Radikale Integration

Unified Communication - was hat man wirklich davon?

Dienstag, 20.01.2009 | 10:01 von Edith Horton
Unified Communication (UC) bringt alle möglichen Kommunikationskanäle wie Telefonie, E-Mail, Mobilfunk oder Instant Messaging zusammen. Was rein technisch wie eine coole Idee klingt, ist Teil einer Strategie, um Erreichbarkeit und Produktivität dramatisch zu steigern.

Die Anforderungen an Arbeitsabläufe haben sich in den letzten 20 Jahren grundlegend geändert. Besonders die kleinen und mittelständischen Unternehmen spüren zunehmend den Druck durch die Globalisierung der Märkte. Vor einigen Jahrzehnten noch galt das Umstellen von Briefpost auf Telefax als ein Meilenstein der Interaktion von Unternehmen und Mitarbeitern. Auch reichte es völlig aus, wenn auf eine Anfrage erst nach ein paar Tagen geantwortet wurde.

Heutzutage wird jedoch eine schnelle und unmittelbare Antwort auf Telefonanrufe oder E-Mails erwartet. Der wirtschaftliche Druck nimmt zu und so auch die – auf Arbeitsteilung ausgerichtete – Leistungskette in den Unternehmen. Auch in vielen mittelständischen Betrieben ist es daher keine Seltenheit, dass Entwicklung, Produktion und Logistik an unterschiedlichen Standorten organisiert sind. Regelmäßig kommt es dabei zu Verzögerungen, weil Mitarbeiter nicht oder nur schwer erreichbar sind. Prozesse müssen jedoch ohne Reibungsverluste umgesetzt werden. Eine nahtlose Integration der Kommunikation ist also zwingend notwendig.

Etliche Unternehmen in Deutschland bieten hierzu Produkte unter dem Schlagwort Unified Communications (UC) an. Sie sollen die Kommunikation und Interaktion verbessern. Dem Anwender werden somit Lösungen bereit gestellt, mit denen er die gesamte Kommunikation, unabhängig vom Endgerät und unabhängig vom Ort, effizient gestalten können soll.

Was ist UC?

Es kursieren unterschiedliche Definitionen von UC, doch im Kern geht es darum, dass man verschiedene Endgeräte in verschiedenen Netzwerken für unterschiedliche Applikationen wie Sprache, Daten, etc. anwenden kann. Branchenkenner wie zum Beispiel der Analyst Dan Bieler vom Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IDC sehen aber in UC in erster Linie ein Konzept als eine Technologie.

Joachim Adolphi, Leiter Geschäftsentwicklung UC bei Cisco sieht das so: "UC ist die Zusammenfassung aller technisch möglichen Kommunikationskanäle wie Video, Telefonie, IM, SMS, Voicemail, E-Mail unter einer Oberfläche, unabhängig von Aufenthaltsort und genutztem Gerät." Dabei ermöglicht UC die umfassende und einheitliche Integration in die Arbeitsabläufe der Unternehmen. Hierdurch verbessert sich die Erreichbarkeit von Ansprechpartnern, da nicht nacheinander verschiedene Kommunikationskanäle ausprobiert werden müssen.

Dienstag, 20.01.2009 | 10:01 von Edith Horton
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