24.03.2011, 11:52

Heinz Fritz

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Qualität Nummer 1: Große ZieleQualität Nummer 2: Verantwortung

Die großen Führungspersönlichkeiten der Vergangenheit haben große Ziele verfolgt, an denen sie ohne Wenn und Aber festgehalten haben, für die sie gekämpft haben und bei denen sie sicher waren, sie zu erreichen. Hierbei ist das Attribut "groß" relativ zu sehen. Als Führungskraft eines Unternehmens müssen die angestrebten Ziele nicht aus dem Erreichen der Weltherrschaft oder der Top-Marktposition bestehen. Irreale Ziele können äußerst demotivierend wirken. Es geht darum, Ziele zu wählen, die zu Expansion führen und das eigene Team voranbringen.
Ein weiterer Faktor, der in der Vergangenheit oft übersehen wurde, ist, dass Ziele konstruktiv sein sollten. Eine Führungspersönlichkeit, die "über Leichen geht", um ihre Ziele zu erreichen, wird auf Dauer nicht wirklich erfolgreich.
Der Begriff der Verantwortung wird heutzutage zu oft mit Schuld gleichgesetzt oder damit, dass man seine Konsequenzen zieht und von einer Führungsposition zurücktritt. Dabei umfasst Verantwortung aber weitaus mehr. Sie bedeutet, dass man fähig ist, Entscheidungen zu treffen, Probleme zu bewältigen, Situationen zu lösen und Hindernisse zu überwinden. Eine Führungskraft, die für ihren Aufgabenbereich Verantwortung übernimmt, schafft Ordnung und sorgt dafür, dass die Dinge richtig laufen.
Hier haben wir das große Dilemma mit der heutigen Politik. Viele Politiker sind nicht bereit, Verantwortung zu übernehmen, und können daher keine klaren Entscheidungen treffen. Zweifel, Unsicherheit und Verängstigung führen dazu, dass Entscheidungen vertagt und faule Kompromisse ausgehandelt werden.
Eine Führungskraft, die Verantwortung übernehmen kann, ist gleichfalls bereit, einen Teil davon zu delegieren und ihre Mitarbeiter dazu zu bringen, ihrerseits Verantwortung für ihre jeweiligen Bereiche zu übernehmen. Dabei ist ihr bewusst, dass Verantwortung eine individuelle Angelegenheit ist und man sie niemals einer Gruppe als Ganzer, sondern nur einzelnen Mitgliedern der Gruppe übertragen kann.
Sie agiert - und das ist ein weiterer Aspekt von Verantwortung - im Interesse aller Beteiligten. Wenn sie ein Unternehmen auf Erfolgskurs bringt, achtet sie darauf, dass sowohl das Unternehmen selbst als auch die Mitarbeiter gewinnen. Unternehmenserfolg auf Kosten der Mitarbeiter mag leichter zu erreichen sein, zeugt aber nicht von Verantwortung und wirkt sich auf lange Sicht negativ für das Unternehmen aus.
Beim Faktor Verantwortung unterscheiden sich die wenigen Führungspersönlichkeiten in unserer Gesellschaft generell von all jenen, die bei ihrer Arbeit lieber Anweisungen entgegennehmen und in untergeordneten Positionen arbeiten.
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