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Private Daten auf Ebay-Festplatten

10.08.2009 | 13:43 Uhr |

Nacktfotos und Partybilder – wie sensibel gehen Verkäufer mit gebrauchten Festplatten um? PC-WELT hat bei Ebay ersteigerte Datenträger durchleuchtet.

Wir wollten wissen, wie sehr sich Verkäufer gebrauchter Datenträger der Gefahr einer ungewollten Verbreitung ihrer privaten Daten bewusst sind. Deshalb haben wir bei Ebay zahlreiche Speicherkarten von Kameras und Festplatten ersteigert. Dabei kam heraus, dass sich offenbar zwei wichtige Dinge über das Löschen noch nicht herumgesprochen haben: Acht von neun ersteigerten Datenträgern, also 87,5%, enthielten rekonstruierbare, teils sehr persönliche, Daten (siehe unsere Bildergalerie auf Seite 4). Immerhin: Alle Datenträger waren formatiert, keiner gestattete sofortigen Zugriff auf die Daten – für Datenschnüffler ist das trotzdem nur eine kleine Hürde. Deshalb zeigen wir hier die besten Tipps für das Löschen von Datenträgern:

1. Formatieren reicht nicht
Mit „format c:“ beziehungsweise dem Rechtsklick auf die Festplatte im Arbeitsplatz und „Formatieren…“ entfernen Verkäufer keinesfalls Ihre gesamten Daten, sondern lediglich die Verweise auf die Daten, gewissermaßen das Inhaltsverzeichnis. Mit spezieller Software, auch Freeware, können die Käufer viele Daten wiederherstellen, so lange diese noch nicht überschrieben wurden. Auch das Verschieben in den Papierkorb respektive ein Druck auf die „Entf“-Taste genügen nicht, selbst wenn Sie den Papierkorb danach leeren. Windows macht die Datei nur unsichtbar und gibt sie zum Überschreiben durch andere Dateien frei.

2. Nicht nur Festplatten sind betroffen
Bei wem die Alarmglocken nur vor dem Verkauf der Festplatte klingeln, vergisst USB-Sticks, Speicherkarten für die Kamera oder das Handy und den internen Speicher der Digicam oder des Druckers. Deswegen haben wir im Test-Kauf auch verschiedene Speicherkarten von Digitalkameras berücksichtigt.

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