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Die Boot.ini unter Windows
Die Datei ist wie eine normale ini-Datei von Windows aufgebaut. Sie besteht aus den beiden Sektionen [boot loader] und [operating systems]. Unter Letzterer sind alle verfügbaren Betriebssysteme aufgeführt. Der prinzipielle Aufbau jedes Eintrags ist:
Die Partitionsangabe erfolgt nach den so genannten "Advanced RISC Computing"-Spezifikationen (ARC) und kann drei verschiedene Formate haben:
Das Schlüsselwort multi gibt an, dass der Bootloader sich auf das BIOS des Rechners verlassen kann, um die Systemdateien zu laden. Windows verwendet dazu den Interrupt 13. Es kann sich dabei um IDE-, ESDI-, aber auch um SCSI- oder SATA-Platten handeln. Wichtig ist nur, dass die angeschlossene Platte vom Interrupt 13 angesprochen werden kann. Der Wert X steht dabei für die Nummer des Controllers. Y ist normalerweise 0, und Z steht für die Nummer des Laufwerks: Nummer 0 ist Master und 1 Slave am ersten IDE-Channel, 2 ist Master und 3 Slave am zweiten IDE-Channel.
Mit der Angabe scsi als erstes Schlüsselwort veranlassen Sie Windows, den Treiber NTBOOTDD.SYS aus dem Root-Verzeichnis des Bootmediums zu laden. Das muss übrigens nicht unbedingt ein SCSI-Gerät sein. Es kann sich dabei beispielsweise auch um einen speziellen IDE-Controller handeln, der nicht durch den Interrupt 13 des BIOS behandelt wird. X steht dabei für die Nummer des Adapters, wie sie von NTBOOTDD.SYS zurückgeliefert wird. Y ist die SCSI-ID des Laufwerks und Z die logical unit number (LUN). In den allermeisten Fällen ist die LUN 0.
Das Schlüsselwort signature wird nur eingesetzt, wenn
- das BIOS die INT13-Erweiterungen nicht unterstützt und die Systempartition größer als 7,8 GByte ist oder das Partitionsende nach dem Zylinder 1024 liegt.
- das BIOS des SCSI-Host-Adapters ausgeschaltet ist, so dass die Systempartition nicht per INT-13-Aufruf angesprochen werden kann.
- bei signature die Signatur des Bootlaufwerks X ist, wie sie im MBR steht. Ntldr durchsucht dann alle Platten unabhängig vom Controller, an den sie angeschlossen sind.


