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Ratgeber: Blu-ray – jetzt zuschlagen oder warten?

09.09.2008 | 14:10 Uhr |

Im Formatstreit für hochauflösendes Filmmaterial hat sich Blu-ray etabliert. Digital World berät Sie, ob der Einstieg in BD-Hardware günstig ist.

Wer sein Wohnzimmer mit einem Blu-ray-Player bestücken will, sieht sich zuerst mit der Kostenfrage konfrontiert. Aktuelle Abspielgeräte gibt es mittlerweile schon ab rund 300 Euro. Selbst im niedrigen Preissegment kann man davon ausgehen, dass die Player eine gute bis sehr gute Bildqualität liefern. Dennoch haben die Geräte der ersten Generationen mit ein paar Kinderkrankheiten zu kämpfen. Dazu zählen beispielsweise die langen Ladezeiten beim Einlegen einer Blu-ray-Disc. Darüber hinaus entwickeln die Geräte eine hohe Hitze. Als Folge werden die Player meist mit mehreren lärmenden Lüftern gekühlt. Warten Sie mit dem Kauf besser bis zum Weihnachtsgeschäft am Jahresende. Dann kommen ausgereifte Geräte in den Handel. Sie besitzen u.a. kürzere Ladezeiten und sind hörbar leiser. Darüber hinaus unterstützen die Geräte bereits das Blu-ray-Profil 2.0, um BD-live-Services nutzen zu können. Dadurch kann der Player interaktiv mit dem Internet kommunizieren. Ferner sollten die neuen Geräte mit einer HDMI-1.3-Schnittstelle aufwarten. So lassen sich Tonformate unkomprimiert wiedergeben und Bilder mit 1080p/24 ruckelfrei abgespielen.

Empfehlenswerte Player und Laufwerke
Ungeduldige sollten sich den Philips-Player BDP7100 näher ansehen. Das Modell ist ab 400 Euro zu haben, bietet eine sehr gute Bildqualität und unterstützt bereits die 1080p/24-Wiedergabe sowie unkomprimierte Tonformate. Noch günstiger geht’s mit dem Samsung BD-P1400, der mit guter Bildqualität und 1080p/24-Wiedergabe überzeugt. Preislich liegt das Abspielgerät bereits unter 300 Euro. Wer dagegen einen Blu-ray-Player sucht, der in Sachen Bildqualität, Verarbeitung und Ausstattung nichts zu wünschen übrig lässt, landet beim BDP-LX70A von Pioneer . Das hat aber auch seinen Preis: Rund 1.400 Euro muss der Käufer dafür berappen. Alternativ bietet sich Sonys PlayStation 3 an, die inklusive BD-Laufwerk mit um die 400 Euro zu Buche schlägt. Zum Einbau in einen PC empfehlen sich z.B. der Pioneer BDR-202 und der LG GGW-H20L – Kostenpunkt ab 200 Euro. Wem ein reines Abspielgerät genügt, kommt mit dem GGC-H20L von LG für rund 120 Euro recht günstig weg. Praktisch: Neben Blu-Ray-Scheiben schluckt das Drive auch HD-DVDs.

Mindestvoraussetzungen für PCs
Die Wiedergabe von Blu-ray-Discs erfordert außer dem Blu-Ray-Laufwerk einen Prozessor mit mindestens zwei Kernen und einer Taktfrequenz von mehr als 2 Gigahertz. Entscheidend ist jedoch die Grafikkarte: Sie muss den HDCP-Kopierschutz unterstützen, sonst bleibt der Bildschirm schwarz. Weniger wichtig ist dafür die Grafikleistung. Hier reichen schon Mittelklasse-Modelle basierend auf ATIs Radeon HD 3450 oder Nvidias Geforce 8400 GS. Übrigens muss auch das angeschlossene Ausgabegerät wie z.B. ein Display oder ein Projektor den Kopierschutz unterstützen.

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