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Provider wollen freiwillige Selbstkontrolle ausbauen

28.05.2002 | 19:19 Uhr |

Die Internet Service Provider (ISP) in Deutschland wollen schärfere Maßnahmen gegen die Darstellung von Gewalt im Netz ergreifen. Dies teilte der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco e.V. nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder mit.

Die Internet Service Provider (ISP) in Deutschland wollen schärfere Maßnahmen gegen die Darstellung von Gewalt im Netz ergreifen. Dies teilte der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco e.V. nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder mit, wie unser Schwestermagazin Computerwoche berichtet.

Man habe sich auf eine verstärkte freiwillige Selbstkontrolle der Online-Wirtschaft geeinigt. Der eco-Verband hat nach eigenen Angaben im Namen der Provider zugesagt, einen "angemessenen selbstregulierenden Verhaltenskodex" zu entwickeln und bei den zuständigen Gremien wie der Internet Content Task Force (ICTF) und der Internet Hotline Provider Association (Inhope) einzubringen. Bei letzterer hat eco den Vorsitz übernommen Inhope arbeitet weltweit, um gesetzeswidrige Aktivitäten - beispielsweise die Verbreitung kinderpornographischen Materials - im Ursprungsland zu bekämpfen.

Einen weiteren Schwerpunkt legt die Internetwirtschaft nach eigenen Angaben auf die Verstärkung des Jugendschutzes. Die ISPs wollen künftig Filtersysteme bereitstellen, mit denen Eltern und Erziehungsberechtigte unerwünschte Inhalte von den Computern ihrer Kinder wirksam fernhalten können. Diverse Kampagnen sollen als flankierende Maßnahmen die Medienkompetenz der Verbraucher stärken. Geplant ist unter anderem eine Broschüre zum Jugendschutz, die an Schulen verteilt werden soll.

Vivendi kündigt Umtauschaktion für Counterstrike an (PC-WELT Online, 24.05.2002)

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