Mobile Sicherheit

5 kostenlose Android Sicherheits-Apps im Vergleich

Mittwoch den 25.04.2012 um 09:45 Uhr

von Eric Geier

5 kostenlose Android-Sicherheits-Apps – So bleibt Ihr Smartphone sicher
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Auch wenn viele Sicherheits-Unternehmen die Viren-Gefahr für Android übertreiben dürften, sinnvoll ist eine Sicherheits-App für Android schon. Wir stellen fünf Gratis-Sicherheits-Apps für Android vor.
Android ist mit seinem offenen System ein lohnendes Ziel für Malware-Programmierer und Cyber-Kriminelle. Auch wenn die Furcht erregenden Darstellungen der Hersteller von Virenscannern für Android übertrieben sein sollten, so sollten Sie Ihr Android-Gerät trotzdem schützen.

Laut dem Bericht von Trend Micro (PDF) stieg die Zahl der Malware für Android im Jahr 2011 signifikant an. NQ Mobile zufolge soll sich die Anzahl der Malware-Fälle von 4.781 im Jahr 2009 über 10.369 Fälle im Jahr 2010 auf 22.600 im Jahr 2011 erhöht haben. Und laut Lookout stieg die Wahrscheinlichkeit für einen US-Amerikaner auf Android-Malware zu stoßen von 1% zum Anfang 2011 auf 4% Ende 2011.


Diese Zahlen sind allerdings durchaus umstritten. Ende Januar hat beispielsweise Symantec behauptet , dass 13 Apps im Android Markt Malware enthielten. Andere Sicherheits-App-Verkäufer hatten dieser Einstufung als Malware aber widersprochen. Symantec hat später zurück gerudert und zugegeben, dass der Code, den Norton für Malware gehalten hatte in Wahrheit von einem aggressiven Werbe-Netzwerk stammte.

In der Zwischenzeit hat Google berichtet, dass die Anzahl von potentiell Malware beinhaltenden Apps im Android Markt/Google Play von der ersten Jahreshälfte 2011 auf die zweite um 40 Prozent gesenkt wurde. (Natürlich bezieht sich Google nur auf den offiziellen Android Markt, während sich die Sicherheits-App-Verkäufer auch auf die anderen App-Märkte und Webseiten beziehen).

Zusätzlich hat Google einen internen Malware-Scanner namens Bouncer eingeführt , der die Apps in Android Play scannen soll. Und falls Bouncer ein bösartiges Programm entgehen sollte, kann Google diese App immer noch manuell aus dem Markt entfernen und sogar aus der Ferne auf den Smartphones löschen.

Android Malware in der Wildnis

All diese unterschiedlichen Statistiken und Gegen-Messungen bedeuten nicht, dass es keine schädliche Software gibt.

Beispielsweise hat Lookout im Frühling 2011eine Trojaner-App namens GGTracker entdeckt, die über infizierte Webseiten vertrieben wurde, die den Android Markt gespiegelt haben. Nachdem das Programm heruntergeladen wurde, meldete es das Opfer bei einem Premium-SMS-Abonnement-Dienst an, ohne den Nutzer zu fragen. Die Rechnung hierfür hat der Kunde dann am Ende des Monats bei seinem Mobilfunk-Anbieter begleichen müssen. Und der DroidDream-Trojaner, der im März 2011 entdeckt wurde, war in mehr als 50 Apps von Google Play implementiert. Er konnte Root-Zugriff auf dem Android-Gerät erhalten, Daten stehlen und weitere infizierte Apps installieren.

Diese fünf kostenlosen Anti-Malware-Apps schützen Android-Geräte

Avast Free Mobile Security, AVG Mobilation Anti-Virus Free, Lookout Mobile Security, Norton Mobile Security Lite und NQ Mobile Security.Wir haben jede dieser Apps auf Funktionsumfang und Bedienoberfläche untersucht. Die meisten App-Hersteller bieten auch eine kostenpflichtige Version an, die umfangreicher ist. Immer wenn eine solche Version verfügbar ist, haben wir diese mit vorgestellt. Und viele dieser Apps, egal ob nun kostenlos oder kostenpflichtig, scannen Ihr Android-Gerät nicht nur nach Malware und bieten hiergegen präventive Maßnahmen, sondern enthalten auch Anti-Diebstahl-Funktionen. Beispielsweise können Sie einen Alarm aus der Ferne starten, damit jemand auf den Dieb aufmerksam wird oder Sie können Ihr Android per Fernzugriff sperren und löschen.

Mit diesen Tipps reduzieren Sie die Malware-Gefahr für Ihr Android-Gerät:

* Nutzen Sie den offiziellen Android Markt statt alternative App Stores oder Webseiten. Diese Empfehlung gilt insbesondere, weil Bouncer verwendet wird, um die Malware-Programme in Google Play/Android Market aufzuspüren. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dass Sie nur Apps aus dem Android Markt installieren, dann können Sie die Möglichkeit Apps von unbekannten Quellen zu installieren, deaktivieren. Hierfür gehen Sie auf Ihrem Android-Gerät zu Einstellungen und anschließend zum Sicherheits-Menü (in Android 4.0 oder neuer) oder in das Anwendungen-Menü, wenn Sie eine ältere Android-Version installiert haben.

* Informieren Sie sich über die App, die Sie installieren wollen. Überprüfen Sie den Publisher und begutachten Sie die App-Bewertungen.

* Achten Sie darauf, welche Zugriffe die App mit der Installation erhalten will. Wenn Ihnen irgendein Zugriff suspekt vorkommt, dann überprüfen Sie die Market-Informationen zu dem Produkt oder die Entwickler-Webseite. Hier sollten Sie im besten Fall eine Erklärung für diese seltsame Erlaubnis-Anfrage finden.

* Installieren Sie eine Antiviren/Sicherheits-App.

* Achten Sie auf Phishing-Versuche und Malware, die über den Web-Browser oder über SMS-Nachrichten verteilt werden.

* Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Ihr Gerät rooten und achten Sie auf die Superuser-Nachrichten, die angezeigt werden, wenn eine App nach Root-Rechten fragt. Durch das Rooten können Sie ein paar sehr starke Apps ausführen und sogar erweiterte Sicherheitsfunktionen verwenden, aber gleichzeitig erhöht es den Schaden, den mögliche Infektionen einrichten können.

* Um Ihr Android gegen lokale Attacken, wie dem Diebstahl ihres Gerätes oder der Datenspionage, zu schützen, sollten Sie Ihren Bildschirm richtig sperren. Oder Sie nutzen die Gesichtssperrfunktion von Ice Cream Sandwich .

* Zu guter Letzt können Sie Ihren Mobilfunkanbieter fragen, ob es möglich ist die Premium-SMS-Abonnements komplett zu sperren. Damit können schädliche Apps keine ungewollten Nachrichten mehr versenden, für die Sie am Ende des Monats zahlen müssten.

Mittwoch den 25.04.2012 um 09:45 Uhr

von Eric Geier

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (1)
  • eli148 09:56 | 25.04.2012

    Android Sicherheits-Apps im Vergleich

    Das Sicherste ist, nur wenige Apps zu laden, und oft neu zu installieren.

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