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Nie mehr den PC versauen

22.03.2009 | 09:17 Uhr |

Manche Programme möchte man gefahrlos testen, bevor man sie installiert. Bei anderen ist die Installation derart komplex, dass ein kurzes Hineinschnuppern nicht möglich ist. Wir haben die Lösung ...

Ein virtueller PC läuft auf einem Wirt-PC in einem Fenster oder im Vollbild mit einem eigenen Betriebssystem und kann nicht auf die Daten des Wirt-PCs zugreifen, sie also auch nicht verändern. Außerdem lässt sich der virtuel-le PC jederzeit in seinen Grundzustand zurückversetzen. Davon profitieren Tüftler, die risikolos neue Software ausprobieren wollen, genauso wie sicherheitsbewusste Anwender, die gefahrlos im Web surfen möchten.

Fertige virtuelle PCs nutzen

Wir stellen Ihnen virtuelle Systeme vor, die Sie sofort einsetzen können. Zum Teil handelt es sich dabei um komplette Windows-Versionen oder Linux-Distributionen, in die Sie auf diese Weise hineinschnuppern können. Es können aber auch spezialisierte Linux-Pakete sein, die die wichtigsten Programme zu einem bestimmten Thema enthalten, zum Beispiel Bildbearbeitung oder sicheres Surfen im Web.

Eine dritte Gattung bilden minimalistische Linux-Systeme ohne grafische Bedienerführung, die aber eine ganz bestimmte Server-Anwendung mitbringen. Mit solchen Komplettsystemen können Sie im Live-Betrieb ausprobieren, wie es sich mit einem professionellen Webserver, einem Blog oder einem Redaktionssystem arbeiten lässt. Der Zugriff auf diese Systeme erfolgt per Browser vom Wirt-PC aus über das virtuelle Netzwerk.

Kostenlose Virtualisierungslösungen

Bei den nachfolgenden Vorstellungen zeigt ein Bezeichner jeweils an, für welche Virtualisierungs-Software ein Anwendungspaket geeignet ist. Bei den virtuellen Maschinen für den Vmware Player gilt es zu beachten, dass Sie jeweils zu Beginn des ersten Boovorgangs auf den kleinen Pfeil neben dem „Ethernet“-Icon (nicht auf das Icon selbst) klicken und aus dem Drop-down-Menü „NAT“ wählen. So kann die virtuelle Maschine die Internet-Verbindung des Wirt-PCs mitverwenden.

Moka 5 nutzt ebenfalls den Vmware Player, hat aber eigene Funktionen dazugebaut. „NAT“ ist hier bereits voreingestellt. Bei Moka 5 werden die virtuellen Maschinen, hier „Live PCs“ genannt, bei jedem Start des Tools neu heruntergeladen. Um das zu verhindern, stellen Sie in Moka 5 zunächst unter „Settings“ einen großen Cache ein, in dem die Systeme zwischengelagert werden – am besten mindestens 10 GB. Dann laden Sie nach einer kurzen Registrierung die gewünschten Live-PCs herunter. Den Download übernimmt Moka 5. Ist er komplett, klicken Sie beim entsprechenden Eintrag auf das Zahnrad-Icon und wählen „Use without Internet“ und „Keep my changes“. Dadurch können Sie den jeweiligen Live-PC auch offline nutzen – die virtuelle Maschine bleibt gespeichert, die Netzwerkverbindung besteht weiterhin. Der Vmware Player ist bereits in Moka 5 enthalten. Sie können ihn auch separat nutzen, indem Sie unter „C:\Programme\ VMware\ VMware Player“ die Vmplayer.exe starten.

Wenn Sie Moka 5 benutzen möchten, ist es wichtig, das Archiv in das Hauptverzeichnis einer Festplatte oder eines USB-Sticks zu entpacken. Sie erhalten dann einen Ordner mit dem Namen „moka5“ und zwei EXE-Dateien im Hauptverzeichnis. M5launch.exe startet das Tool.

Der dritte Virtualisierer im Bunde ist Virtual PC von Microsoft.

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