169764

Gute Bilder mit Gimp

28.09.2007 | 08:34 Uhr |

Die Möglichkeiten der Bildmanipulation reichen von trickreichen Korrekturen bis zu beeindruckenden Effekten. Bringen Sie mit der Profi-Bildbearbeitung Gimp auch schlichte Motive zur Geltung.

Das Bildbearbeitungsprogramm Gimp wartet mit einer Vielzahl an Werkzeugen, Filtern, Farbverläufen und Scripts auf, mit denen Sie Bilder auf jede erdenkliche Weise bearbeiten können. Wie Sie die Werkzeuge optimal einsetzen und wo bestimmte Effekte ihre Wirkung besonders gut entfalten, erfahren Sie in unserem Workshop. Zum Experimentieren mit Gimp verwenden Sie am besten ein Foto mit einem einfachen Motiv, wie unser Beispielbild mit der Katze auf der Mauer.

Wenn Sie zum ersten Mal mit Gimp arbeiten, irritiert Sie womöglich, dass nach dem Programmstart zunächst nur das kleine Gimp-Hauptfenster mit den Werkzeugen und zugehörigen Einstellungen zu sehen ist. Das Bildfenster, das unter anderem auch die Menüpunkte für Filter enthält, zeigt sich erst beim Öffnen einer Datei. Öffnen Sie also zunächst die gewünschte Bilddatei, und schneiden Sie das Bild eventuell noch mit dem Messer-Werkzeug zurecht, das Sie bei den Werkzeugsymbolen im Gimp-Hauptfenster per Klick aktivieren. Den Auswahlbereich für den Zuschnitt legen Sie fest, indem Sie mit der Maus ein Rechteck im Bild aufziehen. Durch Ziehen an den roten Markierungen passen Sie es anschließend an.

Immer wieder finden sich Staubkörner auf dem Objektiv der Kamera oder auf dem Scanner als winzige Flecken auf einem digitalen Foto wieder. Andere kleine Bildstörungen verursacht bisweilen die JPEG-Kompression. Wenn Sie Filter anwenden, können sie Störungen verstärken, zum Beispiel beim Hochsetzen des Kontrasts.

Ob Ihr Bild Flecken oder andere Störungen aufweist, machen Sie am schnellsten mit dem „Vergrößern/Verkleinern“-Werkzeug in Form einer Lupe aus dem Gimp-Hauptfenster ausfindig. Zum Vergrößern klicken Sie ins Bild, zum Verkleinern klicken Sie bei gedrückter <Strg>-Taste, oder Sie zoomen bei gedrückter <Umschalt>-Taste per Mausrad. Durch Drücken der Taste <1> (nicht im Nummernblock) bringen Sie die Bildansicht wieder auf „100%“.

Weichzeichner: über die Miniaturübersicht wählen Sie den Bildteil aus
Vergrößern Weichzeichner: über die Miniaturübersicht wählen Sie den Bildteil aus
© 2014

Haben Sie einen oder mehrere Flecken entdeckt, wählen Sie im Bildfenster „Filter, Verbessern, Flecken entfernen“. Wenn Sie auf das Verschiebe-Kreuz links unten in der Vorschau klicken, können Sie in der Miniaturansicht zu einem der Flecken navigieren und sehen, wie sich die Filtereinstellungen auswirken. Mit den drei Schiebereglern darunter experimentieren Sie nun, bis kleinere Flecken etwas verblassen. Das genügt in der Regel. Oft erzielen Sie mit den Voreinstellungen ein akzeptables Ergebnis.

Eine andere Korrekturmöglichkeit, die sich vor allem für JPEG-Artefakte eignet, bietet das Bildfenster-Menü „Filter, Weichzeichnen, Selektiver Gaußscher Weichzeichner“. Über den „Radius“ regeln Sie die Intensität des Effekts, während der Wert bei „Max. Delta“ bestimmt, welche Pixel der Weichzeichner einbezieht. Unterscheiden sich Pixel im Wert stärker von ihrer Umgebung als „Max. Delta“, bleiben sie vom Weichzeichner unberührt. So bleibt der nötige Kontrast von Motiven im Vordergrund meist erhalten.

Bei größeren Flecken oder Lichtreflexen helfen Filter jedoch nicht weiter. In dem Fall sollten Sie das Bild mit dem Stempel-Werkzeug retuschieren. Dabei klonen Sie eine gewisse Anzahl von Pixeln und kopieren sie über unerwünschte Stellen. Dabei halten Sie die <Strg>-Taste gedrückt und klicken auf den Bereich, mit dem Sie dann den Fleck per Mausklick überlagern.

0 Kommentare zu diesem Artikel
169764