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RIAA einigt sich außergerichtlich mit 64 P2P-Nutzern

30.09.2003 | 15:11 Uhr |

Die Klagefreudigkeit der Musikindustrievereinigung RIAA trägt offenbar erste Früchte. Medienberichten zufolge hat sich die Organisation außergerichtlich mit 64 P2P-Nutzern geeinigt.

Die Klagefreudigkeit der Musikindustrievereinigung RIAA trägt offenbar erste Früchte. Die Organisation hat sich außergerichtlich mit 64 P2P-Nutzern geeinigt. Dies berichtet das " Wall Street Journal ".

Von bislang 261 wegen illegaler Tauschbörsennutzung verklagten Anwendern haben 52 einer außergerichtlichen Einigung zugestimmt, weitere zwölf Personen stimmten einer solchen Einigung ebenfalls zu, obwohl sie noch nicht gerichtlich verfolgt wurden. Angaben der RIAA zufolge wurden nur diejenigen Nutzer verklagt, die im Schnitt mehr als 1000 Titel über das Internet getauscht haben.

Zudem haben nach Angaben der Zeitung 838 Personen schriftlich erklärt, das "Amnestie"-Angebot der RIAA nutzen zu wollen. Demnach sollen Anwender, die diesem Angebot zustimmen, nicht gerichtlich verfolgt werden, wenn sie zusichern, illegal heruntergeladene Dateien zu löschen und Tauschbörsen künftig nicht mehr für illegale Zwecke zu nutzen ( wir berichteten ).

"Wir sind von den bisher erhaltenen Antworten ermutigt", so die RIAA. Über die finanziellen Details der außergerichtlichen Einigungen gab RIAA-Sprecherin Amanda Collins keine Auskünfte, Industrievertreter gehen allerdings von Summen zwischen 1500 und 7500 Dollar aus.

Kazaa verklagt RIAA wegen Urheberrechtsverletzung (PC-WELT Online, 29.09.2003)

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