immer erst einen Weißabgleich durch. Halten Sie ein weißes Blatt Papier vor die Optik und stellen Sie den Regler für den Weißabgleich so ein, dass das Papier auch wirklich weiß aussieht. Bei geänderten Lichtverhältnissen ist dann erneut ein Weißabgleich erforderlich.

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4. Langsames Zoomen und wenige Bewegungen
Die häufigsten Fehler von Hobbyfilmern sind zu schnelle Zooms und rasche Bewegungen. Machen Sie Kamerabewegungen und Nahaufnahmen nicht ohne Grund. Ein Clip wird allein durch schnelles hektisches Zoomen nicht spannender. Führen Sie auch spontane Schwenks mit ruhiger Hand durch und nehmen Sie Geschwindigkeit heraus.

5. Videos ins richtige Licht rücken
Eine ausreichend starke Lichtquelle ist bei der Videokamera der Schlüssel zu einem guten Bild. Bei wenig Licht zeigt sich ein unschöner Effekt, der bei Fotos ein Stilmittel ist, bei Videos hingegen stört: Bildrauschen. Bei Innenaufnahmen sollten Sie alle vorhandenen Lichtquellen hinzuziehen. Vorsicht bei Sonnenlicht: Ein Kameraschwenk ins Gegenlicht verwirrt die Belichtungsautomatik und ruiniert jede Aufnahme.

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