17.02.2014, 09:11

Marco Chiappetta

Ratgeber/Computer

PC clever aufrüsten - so machen Sie es richtig

Zusammenbau-Tipps für Ihren PC ©iStockphoto/susandanielssusandaniels

Sie wollen Teile Ihres Arbeits-Rechners austauschen oder den PC aufrüsten? Mit unseren Tipps vermeiden Sie schwere Fehler und die damit verbundenen Schäden am PC.
Ihr Büro-Rechner lahmt und/oder die Festplatte ist längst zu klein? Der PC ist aber noch nicht vollständig steuerlich abgeschrieben und für Neuanschaffungen ist gerade kein Geld da? Dann rüsten Sie Ihren Rechenknecht doch auf. Wir erklären Ihnen praxisnah, wie Sie die meisten Probleme umgehen können. Wir gehen auf den Einbau des Prozessors, des Kühlkörpers, des Motherboards, des Arbeitsspeichers, der Grafikkarte, der Festplatte und der Stromversorgung ein. Drucken Sie diesen Artikel am besten aus und hängen Sie diesen in die Nähe Ihres Arbeitsbereiches, sodass Sie immer schnell hierauf zurückgreifen können, wenn Sie Ihren PC selbst zusammenbauen.

Prozessor

Den Prozessor einzubauen ist ziemlich einfach. Die Prozessoren sind so gebaut, dass Sie nur auf eine Art in den Sockel passen und nicht  verdreht werden können. Außerdem benötigen Sie zum Einbau keine Werkzeuge. Dennoch können ein paar Dinge schief gehen.
Als erstes ist es wichtig, dass Sie die Sauberkeit des Sockels sicherstellen. Es dürfen keine Staubpartikel oder andere Verunreinigungen auf dem Sockel liegen. Falls der Sockel auf irgendeine Weise verunreinigt sein sollte, kann es sein, dass der Prozessor nicht richtig auf dem Sockel sitzen wird. Bevor Sie den Prozessor also in den Sockel stecken, sollten Sie den Sockel genau gut untersuchen (ohne irgendwelche Kontakte zu berühren!) und sicherstellen, dass sich nichts auf dem Sockel befindet, dass den Prozessor stören könnte. Der richtige Sitz und die richtige Ausrichtung sind das allerwichtigste, wenn Sie eine CPU installieren.
Bei AMD-Prozessoren ist es außerdem essentiell, dass Sie keine Pins verbiegen. Die Intel-Prozessoren nutzen eine andere Art der Befestigung und haben keine Pins auf deren Unterseite (die Pins sind im Sockel). Aber die AMD-Chips haben immer noch hunderte empfindlicher Pins, die relativ einfach zu verbiegen sind. Wenn Sie also eine AMD-CPU einbauen, sollten Sie diese nur an den Seiten anfassen und die Unterseite auf Verbiegungen untersuchen. Beim Einbau auf den Sockel sollten Sie so wenig Kraft wie möglich aufwenden. Im Idealfall sollten die AMD-Prozessoren einfach in den Sockel fallen.
Kühler/Kühlkörper
Wenn unerfahrene PC-Bastler versuchen CPU-Kühler oder Kühlkörpern einzubauen, machen sie häufig drei Fehler: Sie verwenden zu viel (oder zu wenig) Wärmeleitpaste, sie positionieren den Kühler nicht richtig oder sie bauen den Ventilator falsch herum ein.
Bevor Sie den CPU-Kühler installieren, sollten Sie sicherstellen, dass der Hitzeverteiler vom Chip und die Kühlerbasis sauber sind. Anschließend ist es wichtig die richtige Menge qualitativ hochwertiger Wärmeleitpaste aufzubringen. Die Wärmeleitpaste vereinfacht den Wärmetransport vom Chip zur Basis des Kühlkörpers. Wenn Sie zu viel oder zu wenig Wärmeleitpaste verwenden, ist der Wärmetransport nicht ideal. Bringen Sie gerade so viel Wärmeleitpaste auf, dass der Wärmeverteiler des Prozessors mit einer papierdicken Schicht überzogen ist. Ein Klecks, der etwas kleiner als eine Erbse ist, sollte ausreichend sein.
Außerdem ist es wichtig, dass Sie sich vom richtigen Sitz des Kühlkörpers überzeugen, er sollte im Kontakt mit der CPU stehen. Stellen Sie sicher, dass sich nichts in der Umgebung des Sockels befindet, das den Kühler stören könnte. Wenn Sie den Kühlkörper über der CPU positionieren, dann schauen Sie, dass dieser ganz flach aufliegt. Wenn der CPU-Kühler auch nur leicht gekippt ist, wird sich der Prozessor wahrscheinlich überhitzen und Schaden nehmen.
Wenn Sie über einen Tower-artigen Kühler verfügen, ist es wirklich wichtig, diesen so einzubauen, dass die Flügelräder die Luft über die wärmeableitenden Lamellen in Richtung des Ausgangslüfters blasen. Typischerweise bedeutet das, dass der Lüfter in Richtung eines Ausgangslüfters, der sich auf der Rückseite oder oben auf dem Gehäuse befindet, zeigen muss. Achten Sie besonders auf das Design Ihres Lüfters, da manche rückseitig montierte Lüfter die Luft tatsächlich einsaugen.
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