06.02.2011, 07:36

Christian Bauer, Benjamin Schischka

Ratgeber Anti-Spyware

So schützen Sie sich vor Spyware

Spyware dokumentiert Ihr Surf-Verhalten, klaut Ihre Passwörter und belästigt Sie mit Werbung – mit unseren Tipps entlarven und entfernen Sie die Spione.
Was ist Spyware?
Das Wort Spyware ist ein Kunstwort aus „spy“, Englisch für Spion, und „ware“ von „Software“ und bezeichnet Programme, die heimlich und ungefragt Daten des Users online verschicken. In diesem Sinne fiel der Begriff das erste Mal Anfang 2000, kurz darauf war Spyware in aller Munde und auf vielen Rechnern installiert. In einer Studie von 2005 waren 61 Prozent der Teilnehmer-Rechner verseucht; 91 Prozent gaben an, die betroffenen Programme nicht wissentlich installiert zu haben (Quelle: AOL, National Cyber-Security Alliance).
Warum Spyware für Kriminelle lukrativ ist
Spyware sammelt meist Daten über das Surfverhalten des PC-Nutzers. Für viele Firmen sind diese Daten wertvoll, da sie mit ihnen auf die Interessen des Surfers schließen und gezielt Werbung einblenden können. Für Kriminelle sehr lukrativ ist die Spyware-Untergruppe der Keylogger: Das Tool protokolliert Ihre Tastatur-Eingaben – etwa beim Eintippen Ihres Online-Banking-Passwortes.
Diesen Schaden richtet Spyware an
Spyware nistet sich auf der Festplatte ein, oft versteckt, und startet, sobald Sie den PC anschalten. Je nach Programmierung sammelt der Spion diverse Daten; klassische Spyware etwa dokumentiert Ihr Surfverhalten und sendet es über das Internet an den Hersteller oder direkt an Dritte. Adware bombardiert Sie mit Werbung und wertet dazu Ihre Interessen aus. Keylogger klauen Anmeldedaten plus Passwort, um dem Hersteller Ihren Zugang zu Online-Banking, Ebay oder anderen Diensten zu verschaffen.
So kommt Spyware auf Ihren Rechner
Anders als Viren verbreitet sich Spyware nicht selbst. Die Schnüffeltools hängen sich beispielsweise an Freeware; prominentes Beispiel ist das Filesharing-Tool Kazaa: Gleich mehrere Spyware-Parasiten sammeln Daten über den Nutzer. Anders verfahren sogenannte Rogue-Spyware-Tools: Sie warnen den Nutzer vor einer nicht existenten Infektion und bieten sich als Lösch-Software an. In Wirklichkeit installiert der User genau die Spyware, vor der er sich schützen wollte.
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