Werbeblocker filtern Werbebanner aus Internet-Seiten aus. Dadurch muss Ihr Browser weniger Daten empfangen und lädt die Seiten schneller. Die Tools fungieren als Zwischenstation (lokaler Proxy) zwischen Ihrem Browser und Ihrer Internet-Verbindung. Die Daten aus dem Web landen also zuerst in der Web-Waschmaschine und fließen dann – von Werbung gereinigt – zum Browser.
Vor dem ersten Einsatz eines Werbeblockers sollten Sie den Cache Ihres Browsers leeren, damit er nicht auf zwischengespeicherte Seiten zurückgreift, in denen noch Werbung enthalten ist. Im Internet Explorer erledigen Sie das über „Extras, Internetoptionen, Allgemein, Temporäre Internetdateien, Dateien löschen“. In Firefox klicken Sie auf „Löschen“ unter „Extras, Einstellungen, Datenschutz, Cache“.
Das kostenlose Proxomitron 4.51-S-1.70 (erhältlich in unserem Downloadbereich) ist eine leistungsfähige Alternative zu Webwasher. Wir trafen im Test auf keine Web-Seite, mit der das Tool Probleme hatte – alle Seiten wurden korrekt angezeigt. Ab und zu kam es vor, dass Proxomitron doch mal ein einzelnes Banner übersah.
Pop-ups filterte das Programm zuverlässig aus, auch wenn es sich dabei um Flash-Werbung handelte, die sich über den Inhalt einer Web-Seite legt. Proxomitron lässt sich beliebig mit neuen Filtermethoden erweitern. Allerdings nur – und das ist die Schwäche des Programms – über eine eigene Programmiersprache beziehungsweise „Filtersprache“.
Die gute Nachricht für Einsteiger: In der Standardkonfiguration sind bereits leistungsfähige Filter enthalten. Dadurch können Sie Proxomitron auch ohne Kenntnisse der Filtersprache sofort nutzen. Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, findet unter www.proxomitron.de eine verständliche Einführung in die Filtersprache.
Nach der Lektüre empfiehlt es sich, im Programm die Schaltflächen unterhalb von „Filter bearbeiten“ nacheinander anzuklicken und die vordefinierten Filter als Beispiel anzuschauen. Einzelne Filter lassen sich hier auch einund ausschalten.
Proxomitron bringt kein Installationsprogramm mit. Daher ist etwas Handarbeit gefragt. Zunächst entpacken Sie das Download- Archiv in ein beliebiges Verzeichnis. Öffnen Sie dieses Verzeichnis im Windows- Explorer, und klicken Sie die Proxomitron. EXE mit der rechten Maustaste an. Aus dem Kontextmenü wählen Sie „Senden an, Desktop (Verknüpfung erstellen)“.
Dadurch legen Sie ein Symbol auf dem Desktop an, über das Sie Proxomitron starten können. Möchten Sie, dass Proxomitron bei jedem Windows-Start mitgeladen wird, kopieren oder verschieben Sie das neu angelegte Symbol in die Autostart-Gruppe des Start- Menüs.
Proxomitron arbeitet als lokaler Proxy-Server, also als Zwischenstation zwischen Browser und Internet-Verbindung. Das bedeutet, Sie müssen Ihren Browser so einstellen, dass er mit Proxomitron kommuniziert. Im Internet Explorer klicken Sie auf „Extras, Internetoptionen, Verbindungen“. Wählen Sie dort die DFÜ-Verbindung aus, die Sie zur Einwahl ins Internet nutzen, und klicken Sie auf „Einstellungen“. Wenn Sie über ein lokales Netz beziehungsweise einen Router ins Internet gehen, klicken Sie unter „LAN-Einstellungen“ auf „Einstellungen“.
In beiden Fällen aktivieren Sie anschließend „Proxyserver (…) verwenden“ und klicken auf „Erweitert“. Deaktivieren Sie die Option „Für alle Protokolle denselben Server verwenden“, und tragen Sie nur hinter „HTTP“ als „Adresse“ die Nummer „127.0.0.1“ ein – das ist die lokale Adresse Ihres eigenen Rechners. Als Port tragen Sie „8080“ ein. Auf dieser Port-Nummer arbeitet Proxomitron. Unter Firefox tragen Sie die Proxy-Daten unter „Extras, Einstellungen, Allgemein, Verbindungs-Einstellungen“ in das Feld „HTTP-Proxy“ ein.
Wenn Sie Proxomitron beenden, müssen Sie die Proxy-Einstellungen in Ihrem Browser wieder zurücknehmen. Sonst versucht er weiterhin, über Proxomitron ins Internet zu gehen – das führt nur zu einer Fehlermeldung. Da das ziemlich umständlich ist, sollten Sie das Programm immer zusammen mit Windows starten lassen.
Wenn Sie vorübergehend ohne Werbefilter surfen möchten, beenden Sie das Tool nicht, sondern klicken stattdessen mit der rechten Maustaste auf das Systray-Symbol von Proxomitron und wählen „Bypass“. Auf die gleiche Weise aktivieren Sie das Tool später wieder.
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