Mehr Leistung

Radeon-Grafikkarte automatisch übertakten mit Catalyst

Samstag den 20.10.2012 um 08:23 Uhr

von Benjamin Schischka & Friedrich Stiemer

Übertakten per Mausklick.
Vergrößern Übertakten per Mausklick.

AMD-eigene Übertakten-Funktion nutzen

Um „AMD Overdrive“ unter "Leistung" nutzen zu können,setzen Sie das Häkchen bei "Graphics Overdrive aktivieren". Übertakten kann zu Anzeigefehlern, Datenverlust und Abstürzen führen, weder AMD noch PC-WELT haften für etwaige Probleme. Um den Leistungszuwachs messen zu können, müssen Sie vor und nach dem Übertakten der Grafikkarte einen Benchmark durchführen – wir empfehlen die Freeware Furmark , die die Grafikkarte mit der Berechnung eines komplexen Fellrings zum Schwitzen bringt. Das Gratis-Tool GPU-Z überwacht Temperatur und Lüfter im Reiter "Sensors" der Grafikkarte während des Vorgangs.

Overclocking - in kleinen Schritten zum Erfolg

Das automatische Übertakten „Auto-Tune“ hat AMD aus der Steuerung geschmissen - jetzt müssen Sie sich selbst an die optimalen Werte herantasten und eigenständig mit den oben genannten Tools auf Stabilität testen. Das Verstellen der Werte ist recht einfach und intuitiv - verschieben Sie die jeweiligen Schieberegler wie gewünscht und klicken Sie rechts unten auf "Übernehmen". Sofort setzt die Steuerung die Einstellungen um. Über den Button "Standardwerte" setzen Sie die Werkseinstellungen zurück.

Die Menüpunkte sind selbstredend und informativ beschriftet, sodass sich auch Laien schnell zurechtfinden. Um Probleme zu vermeiden sollten Sie die Werte nur in kleinen Schritten verstellen - checken Sie im Anschluss stets die neuen Einstellungen in der Praxis mit Furmark und GPU-Z und vergleichen Sie sie mit den Vorabtests. Bei Komplikationen brechen Sie sofort ab und regeln die Schieberegler manuell nach unten, bis der Test reibungslos läuft. Umgekehrt können Sie bei erfolgreichem Benchmark mit den Schiebereglern womöglich noch etwas mehr Leistung aus der Grafikkarte herauskitzeln. Auf der anderen Seite lassen sich die Grafikkarten aber auch untertakten: Wenn Sie nur Surfen oder nur simple Anwendungen ausführen, können Sie die Karte auf niedrigeren Taktraten laufen lassen, um auf diese Weise einige Watt einzusparen.

Noch einfacher funktioniert die Anpassung über den Punkt "Leistungssteuerungseinstellungen". Dort legen Sie fest, bis zu welcher Verlustleistungsgrenze (TDP) die Grafikkarte arbeiten soll. Regeln Sie die Einstellung nach oben, erhöhen Sie die Watt-Zahl und die Karte übertaktet sich bis zu dieser Grenze. Andersherum lässt sich der TDP auch senken, um energieeffizienter zu arbeiten.

Übertakten einer AMD Radeon-Grafikkarte in der PC-WELT Redaktion

Wir selbst haben natürlich auch selbst Hand angelegt und nehmen eine AMD Radeon HD 7870 zum Über- und Untertakten her. Wie Sie in folgender Tabelle sehen können, ist in der Praxis der Unterschied schon deutlich zu sehen. Wunder dürfen Sie aber nicht erwarten!

Verschiedene Taktraten und der zugehörige Verbrauch im
Vergleich. Die Bildwiederholfrequenz stammt aus der Messung des
Belastungs-Benchmark MSI Kombustor.
Vergrößern Verschiedene Taktraten und der zugehörige Verbrauch im Vergleich. Die Bildwiederholfrequenz stammt aus der Messung des Belastungs-Benchmark MSI Kombustor.

Wenn alles Übertakten nichts mehr hilft und Ihr Lieblingsspiel zur Dia-Show verkommt, sollten Sie über den Kauf einer neuen Grafikkarte nachdenken. Zur Zeit ist die Nvidia Geforce GTX 680 die schnellste Singlecore-Grafikkarte auf dem Markt - und mit 500 Euro auch nicht für jedermann erschwinglich. Die beste Preis-Leistung erhalten Sie mit einer 349 Euro teuren AMD Radeon HD 7870 , die auch aktuelle Spiele ansehnlich und ohne Ruckler darstellt.

Samstag den 20.10.2012 um 08:23 Uhr

von Benjamin Schischka & Friedrich Stiemer

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (2)
  • deoroller 11:59 | 20.07.2011

    Wenn die erforderlichen Treiber installiert sind, geht das, ansonsten wird nur VGA angezeigt.

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  • munniklaus 09:50 | 20.07.2011

    Grafikkarten Modell identifizieren

    Wer mehr über seine Grafikkarte wissen will, soll die Tasten [Windows] + [R] drücken und den Befehl "dxdiag" eingeben. (Tab "Display")

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