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RIAA reibt sich die Hände: Tauschbörse Madster geschlossen

05.09.2002 | 16:38 Uhr |

Der US-Richter Marvin Aspen hat der Musiktauschbörse Madster (vormals Aimster) in einer einstweiligen Verfügung für mehrere Tage den Betrieb untersagt. Als Grund nannte er massive Copyright-Verstöße. Damit hat der Verband der US-Musikindustrie RIAA einen weiteren Erfolg errungen.

Der US-Richter Marvin Aspen hat der Musiktauschbörse Madster (vormals Aimster) in einer einstweiligen Verfügung für mehrere Tage den Betrieb untersagt, wie unsere Schwesterpublikation Tecchannel berichtet. Als Grund nannte er massive Copyright-Verstöße.

Damit hat der Verband der US-Musikindustrie RIAA einen weiteren Erfolg errungen. Entsprechend erfreut zeigte sich RIAA-Chefin Hilary Rosen: "Dieses eindeutige Urteil zeigt, dass niemand die Erlaubnis hat, ein Geschäftsmodell auf Basis der Musik fremder Leute aufzubauen." Sollte sich in einer Frist von fünf Tagen nicht klären, wie diese Copyright-Verstöße beendet werden können, dürfte der Richter Madster komplett dicht machen.

Die Musik-Tauschbörse war ursprünglich unter dem Namen Aimster bekannt, musste sich aber nach einem gegen AOL verlorenen Rechtsstreit umbenennen. Große Auswirkungen hat die jetzige Niederlage gegen die RIAA für die Madster-Nutzer allerdings nicht, da die Betreiber bereits im März Gläubigerschutz für ihren Dienst beantragt hatten. Die meisten Nutzer sind daher bereits zu anderen Plattformen wie Kazaa oder Morpheus gewechselt.

Richter lehnt Kauf von Napster durch Bertelsmann ab (PC-WELT Online, 04.09.2002)

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