Windows-Tuning

Prozessor optimal nutzen und Registry-Hack

Mittwoch den 28.03.2012 um 08:35 Uhr

von Christian Remse / cs

Das Nutzen mehrere Kerne beschleunigt den
Bootvorgang.
Vergrößern Das Nutzen mehrere Kerne beschleunigt den Bootvorgang.

Während Windows 7 prinzipiell in der Lage ist, Mehrfachkernprozessoren anzusprechen, nutzt das Microsoft-Betriebssystem beim Bootvorgang jedoch nur einen Kern. Wir zeigen Ihnen, wie Sie beim System-Start von Windows 7 die Leistung eines Mehrfachkernprozessors optimal nutzen.

Taktet im Inneren Ihres Rechners ein Dual-Core-Prozessor (zu Deutsch: Zweikern-Prozessor) beziehungsweise Quad-Core-Prozessor (zu Deutsch: Vierkern-Prozessor), ist der jeweilige Mehrfachkernprozessor in der Lage, den Windows-Bootvorgang zu beschleunigen. Doch dafür müssen Sie zuerst die passende Einstellung im System vornehmen – so geht’s:

Klicken Sie auf „Start“ und danach auf „Alle Programme“ . Wählen Sie anschließend im Ordner „Zubehör“ die Option „Ausführen“ . Tippen Sie „msconfig“ in die Kommandozeile, öffnet sich die Systemkonfiguration. Wechseln Sie auf den Reiter „Start“ und klicken Sie auf die Schaltfläche „Erweiterte Optionen...“ . Setzten Sie im sich anschließend öffnenden Dialogfenster ein Kontrollhäkchen neben der Option „Prozessoranzahl“ und wählen im Drop-down-Menü die Zahl der zu Verfügung stehenden Kerne aus – „2“ für einen Dual-Core-Prozessor; „4“ für eine Quad-Core-Prozessor.

Nachdem Sie per Mausklick auf „OK“ , „Übernehmen“ und abermals „OK“ die Änderung bestätigt haben, fordert Sie Windows auf einen Neustart durchzuführen. Folgen Sie dieser Aufforderung, startet Windows schneller, da es künftig nicht mehr nur einen, sondern alle zur Verfügung stehenden Prozessorkerne für den Bootvorgang nutzt. Je nach Hard- und Software-Konfiguration sind bis zu 20 Prozent an kürzeren Bootzeiten möglich. Wie schnell Windows letztendlich auf Ihrem Rechner hochfährt, können Sie mithilfe des kostenlosen Tools BootTimer  überprüfen.


Schritt 3: Registry-Hack zündet Turbo beim Booten

Superfetch-Wert „3“ beschleunigt gleichzeitig den Start
von Windows und häufig verwendeten Anwendungen
Vergrößern Superfetch-Wert „3“ beschleunigt gleichzeitig den Start von Windows und häufig verwendeten Anwendungen

Die Speicherverwaltung Superfetch – unter Windows XP als Prefetch bekannt – beschleunigt den Bootvorgang von Windows, indem es notwendige Informationen für den schnellen Abruf in den Arbeitsspeicher packt. Wir zeigen Ihnen wie Sie diese Funktion nutzen.

Klicken Sie zuerst auf „Start“ und danach auf „Alle Programme“ . Wählen Sie anschließend im Ordner „Zubehör“ die Option „Ausführen“ . Tippen Sie „regedit“ in die Kommandozeile, öffnet sich die Registry (zu Deutsch: Windows-Registrierungs- datenbank). Rufen Sie anschließend folgenden Schlüssel auf:

"HKEY_LOCAL_MACHINE/ SYSTEM/ CurrentControlSet/ Control/ Session Manager/ Memory Management/ PrefetchParameters“

Dort ändern Sie im rechten Fenster den "DWORD-Wert" des Eintrags „EnableSuperFetch“ auf „2“ – achten Sie darauf, dass die Basis auf Hexadezimal gestellt ist. Bestätigen Sie per Mausklick auf die Schaltfläche „OK“ , fährt Windows künftig schneller hoch.


Hinweis: Geben Sie anstatt des Werts „2“ den Wert „1“ an, beschleunigt Windows lediglich den Start von Anwendungen. Der Wert „3“ beschleunigt beides, den Start von Anwendungen sowie den Windows-Bootvorgang.



 

Mittwoch den 28.03.2012 um 08:35 Uhr

von Christian Remse / cs

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