28.02.2012, 12:31

Moritz Jäger

Profi-Tools

Netzwerk-Apps für Android: Sniffer und Portscanner

Profis brauchen echte Profi-Tools - PC-WELT stellt diese für Android vor: Sniffer und Netzwerk-Scanner.

Vom Android-Smartphone aus können Sie den gesamten Netzwerk-Verkehr überwachen und komplette Netzwerke scannen. PC-WELT stellt diese Profi-Netzwerk-Apps für Smartphones mit und ohne Root-Zugang vor.
Android-Smartphones sind mehr als nur Mobiltelefone. Dank dem Linux-Unterbau stecken in jedem Androiden umfangreiche Netzwerkfunktionen. Vorinstalliert sind - mit Ausnahme der schon seit einiger Zeit in Android integrierten WLAN-Hotspot-Funktion - jedoch nur wenige entsprechende Netzwerk-Apps. Diesen Nachteil behebt wie so oft der Android Market. In diesem Beitrag stellen wir sechs verschiedene Netzwerk-Apps vor, die ein normales Android-Smartphone in ein vielseitiges Netzwerk-Tool verwandeln können. Die Hälfte davon eignet sich sogar für Android-Smartphones ohne Root-Zugang. Mit diesen drei Netzwerk-Apps für nichtgerootete Android-Smartphones und Android-Tablets fangen wir an.

PIPS: Nmap für Android

Der Netzwerkscanner Nmap gilt als eine der leistungsfähigsten Portscanner-Scanner überhaupt. Unter dem Namen PIPS hat Entwickler William John Holden eine Android-Version von Nmap veröffentlicht, die 2,27 Euro kostet. Ursprünglich hieß diese Netzwerk-App auch Nmap, allerdings wurde der Name auf Wunsch des Nmap-Entwicklers Fyodor geändert. PIPS nutzt die gleichen Befehle wie Nmap. Sie können mit PIPS also genauso wie mit Nmap gezielt nur einzelne IPs, mehrere Ziele oder komplette IP-Subnetze scannen lassen.
Sobald ein Netzwerk-Scan abgeschlossen ist, wird das Ergebnis direkt in der App angezeigt. Über die Share-Option kann man den Bericht direkt per E-Mail weiterschicken, so dass man sie bequemer lesen und archivieren kann.
Grundsätzlich ist für den Betrieb der Netzwerk-App kein Android-Smartphone mit Root-Zugriff notwendig. Dann muss aber unter Umständen die Option „--system-dns“ vor die Zielsysteme gesetzt werden. Diese teilt PIPS (und Nmap) mit, dass die Anwendung die DNS-Auflösung des Systems statt der integrierten nutzen soll.

Fing: Schneller Netzwerkscanner

Wer es optisch ein wenig ansprechender als Nmap beziehungsweise PIPS mag, findet in der kostenlosen App Fing die passende Alternative. Dabei handelt es sich um einen ausgereiften und schnellen Netzwerkscanner. Vor allem den ersten Scan des Netzwerkes erledigt die Netzwerk-App überraschend flott. Liefert eine gescannte IP eine Antwort, dann zeigt Fing den Gerätehersteller sowie den Namen der jeweiligen Netzwerkkomponente an. Sobald man einen Eintrag antippt, zeigt die Netzwerk-App weitere Details an, darunter etwa die MAC-Adresse oder die NetBIOS-Informationen.
Am unteren Ende der App-Oberfläche finden sich vier weitere Optionen für unterschiedliche Netzwerkfunktionen: „Scan Services“ überprüft die Ports des jeweiligen Endpunktes und zeigt die Dienste, die zur Verfügung stehen. Alle Ergebnisse kann die App an andere Geräte weiterleiten, möglich ist etwa eine Übertragung per Bluetooth, E-Mail oder sogar per Facebook. „Ping“ sendet eine einfache Anfrage, „Traceroute“ zeigt den Weg, den ein Packet vom Android-Phone zum Endpunkt nimmt. Wake on LAN schließlich kann kompatible Netzwerkgeräte aufwecken.
Die Netzwerk-App Fing ist nicht nur kostenlos, sondern lässt sich praktischerweise auch ohne Root-Zugriff auf dem Smartphone komplett nutzen. Sie kann nicht nur lokale Netzwerke durchsuchen, sondern nimmt sich auf Wunsch auch externe Netze vor. In den Einstellungen kann man außerdem verschiedene Optimierungen vornehmen, etwa kann man Teile von gefundenen MAC-Adressen verbergen, um Privacy-Anforderungen zu erfüllen.
ConnectBot: Verschlüsselte Verbindung aufbauen
Die Administration der meisten Server-Systeme erfolgt per Telnet oder SSH - letzteres ist aufgrund der verfügbaren Verschlüsselung die deutlich bessere Alternative. Dank der App ConnecBot ist dies auch vom Android-Smartphone aus möglich. Die App bietet eine angenehm simple Oberfläche: Es reicht den Nutzernamen gefolgt von der IP einzugeben, anschließend frägt die App ein eventuell gesetztes Passwort ab. Anschließend erscheint das Terminal auf dem Android-Display und es lassen sich die Befehle eingeben. Neben der normalen virtuellen Tastatur bietet ConnectBot zwei Schaltflächen, über die die Funktionen ESC und CTRL direkt zur Verfügung stehen. Die App ist kostenlos.
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