14.10.2012, 07:33

David Murphy

Recycling

So richten Sie einen Gratis-Server mit FreeNAS ein

Machen Sie aus einem alten PC einen Server ©iStockPhoto/ DNY59

Sie können aus einem alten Desktop-Computer mit einer leistungsfähigen Gratis-Software namens FreeNAS kostenlos einen Server für Backup-Zwecke und den Datei-Austausch machen. Wir zeigen das Schritt für Schritt.
Nutzen Sie Ihren alten PC als lokalen Server. Sie können diesen beispielsweise für automatische PC-Backups verwenden oder als Daten-Server nutzen, auf den Sie und Ihre Mitarbeiter zugreifen können, wenn sie unterwegs sind. Das sind nur zwei Beispiele, wie Sie einem alten Rechner neues Leben einhauchen können.
Das Beste an diesem Verfahren ist, dass die dafür erforderliche Software FreeNAS kostenlos erhältlich und Open-Source-basiert ist. FreeNAS ist ein kostenloses Betriebssystem für netzgebundene Speicher (NAS). FreeNAS ist einfach zu installieren, zu konfigurieren und zum Laufen zu bringen. Alles was Sie hierfür wissen müssen, stellen wir Ihnen in diesem Ratgeber vor.
Installieren Sie FreeNAS
Bevor Sie mit der Installation von FreeNAS beginnen, benötigen Sie einen USB-Stick, der über mindestens 2 GB Speicher verfügt. Sie installieren FreeNAS über diesen Stick und booten hiervon, weil Sie das Betriebssystem nicht auf dem gleichen Speicher haben können, wie die Dateien, die Sie teilen wollen. Alternativ können Sie eine sehr kleine SSD kaufen und FreeNAS dort installieren und den Server von der SSD booten. Aber so eine SSD ist eigentlich eine unnötige Investition. Sie lohnt sich eigentlich nur, wenn Sie Angst haben, dass jemand den USB-Stick entfernt, ohne die Konsequenzen zu kennen.
Nachdem Sie den notwendigen Speicher besorgt haben, sollten Sie die neueste Version von FreeNAS von der offiziellen Webseite herunterladen. Achten Sie darauf, dass Sie die richtige Datei (also .iso) herunterladen: Laden Sie x86 herunter, wenn Sie einen Rechner mit 32-Bit-CPU haben oder x64, wenn der PC über einen 64-Bit-Prozesser verfügt. Nachdem Sie die richtige .iso-Datei heruntergeladen haben, brennen Sie diese auf eine leere CD und legen Sie diese in das optische Laufwerk Ihres alten Rechners ein.
Nun schalten Sie den alten Rechner ein und drücken die Taste, die das BIOS-Boot-Menü aufruft. Wählen Sie jetzt die Option aus, die den Computer vom optischen Laufwerk aus booten lässt statt von der Festplatte. Wenn ein solches Menü nicht existiert, müssen Sie selbst in das BIOS-Menü gehen und dort die Boot-Reihenfolge ändern.
Nachdem alle FreeBSD-basierten Linux-Kommandos ihre Arbeit erledigt haben, sehen Sie einen einfachen Installationsbildschirm, der Ihnen vier Optionen anbietet. Wählen Sie die erste Option aus, mit der Sie FreeNAS 8 auf einer Festplatte oder einen Flash-Speicher installieren oder aktualisieren. Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit Enter. Alle Speicher, die an den Rechner angeschlossen sind, werden auf dem nächsten Bildschirm angezeigt. Im nächsten Bildschirm sollten Sie Ihren USB-Stick als Installations-Ziel auswählen (das Betriebssystem wird zwei Partitionen auf dem Stick erstellen: Eine für das Betriebssystem und eine für zukünftige FreeNAS-Aktualisierungen) – aber drücken Sie noch nichts.
Bevor Sie das Installations-Ziel auswählen, sollten Sie sich darüber bewusst sein, dass FreeNAS alle Daten und Partitionen vom USB-Stick löschen wird, bevor es darauf installiert wird. Dies ist also Ihre letzte Chance irgendwelche Dateien, die sich auf dem Stick befinden zu archivieren, bevor sie für immer verschwinden. Wenn Sie bereit sind, wählen Sie das Installations-Ziel aus und wählen dann „Yes" aus und bestätigen Sie mit Enter. Eine Benachrichtigung wird erscheinen, wenn die FreeNAS Installation beendet ist. Drücken Sie auf Enter und wählen Sie die Reboot-Option in dem Hauptmenü aus.
Während Ihr System erneut bootet, wiederholen Sie den Schritt, wo Sie das Bootlaufwerk aussuchen. Von nun an sollte der Rechner vom USB-Stick, auf dem Sie FreeNAS installiert haben, booten.

Stellen Sie Ihren Speicher ein

Nachdem FreeNAS fertig geladen hat, sehen Sie einen Konsolen-Bildschirm, der alle Netzwerk-Optionen auflistet, die FreeNAS zur Verfügung stellt. Zu diesem Zeitpunkt ist Ihr Server eingestellt und läuft.
Angenommen Ihr System läuft bereits mit den Standardeinstellungen gut und das sollte der Fall sein, so lange Sie sich mit einem Ethernet-Kabel verbinden, dann erhalten Sie eine IP-Adresse. Diese können Sie nutzen, um auf die primären Einstellungen von FreeNAS zuzugreifen. Tippen Sie diese IP-Adresse in den Webbrowser eines beliebigen Systems, das sich im gleichen Netzwerk befindet, ein und drücken Sie auf Enter.
Als erstes werden Sie Ihre Benutzer-Informationen auf dem Web-basierten Konfigurations-Bildschirm ändern wollen. Schauen Sie auf die linke Seite und klicken Sie auf My Account um diesen Punkt aufzuklappen. Nun wählen Sie einen Administrationsnamen und ein Passwort aus. Klicken auf den Knopf, um Ihre Änderungen zu speichern. Dann klicken Sie auf Change Password und ändern Sie dieses. Sicherheit hat Vorrang.
Um Ihre Speicher-Datenträger einzustellen, klicken Sie auf den Storage-Knopf in der linken, oberen Ecke des FreeNAS Konfigurations-Bildschirm. Von hier aus klicken Sie auf die Create Volume-Schaltfläche, die im Hauptbildschirm erscheint. Geben Sie Ihrem Datenträger einen Namen und wählen Sie aus, wie viele Festplatten Sie verwenden wollen, um diesen Datenträger zu erstellen. Wählen Sie ZFS als Ihr Datei-System aus. Sie werden bemerken, dass ZFS einige Vorteile bietet, die das Unix File System nicht hat. Wenn Sie mehre Festplatten miteinander verbinden, dann können Sie hier bestimmen, welches RAID-System Sie verwenden wollen.
Klicken Sie auf die Add Volume-Schaltfläche, wenn Sie fertig sind. Wenn Sie wollen, dass Ihr Speicher mit all Ihren Mitarbeitern in Unternehmen geteilt wird, ohne, dass Sie bei jedem Nutzer die Erlaubnisse einstellen müssen, dann sollten Sie auf Change Permissions klicken. Sie können jedem Nutzer Schreibrechte zuweisen. Achten Sie darauf, dass Sie die Option Permissions Recursively auch ausgewählt haben. Klicken Sie auf den großen Change-Knopf, um Ihre Änderungen anzuwenden.
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