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Smartphone-Apps testen im Wind Tunnel

18.01.2016 | 15:30 Uhr |

Jeder Anbieter von Apps will hochwertige Produkte auf den Markt bringen, doch Fehler sind möglich. Sie werden aber meist von den falschen Personen entdeckt: den Nutzern. Qualitäts-Tests für Apps sind kompliziert, aber sinnvoll und nicht unmöglich.

Vergleicht man die Interaktion zwischen Kunden und Marken vor fünf Jahren mit der von heute, wird schnell klar, wie stark die Bedeutung mobiler Geräte seither zugenommen hat.

Man muss sich nur vor Augen führen, wie sich das eigene Verhalten bei der Kontaktaufnahme mit Fluglinien, Banken und der Lieblingskleidermarke in den letzten fünf Jahren verändert hat. Mobile Kommunikationsplattformen wie Tablets und Smartphones sind in diesem Zusammenhang aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Viele Kunden interagieren inzwischen bereits vorrangig über mobile Internetnutzung mit Marken. Aber mit den vielfältigen Möglichkeiten, die diese Form der Kontaktaufnahme bietet, steigt auch die Verpflichtung, sich den steigenden Erwartungen der Kunden zu stellen.

Auch wenn mobile Apps sich im digitalen Leben bereits etabliert haben, beschränkt sich der Umgang mit ihnen nicht darauf, kleine Quadrate auf unserem Smartphone anzutippen. Nutzer interagieren mit Marken auch weiterhin über klassische Internetbrowser auf PCs, Tablets und Smartphones während sie gleichzeitig neue Technologien wie solche für Internet of Things oder Wearables für sich entdecken.

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Die Gesamtheit der Interaktionen von Nutzern mit Marken wird als „Digitale Erfahrung“ bezeichnet. Die Qualität dieser Interaktionen und die sich daraus ableitende Zufriedenheit der Anwender sind unmittelbar mit dem Unternehmenserfolg verknüpft.

Trotz dieses Zusammenhangs und der Anforderung, hochwertige Apps zu entwickeln und regelmäßig zu aktualisieren, ist es nach wie vor überraschend, wie oft Fehler immer noch von den völlig falschen Personen aufgedeckt werden: von den Nutzern.

Eine Studie namens „ Why Mobile Apps Fail “ hat aufgedeckt, dass 44 Prozent aller Fehler bei Apps von den Nutzern gefunden werden. Die laut der Studie am häufigsten gemeldeten Schwierigkeiten betreffen das User Interface und die Leistung von Apps. Das macht deutlich, wie wichtig eine gründliche Teststrategie für das gesamte Unternehmen ist - vom Entwickler bis hin zum Marketingexperten. Auch wenn es einfach ist, die Schuld an einem Imageschaden durch Beschwerden der Nutzer dem Qualitätssicherungsteam zu geben: Fakt ist, dass Tests für mobile Anwendungen kompliziert sind.

Testteams sehen sich unter anderem mit den folgenden Herausforderungen konfrontiert:

  • Mobile Szenarien sind unvorhersehbar

  • Nutzer wechseln häufig den Ort und wechseln häufig zwischen WiFi und mobilem Internet

  • Ressourcen von Mobiltelefonen und Tablets konkurrieren im Hintergrund

  • Anrufe, Nachrichten und Benachrichtigungen erzeugen Unterbrechungen

  • Akku-Kapazität, CPU und Arbeitsspeicher sind häufig ausgelastet

Nicht nur unvorhersehbare mobile Umgebungen erschweren Tests. In vielen Unternehmen fehlen Entwicklern und Testteams auch die Ressourcen, um Apps und Websites unter realen Bedingungen, die Nutzer jeden Tag erfahren, zu testen.

Ein Test-Tool muss die folgenden Eigenschaften erfüllen:

  • Die Verbesserung der Qualität und Vereinfachung des Testprozesses, indem Szenarien für Nutzerbedingungen in automatisierten Tests ergänzt werden können

  • Automatisierte Tests in einem “Reinraum”, in dem Teams jede Nacht Tests nachbilden können und Probleme frühzeitig erkennen und untersuchen können

  • Technik- und Geschäftsteams werden immer auf dem gleichen Stand gehalten

Der letzte Punkt betrifft zwar weniger die Tests selbst als die damit verbundenen Prozesse, ist aber dennoch nicht zu unterschätzen. Eine der größten Herausforderungen für Unternehmen ist es, herauszufinden, welche Art von Test spezifische Unternehmensanforderungen am besten unterstützt.

Wichtig sind Tests unter realen Bedingungen

Tests unter tatsächlichen Nutzerbedingungen sind der beste Weg, um die App-Qualität sicherzustellen. Aber sie erfüllen noch eine weitere wichtige Funktion: Die technische Arbeit und die Geschäftsanforderungen eines Unternehmens können miteinander verbunden werden.

Viele Unternehmen nutzen sogenannte Personas, also Nutzermodelle, die Merkmale der Zielgruppen charakterisieren. Die Charakteristiken und Einkaufsgewohnheiten seiner unterschiedlichen Kundentypen zu kennen, ist dabei ausschlaggebend. Mangelnder Wissensaustausch über Personas zwischen Technik- und Geschäftsteams kann zu Missverständnissen und unterschiedlichen Erwartungen führen.

Geschäftsteams verfolgen das Ziel, mit Personas die Ansprache der richtigen Personen zu optimieren, um den Umsatz zu erhöhen.

Entwickler- und Testergruppen sind eher darauf fokussiert, gute Codes für eine gute Nutzererfahrung zu schreiben.

Allerdings verschmelzen diese Ziele immer stärker, und technische Ziele sowie Geschäftsziele werden klarer, wenn die Personas direkt im Testprozess berücksichtigt werden.

Dieses Konzept steckt hinter Wind Tunnel™ , einer neuen Lösung, die auf unserem existierenden Cloud-basierten Continuous Quality Lab aufbaut.

Wind Tunnel erlaubt es Testteams, auf Personas zuzugreifen und Leistungstests bei mehreren Personas in unterschiedlichen Gebieten, auf verschiedenen Geräten und Betriebssystemen unter realen Bedingungen durchzuführen. Dazu gehören beispielsweise Antworten während Spitzenlastzeiten und Veränderungen der Netzwerkqualität.

Wind Tunnel bietet sowohl vordefinierte Personas, die festlegen, welche Nutzerbedingungen getestet werden müssen, als auch die Möglichkeit, Personas individuell zu konfigurieren. Durch dieses System, in dem tatsächliche Bedingungen basierend auf Personas getestet werden, verwirklicht Wind Tunnel das Konzept, dass Technik- und Geschäftsteams immer auf dem gleichen Stand sein können.

Die digitale Transformation wird weiter anhalten und das obere Management wird Entwickler- sowie Qualitätssicherungsteams einbeziehen, um den Umsatz zu erhöhen, während Marketingexperten gut funktionierende Apps benötigen, um die Marke aufzuwerten.

Qualität ist immer entscheidend.

Ohne klare Kommunikation und gezielte Tests ist eine hochwertige digitale Erfahrung jedoch kaum möglich.

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