06.06.2012, 10:40

Paul Mah

Bildschirm

So schließen Sie mehrere Monitore am Notebook an

Das Tablet eignet sich als Zweitmonitor für das Notebook. ©iStockPhoto/Alex Slobodkin

Wir sagen Ihnen, welche Möglichkeiten Sie haben, um mehrere Monitore an Ihr Notebook anzuschließen. Manche Tipps können Sie sogar unterwegs nutzen.
Wenn Sie an einem Notebook arbeiten, können Sie durchaus auch mehrere Bildschirme nutzen.

Android-Tablets oder iPads

Sie können Ihr Tablet als einen externen Monitor für Ihren PC oder Ihr Mac OS X Notebook verwenden. Hierfür gibt es mehrere Apps, die wir weiter unten vorstellen. Diese Apps installieren einen virtuellen Video-Abspieler auf Ihrem Notebook, der einen Bildschirmausschnitt an Ihr Tablet sendet. Die App auf Ihrem Tablet übersetzt den erhaltenen Datenstrom und optimiert das Bild für Ihren transportablen Tablet-Monitor.
Insgesamt eignen sich diese Apps gut für Büro-Anwendungen oder für das Surfen im Internet, aber keine App behauptet von sich, Videos abspielen zu können. Um Bandbreite zu sparen werden die meisten Nutzer den Schnickschnack bei der Benutzeroberfläche ausschalten. Bei Windows wäre es beispielsweise die Aero-Oberfläche.

Verbindung zwischen Tablet und Notebook via App und WLAN

Die Hardware-Einschränkungen des iPads bedeuten, dass die Verbindung zwischen dem iPad und dem Computer über WLAN stattfinden muss. Die iDisplay App für Android-Tablets unterstützt seit kurzem eine direkte USB-Verbindung (damit können Sie das Tablet als Notebook-Monitor nutzen, wenn keine WLAN-Verbindung zur Verfügung steht). Für Windows gibt es zudem kostenlose Programme wie Connectify, die Sie einfach auf einem Windows 7-Notebook installieren können, um aus Ihrem Notebook einen Hotspot zu machen. Somit können Sie Ihr Tablet überall mit dem Notebook verbinden.
Apps, die Ihr iPad in einen externen Monitor für Ihren Windows-Rechner umwandeln sind beispielsweise DisplayLink und MaxiVista. Mit Air Display und DisplayPad können Sie das Apple iPad mit Ihrem Mac-Notebook verbinden. Mit iDisplay hingegen können Sie Ihr Android-Tablet entweder bei einem Windows-Notebook oder bei einem Macbook als externen Monitor verwenden. ScreenSlider macht aus Ihrem Android zwar auch einen externen Monitor, aber nur bei einem Windows-Betriebssystem.

Portable USB-Monitore

Professionelle Anwender, die häufig an unterschiedlichen Orten arbeiten müssen, wie Wirtschaftsprüfer und Berater, wissen den Vorteil eines USB-Monitors zu schätzen. Denn diesen können Sie einfach an Ihr Notebook anschließen und wesentlich effizienter arbeiten. Dies wird über die DisplayLink-Technologie ermöglicht, die die Videodaten komprimiert, über das USB-Kabel überträgt und am Computer wieder entpackt. Hierfür ist am Computer ein spezieller Chip notwendig, der auch von dem Unternehmen hergestellt wird.
Indem der DisplayLink-Chip in einen Energie-effizienten LCD-Monitor integriert wird und dadurch, dass die Stromzufuhr für den externen Bildschirm über das USB-Kabel übertragen wird, sind die Monitore wirklich kompakt. Diese passen sogar in die gleiche Tasche, wie das Notebook selbst. Außerdem führen die schnellen Prozessoren in Notebooks und die hohe Bandbreite von USB 2.0 und USB 3.0 dazu, dass Sie kaum einen Unterschied zu normalen Monitoren erkennen. Sie können sogar Videos auf den externen Monitoren ansehen.
Zu den verfügbaren Monitoren gehört Field Monitor Pro. Es ist ein 1,8 kg schwerer Monitor mit einer 15,4 Zoll-Bildschirmdiagonale. Das Lenovo ThinkVision LT1421 USB Monitor ist nur 0,87 kg schwer und bezieht seinen Energiebedarf allein über den USB-Anschluss. Da ältere Notebooks möglicherweise nicht genug Strom über einen USB-Anschluss zur Verfügung stellen können, sind das ThinkVision und andere Modelle häufig mit zwei zusammengehörenden USB-Kabeln ausgestattet. Somit wird dieses Problem umgangen und Sie können sogar mehrere Monitore an einem Notebook verwenden.

The Matrox Graphic eXpansion Module

Wenn Sie nichts Portables brauchen, aber ein Notebook an Ihrem Arbeitsplatz verwenden, dann werden Sie das Gerät von Matrox Graphics zu schätzen wissen. Die Technik arbeitet mit einem kleinen GXM-Gerät, das an den Monitoranschluss des Notebooks angeschlossen wird. Hier gibt es sich als Monitor mit einer außerordentlich hohen Auflösung aus. Je nachdem, ob Sie sich für den DualHead2Go DisplayPort- oder TripleHead2Go Display Port-Adapter entscheiden, wird die hohe Auflösung des GXM auf zwei oder drei Monitore aufgeteilt. Die externen Monitore werden selbst über die Videoanschlüssen des GXM angeschlossen.
Der Vorteil dieser Technik für die Verwendung von mehreren Monitoren, besteht darin, dass die Übertragung auf die anderen Monitore im Vergleich zu anderen Mehr-Monitor-Lösungen am flüssigsten verläuft. Sie müssen sich lediglich darum kümmern, dass Ihr Grafik-Treiber mit GXM richtig funktioniert. Sie müssen Ihr Betriebssystem nicht modifizieren und auch keine anderen Tricks anwenden. Der Nachteil der GXM-Methode besteht darin, dass die zusätzlichen Monitore horizontal angeordnet werden müssen. Sie können diese nicht im Portrait-Modus nutzen.
Genau genommen funktioniert das GXM-Gerät sowohl mit Notebooks als auch mit normalen PCs, aber es bietet einen größeren Vorteil für Notebook-Nutzer. Verständlicherweise funktioniert GXM nur mit einer ausreichend leistungsstarken Grafikkarte. Das Unternehmen hat ein Programm entwickelt, dass herausfinden kann, wie viele Monitore Sie mit welcher Auflösung an Ihren Rechner anschließen können. Die neuesten GXM-Geräte, die von Matrox veröffentlicht wurden, sind die bereits zuvor erwähnten DualHead2Go und TripleHead2Go. Beide unterstützen DisplayPort als Eingang und funktionieren sowohl mit PCs als auch mit Mac Notebooks.
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