Programmierung

10 Open-Source-Tools für Java-Entwickler

Dienstag, 14.02.2012 | 11:14 von Diego Wyllie
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Für Java-Profis gibt es eine große Vielfalt an Entwickler-Werkzeugen. PC-Welt verrät Ihnen die Open-Source-Tools, die sich im Alltag am besten bewährt haben.
Kritiker behaupten, dass die Java-Technologie zu komplex und rückständig für Internetanwendungen sei. Im Enterprise-Bereich ist die Programmiersprache trotzdem weit verbreitet. Eine große Community versorgt Entwickler mit reichlich Code-Libraries, Open-Source-Frameworks und Tools.

Unsere Kollegen von der Computerwoche haben für Sie die besten zehn Open-Source-Tools für Java-Entwickler zusammengestellt. Die ersten sieben Developer-Werkzeuge enthalten nützliche Klassenbibliotheken und Frameworks. Die letzten Tools haben sich im Projektalltag bewährt.

Apache Wicket: Kein JavaScript notwendig

Apache Wicket
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© Diego Wyllie

Bei „Apache Wicket“ handelt es sich um ein Komponenten-orientiertes Web-Framework, mit der Developer Web-Systeme so ähnlich wie Desktop-Anwendungen mit Swing implementieren können. Hierfür leitet die Lösung das HTTP-Protokoll mit einem komplexen Objekt-orientierten Programmiermodell ab. Die Nutzeroberfläche wird durch eine HTML-Datei mit entsprechender Java-Klasse repräsentiert. In letzterer sind Buttons, Labels, Textfelder und andere grafische Elemente definiert. Diese werden im HTML-Code mittels dazugehörigen Tag, in dem das Attribut „wicket:id“ eingefügt wurde,  aufgerufen.

Anwender können sowohl vorgegebene Klassen als auch eigene Komponentenklassen verwenden und diese an Modellobjekte knüpfen. Dies vereinfacht die Konvertierung, Speicherung von Benutzereingaben und die Validierung. Außerdem müssen Developer kein JavaScript können, da „Apache Wicket“ Ajax „out of the box“ unterstützt.

Log4J: Logging-Framework

Log4J
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„Log4J“ von Apache Software Foundation gibt es schon seit etwa 15 Jahren. Das Logging-Framework entwickelte sich mit der Zeit weiter. Heute ist es eine wichtige Komponente beim „Logging-Services“-Projekt. Java-Profis und Programmieranfänger verwenden die Lösung gleichermaßen.

Mit den Elementen „Loggers“ und „Appenders“ reichen User Fehler-, Info- und Warnmeldungen an ausgewählte Logging-Schnittstellen weiter. Geloggt werden nur solche Meldungen, die die Entwickler mit den Prioritätsstufen Off, All, Error, Debug, Fatal, Info, Trace und Warn entsprechend bestimmt haben. Zusätzlich definieren Anwender mit Appenders zu der Standardausgabe weitere Ausgabekanäle. Alle Logs werden mit „JDBCAppender“ in eine Datenbank geschrieben. „FileAppender“ dagegen veranlasst, dass die Logs in einer einfachen Datei protokolliert werden. Möglich ist es auch die Logs ins Ereignisprotokoll des Windows-Betriebssystem zu schreiben oder per E-Mail zu versenden.

Die Hauptkomponente „Layouts“ formatiert die Log-Ausgabe, indem sie Appenders um Formatierungshilfen erweitert. „Layout“ kennt sowohl Plain-Text als auch HTML und XML.

FileUpload: Klassenbibliothek fürs Hochladen von Dateien

FileUpload
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© Diego Wyllie

Das Open-Source-Tool „FileUpload“ stammt ebenfalls von der Apache Software Foundation. Das Werkzeug ist eine Klassenbibliothek für Servlets und Internetanwendungen und beinhaltet alle Funktionen für das Hochladen unterschiedlicher Dateien. Zur Übertragung der Formulardaten wird die Post-Methode verwendet und das Attribut „enctype“ muss auf „multipart/form-date“ für die Übermittlungsart gesetzt sein. Dies sorgt dafür, dass der Server nur einen http-Request für Binärdateien und String-Parameter erhält, da diese zusammengefasst werden.

Der Multipart-FileUpload-Parser stellt, nachdem er die jeweiligen Parameter erkannt hat, äquivalente Funktionen für deren Weiterverarbeitung bereit. Was mit den hochgeladenen Dateien passiert, legt der Entwickler fest. Er kann diese in den Arbeitsspeicher, auf die Festplatte oder in eine Datenbank speichern. Zudem erleichtert die Klassenbibliothek die Arbeit, indem sie den Dateityp, die Dateigröße, den Dateinamen zurückliefert und bei der Definition einer maximalen Dateigröße assistiert.

Dienstag, 14.02.2012 | 11:14 von Diego Wyllie
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