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RIAA-Klagewelle gegen User: Schuss könnte nach hinten losgehen

30.06.2003 | 14:59 Uhr |

Die von der Recording Industry Association of America (RIAA) angekündigte Klagewelle gegen die Nutzer von Tauschbörsen könnte als Schuss nach hinten losgehen. Davor warnen jedenfalls einige US-Experten und weisen darauf hin, dass viele der durch die Film- und Musikindustrie verklagten Anwender eventuell allzu rührselige Geschichten zu erzählen hätten, die vor Gericht dazu führen könnten, dass vom eigentlichen Sachverhalt abgelenkt würde.

Die von der Recording Industry Association of America ( RIAA ) angekündigte Klagewelle (wir berichteten) gegen die Nutzer von Tauschbörsen könnte als Schuss nach hinten losgehen. Davor warnen jedenfalls einige US-Experten und weisen darauf hin, dass viele der durch die Film- und Musikindustrie verklagten Anwender eventuell allzu rührselige Geschichten zu erzählen hätten, die vor Gericht dazu führen könnten, dass vom eigentlichen Sachverhalt abgelenkt würde.

"Ich könnte mir vorstellen, dass viele Familien auf ihren ökonomischen Ruin hinweisen werden, der durch die juristische Auseinandersetzung entstanden sei. Oder Familien, die darauf hinweisen, dass die Uni-Gebühren für Sohn Tommy nun für die Rechtsanwaltskosten von Sohn Rock verwendet werden müssen", so Philip Corwin, der auch als Lobbyist für die Kazaa-Anbieter tätig ist.

Letztendlich geht es aber auch darum, dass die RIAA sicherstellen muss, dass auch wirklich die Schuldigen vor Gericht gestellt werden. Sobald es zu einigen fälschlichen Anklagen käme, stünde die RIAA im Regen und könnte den Druck der Öffentlichkeit zu spüren bekommen.

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