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PC clever aufrüsten - so machen Sie es richtig

Samstag, 31.05.2014 | 09:11 von Marco Chiappetta
Zusammenbau-Tipps für Ihren PC
Vergrößern Zusammenbau-Tipps für Ihren PC
© iStockphoto/susandanielssusandaniels
Sie wollen Teile Ihres Arbeits-Rechners austauschen oder den PC aufrüsten? Mit unseren Tipps vermeiden Sie schwere Fehler und die damit verbundenen Schäden am PC.
Ihr Büro-Rechner lahmt und/oder die Festplatte ist längst zu klein? Der PC ist aber noch nicht vollständig steuerlich abgeschrieben und für Neuanschaffungen ist gerade kein Geld da? Dann rüsten Sie Ihren Rechenknecht doch auf. Wir erklären Ihnen praxisnah, wie Sie die meisten Probleme umgehen können. Wir gehen auf den Einbau des Prozessors, des Kühlkörpers, des Motherboards, des Arbeitsspeichers, der Grafikkarte, der Festplatte und der Stromversorgung ein. Drucken Sie diesen Artikel am besten aus und hängen Sie diesen in die Nähe Ihres Arbeitsbereiches, sodass Sie immer schnell hierauf zurückgreifen können, wenn Sie Ihren PC selbst zusammenbauen.

Prozessor

Den Prozessor einzubauen ist ziemlich einfach. Die Prozessoren sind so gebaut, dass Sie nur auf eine Art in den Sockel passen und nicht  verdreht werden können. Außerdem benötigen Sie zum Einbau keine Werkzeuge. Dennoch können ein paar Dinge schief gehen.

Als erstes ist es wichtig, dass Sie die Sauberkeit des Sockels sicherstellen. Es dürfen keine Staubpartikel oder andere Verunreinigungen auf dem Sockel liegen. Falls der Sockel auf irgendeine Weise verunreinigt sein sollte, kann es sein, dass der Prozessor nicht richtig auf dem Sockel sitzen wird. Bevor Sie den Prozessor also in den Sockel stecken, sollten Sie den Sockel genau gut untersuchen (ohne irgendwelche Kontakte zu berühren!) und sicherstellen, dass sich nichts auf dem Sockel befindet, dass den Prozessor stören könnte. Der richtige Sitz und die richtige Ausrichtung sind das allerwichtigste, wenn Sie eine CPU installieren.

Bei AMD-Prozessoren ist es außerdem essentiell, dass Sie keine Pins verbiegen. Die Intel-Prozessoren nutzen eine andere Art der Befestigung und haben keine Pins auf deren Unterseite (die Pins sind im Sockel). Aber die AMD-Chips haben immer noch hunderte empfindlicher Pins, die relativ einfach zu verbiegen sind. Wenn Sie also eine AMD-CPU einbauen, sollten Sie diese nur an den Seiten anfassen und die Unterseite auf Verbiegungen untersuchen. Beim Einbau auf den Sockel sollten Sie so wenig Kraft wie möglich aufwenden. Im Idealfall sollten die AMD-Prozessoren einfach in den Sockel fallen.

Kühler/Kühlkörper

Wenn unerfahrene PC-Bastler versuchen CPU-Kühler oder Kühlkörpern einzubauen, machen sie häufig drei Fehler: Sie verwenden zu viel (oder zu wenig) Wärmeleitpaste, sie positionieren den Kühler nicht richtig oder sie bauen den Ventilator falsch herum ein.

Bevor Sie den CPU-Kühler installieren, sollten Sie sicherstellen, dass der Hitzeverteiler vom Chip und die Kühlerbasis sauber sind. Anschließend ist es wichtig die richtige Menge qualitativ hochwertiger Wärmeleitpaste aufzubringen. Die Wärmeleitpaste vereinfacht den Wärmetransport vom Chip zur Basis des Kühlkörpers. Wenn Sie zu viel oder zu wenig Wärmeleitpaste verwenden, ist der Wärmetransport nicht ideal. Bringen Sie gerade so viel Wärmeleitpaste auf, dass der Wärmeverteiler des Prozessors mit einer papierdicken Schicht überzogen ist. Ein Klecks, der etwas kleiner als eine Erbse ist, sollte ausreichend sein.

Außerdem ist es wichtig, dass Sie sich vom richtigen Sitz des Kühlkörpers überzeugen, er sollte im Kontakt mit der CPU stehen. Stellen Sie sicher, dass sich nichts in der Umgebung des Sockels befindet, das den Kühler stören könnte. Wenn Sie den Kühlkörper über der CPU positionieren, dann schauen Sie, dass dieser ganz flach aufliegt. Wenn der CPU-Kühler auch nur leicht gekippt ist, wird sich der Prozessor wahrscheinlich überhitzen und Schaden nehmen.

Wenn Sie über einen Tower-artigen Kühler verfügen, ist es wirklich wichtig, diesen so einzubauen, dass die Flügelräder die Luft über die wärmeableitenden Lamellen in Richtung des Ausgangslüfters blasen. Typischerweise bedeutet das, dass der Lüfter in Richtung eines Ausgangslüfters, der sich auf der Rückseite oder oben auf dem Gehäuse befindet, zeigen muss. Achten Sie besonders auf das Design Ihres Lüfters, da manche rückseitig montierte Lüfter die Luft tatsächlich einsaugen.

Samstag, 31.05.2014 | 09:11 von Marco Chiappetta
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (6)
  • kalweit 12:57 | 02.06.2014

    Zitat: deoroller
    Ich denke an einen Beispiel-PC
    Achso - ja, so was kann man machen. War aber bestimmt zu viel Arbeit.

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  • deoroller 12:52 | 02.06.2014

    Zitat: kalweit
    Ansonsten müsste man alle Eventualitäten und Kombinationen durchkauen.
    Dann reden wir aneinander vorbei. Ich denke an einen Beispiel-PC, bei der die Aufrüstung durchgezogen wird. Für individuelle Wünsche ist das Forum da.

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  • kalweit 11:53 | 02.06.2014

    Welche Hausaufgaben? Ich habe keine aufgegeben und kann sie deshalb auch nicht benoten. Ich sehe solche Artikel bestenfalls als Entscheidungshilfe für Anwender, die sich nicht schlüssig sind, ob sie sich eine Aufrüstung selbst zutrauen oder besser gleich Fachpersonal damit beauftragen. An der Stelle ist es vielleicht sogar gut, nicht weiter ins Details zu gehen, da so der Anwender gezwungen ist, sich für seinen konkreten Fall weitere Informationen zu beschaffen. Ansonsten müsste man alle Eventualitäten und Kombinationen durchkauen. Und selbst dann würde es hier Kommentare von Leuten gehen, die sich nicht berücksichtigt fühlen. Was natürlich den Artikel sinnvoll aufgewertet hätte, wären Verweise auf vorhandene Anleitungen zu den einzelnen Komponenten.

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  • deoroller 10:36 | 02.06.2014

    Das befreit die Autoren aber nicht davon, ihre Hausaufgaben selbst zu machen.

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  • kalweit 10:20 | 02.06.2014

    Auf der anderen Seite: es gibt tausende von Anleitungen im Netz.

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