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Radarfallen umgehen mit Apps & Navis

18.11.2011 | 11:00 Uhr |

Ihr iPhone oder Android-Smartphone kann Sie vor Radarfallen warnen. PC-WELT stellt die dafür nötigen Radarwarn-Apps vor. Außerdem zeigen wir, wie Radarwarner für klassische Navigationsgeräte funktionieren.

Geschwindigkeits-Kontrollen sind sinnvoll und wichtig, um Unfallschwerpunkte zu entschärfen, notorische Raser zu stoppen und damit Menschenleben zu retten. Doch mitunter dienen die Radarfallen auch einfach nur dazu, die Gemeindekasse zu füllen. Dagegen können sich Autofahrer wehren – mit Radarwarnern. Diese gibt es als Einzelgeräte, als Erweiterungen für ein vorhandenes Stand-Alone-Navigationsgerät und als App für Smartphones. PC-WELT stellt Ihnen die beiden letzteren Varianten vor: Radarwarner für Navigationsgeräte und für Smartphones.

Blitzer-Warnung auf dem Smartphone

Sie nutzen zur Navigation im Auto Ihr Mobiltelefon mit Google Android- oder Apple iOS-Betriebssystem? Beispielsweise ein iPhone mit der TomTom-App oder ein Android-Smartphone mit Google Maps Navigation ? Dann können Sie Ihr Smartphone ganz leicht um Radarwarner nachrüsten.

Auf Smartphones lassen sich die Radarwarner-Apps in zwei Gruppen einteilen. Zum einen gibt es eigenständige Apps, die meist im Hintergrund laufen und nur bei einer Warnung in den Vordergrund treten. Zum anderen gibt es direkt ins vorhandene Navigationsprogramm integrierte Warnfunktionen.

Radarwarn-App Blitzer.de

Der Radarwarner von Blitzer.de ist übersichtlich gestaltet und warnt sowohl akustisch als auch optisch bei Annäherung an ein Geschwindigkeitsmessgerät.
Vergrößern Der Radarwarner von Blitzer.de ist übersichtlich gestaltet und warnt sowohl akustisch als auch optisch bei Annäherung an ein Geschwindigkeitsmessgerät.

Ein Vertreter der eigenständigen Radarwarner ist die Blitzer.de-App. In den Marktplätzen gibt es die App für Android , Windows Phone 7 und Apples iOS   zum kostenlosen Download. Hinter dieser App steht die Firma Eifrig Media, welche auch die SpeedLimit Software für PNDs herstellt. Beide Tools greifen somit auf die Speed Camera Data Base zu.

Der Radarwarner ist übersichtlich gestaltet und warnt sowohl akustisch als auch optisch bei Annäherung an ein Geschwindigkeitsmessgerät. Über die Einstellungen in der App kann der Benutzer festlegen, ob vor mobilen, festen oder allen Blitzern gewarnt wird. 

Blitzerwarnungen werden automatisch aktualisiert

Bei aktiver Onlineverbindung werden aktuelle Blitzermeldungen alle fünf Minuten automatisch aktualisiert. Dadurch sollten sich die nervigen Fehlalarme reduzieren. Im Test hielt sich der Vorteil der Online-Aktualisierung aber in Grenzen. Die Warnungen vor stationären Blitzern funktionierte dagegen zuverlässig. Weitere Beispiel für Radarwarn-Apps für Android sind Radardroid Lite (von der auch eine kostenpflichtige Variante erhältlich ist) und Trapster.

Apps, die vor Radarfallen warnen

Häufige Fehlalarme

Ein ähnliches Bild wie bei Blitzer.de zeigte sich bei einem weiteren Vertreter für iPhones. POI-Warner Pro warnte zuverlässig vor stationären Blitzern, belästigte allerdings mit zu vielen Fehlalarmen vor mobilen Blitzern. Als Datenbasis dient hier die vom PND bekannte POIbase Community.

ür die iPhone Variante der TomTom-Navigation gibt es die Möglichkeit, direkt aus der TomTom-App heraus ein kostenpflichtiges Abo für die Warnung vor Radarkameras dazu zu kaufen.
Vergrößern ür die iPhone Variante der TomTom-Navigation gibt es die Möglichkeit, direkt aus der TomTom-App heraus ein kostenpflichtiges Abo für die Warnung vor Radarkameras dazu zu kaufen.

Für die iPhone Variante der TomTom-Navigation gibt es die Möglichkeit, direkt aus der TomTom-App heraus ein kostenpflichtiges Abo für die Warnung vor Radarkameras dazu zu kaufen (ein so genannter In-App-Kauf). Ein Monat kostet dort aber stolze 4,99 Euro, für ein ganzes Jahr bekommt man die Radarwarnungen für 29,99 Euro. Obwohl es sich hier auch um online aktualisierte Daten handelt ist die Fehlerquote bei den mobilen Blitzern im Test eindeutig zu hoch gewesen. Die im Hintergrund laufende Blitzer.de App lieferte vergleichbare Ergebnisse ohne Abokosten. Häufige Fehlalarme sind übrigens nicht nur auf die TomTom-App beschränkt, sondern treten auch bei der Radarwarn-Funktion bei Stand-Alone-Navis wie dem TomTom Go Live Europe 1005 auf .

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