19.04.2012, 11:39

Carla Schroder

Datenbank

PostgreSQL Crash-Kurs für Einsteiger

PostgreSQL Crash-Kurs ©Polylooks

Mit diesem Crash-Kurs können Sie auch als Datenbank-Neuling in die Welt der Datenbanken schnuppern. Wir begleiten Sie bei den ersten Schritten mit PostgreSQL.
PostgreSQL ist ein erstklassiges relationales (RDBMS/Relational Database Management System) Datenbankmanagementsystem für den Unternehmenseinsatz. Das Open-Source-Programm kann mit teuren, geschlossenen, kommerziellen Datenbanken in vielen Bereichen mithalten. In diesem Crash-Kurs wollen wir Ihnen die neue PostgreSQL-Datenbank vorstellen und erklären, wie Sie diese zum Laufen bringen. Des Weiteren stellen wir Ihnen die wichtigsten Grundlagen vor.
PostgreSQL ist eine empfehlenswerte Datenbank für Datenbank-Einsteiger, weil es gut dokumentiert ist und sich bemüht die Standards einzuhalten. Nichts ist versteckt, nicht einmal der Quell-Code. Also können Sie Ihr Verständnis so weit vertiefen, wie Sie es für angemessen erachten.

Planung einer Datenbank

Der wichtigste Teil der Verwaltung einer jeden Datenbank ist die Vorbereitung. Sie müssen Ihre Datenbank sorgfältig planen und die richtungsweißenden Design-Entscheidungen treffen. Sie sollten damit beginnen, die Anforderungen zu analysieren, somit können Sie entscheiden, welche Daten Sie speichern wollen und wie diese organisiert sein sollen. Sie müssen herausfinden, in welche Richtung sich Ihre Unternehmen entwickeln wird. Bei den Datenbanken, der Middleware oder den Anwendungen. Häufig haben Sie nicht den Luxus einer sauberen, neuen Installation, sondern stattdessen müssen Sie sich mit der Migration von einer anderen Datenbank herumschlagen. Aber das sind große Themen, mit denen wir uns jetzt nicht beschäftigen wollen. Glücklicherweise gibt es viele gute Online-Quellen, wie den herausragenden PostgreSQL Handbüchern und dem Wiki, in denen Sie weitere Informationen erhalten.
Installation von PostgreSQL
Wir werden in diesem Crash-Kurs drei Dinge verwenden: PostgreSQL, dessen eingebautes interaktives Terminal psql und das exzellente pgAdmin3 für die graphische Administration und als Entwicklungswerkzeug. Linux-Nutzer werden PostgreSQL und pgAdmin3 in den Repositorys ihrer bevorzugten Linux-Distribution finden. Es gibt Downloads auf PostgreSQL.org für Linux, FreeBSD, Mac OS X, Solaris und Windows. Für OS X und Windows gibt es One-Click-Installationen, die pgAdmin3 enthalten. Jedes der Betriebssysteme ist für das Testen und Lernen gleich gut geeignet. Für Produktionszwecke empfehlen wir jedoch einen Linux- oder Unix-Server.
Linux und FreeBSD teilen PostgreSQL in mehrere Päckchen auf. Sie benötigen beide, für den Server und den Client. Debian installiert beispielsweise die Metapackung postgresql all diese drei Packungen:
# apt-get install postgresql
postgresql postgresql-9.0 postgresql-client-9.0
postgresql-client-common postgresql-common
Für weitere Informationen für die anderen Plattformen können Sie die detaillierten Installations-Ratgeber auf dem PostgreSQL-Wiki zu Rate ziehen. Auf den Download-Seiten gibt es ein paar Live-CDs, die es sehr einfach machen, einen Test-Server einzurichten. Sie müssen lediglich von der CD aus booten. Für diesen Artikel haben wir ein Debian-System mit PostgreSQL  ausgestattet.

Erstellen und Löschen einer neuen PostgreSQL Datenbank

Sie müssen ein paar Startschwierigkeiten und Account-Hürden überwinden, bevor Sie richtig anfangen können. Als erstes müssen Sie sicherstellen, dass Ihr PostgreSQL-Server damit angefangen hat psql zu öffnen. Dessen interactive Kommandozeile sieht folgendermaßen aus:
$ psql
psql: could not connect to server: No such file or directory
Huch, PostgreSQL läuft nicht. Gehen Sie zurück zum  Installations-Assistenten und sehen Sie nach, wie Sie es auf Ihrem System starten können. Bei Debian startet es automatisch nach der Installation, sodass das obige Kommando das folgende Ergebnis hervorruft:
carla@xena:~$ psql
psql: FATAL: role "carla" does not exist
Aber das ist kein großes Problem, den PostgreSQL erstellt einen voreingestellten postgres Super-Nutzer ohne Passwort. Also müssen Sie den Nutzer ändern und dann ein neues Benutzer-Konto erstellen, das Sie als Administrator für die Datenbasis verwenden werden. Bei Linux oder Unix müssen Sie folgendes schreiben:
carla@xena:~$ su
root@xena:/home/carla#
su postgres
postgres@xena:/home/carla$
Jetzt können wir mit der echten Arbeit anfangen. Wir können einen clara Superuser für PostgreSQL erschaffen:
postgres@xena:/home/carla$ createuser carla
could not change directory to "/home/carla"
Shall the new role be a superuser? (y/n) y
Diese PostgreSQL-Rollen, postgres und clara, sind PostgreSQL-Benutzerkonten, die unabhängig von den System-Benutzerkonten sind. Eine Rolle kann ein einzelner Nutzer oder eine Gruppe von Nutzern sein. Rollen können eigene Datenbank-Objekte besitzen, wie beispielsweise Tabellen. Die Rollen können Privilegien für den Zugriff auf diese Tabellen anderen Rollen zuweisen. Verwenden Sie das Dropuser-Kommando, um eine Rolle zu löschen:
$ dropuser carla
Jetzt wollen wir eine ganz neue Datenbank erstellen:
$ createdb testdb
Wenn etwas erfolgreich ist, so gibt es keine Rückmeldung. Sie erhalten nur dann eine Nachricht, wenn etwas schief gelaufen ist. Jetzt wollen wir unsere Datenbank wieder löschen:
$ dropdb testdb
Auch hier bedeutet Stille Erfolg.
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