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Tipps & Tricks zur Bildbearbeitung

29.04.2008 | 09:00 Uhr |

Dank digitaler Bildbearbeitung passen Sie die Wirklichkeit ganz Ihren Vorstellungen an. Mit den Tricks und Kniffen der Profis geht das ganz einfach und vor allem schnell.

Bei Portraits entschärfen Sie den Hintergrund
Vergrößern Bei Portraits entschärfen Sie den Hintergrund
© 2014

In diesem Artikel lernen Sie verschiedene Methoden kennen, wie Sie Bilder mit ein paar Kniffen nach Ihren Wünschen abändern können. Wir spielen unsere Beispiele anhand von Adobes Photoshop CS2 durch. Die meisten beschriebenen Funktionen finden Sie aber in ähnlicher Weise auch in anderen Bildbearbeitungsprogrammen wie Corel Paint Shop Pro, Photo Impact oder Photoshop Elements.

Entschärft: Unruhige Hintergründe ausblenden

Wenn Ihr Kameramodell über keine manuelle Blendenvorwahl verfügt, kann ein Foto mit einer unschönen Tiefenschärfe im Nachhinein mit einem Bildbearbeitungsprogramm optimiert werden. Ziel ist es, das Hauptmotiv in voller Schärfe zu belassen und störende Hintergründe auszublenden. Um den Hintergrund zu entschärfen, stehen mehrere Methoden zur Auswahl. Das reicht von automatisierten Software-Funktionen – wie sie etwa Adobe Photoshop anbietet – bis zur perfekten Maskierung mit diversen Werkzeugen. Hier eine einfache und bewährte Methode, die mit fast allen Programmen funktioniert:

Legen Sie eine zweite Ebene mit einer Kopie des Bildes an, und blenden Sie die alte Ebene aus. In der frisch angelegten Kopie radieren Sie mit dem entsprechenden Werkzeug das Objekt aus, das später scharf bleiben soll. Bei Portraits ist das natürlich das Gesicht. Arbeiten Sie sich schrittweise vom Radiergummi mit großer Pinselspitze zu immer feineren Abstufungen vor. Probieren Sie dabei unterschiedliche Pinselkanten. Etwas weicher wirkt oft besser. Tauchen Sie im Anschluss mit Hilfe eines Weichzeichners (Gaußscher Weichzeichner) die komplette neue Ebene in Unschärfe. Nun wird die alte Ebene wieder sichtbar gemacht und mit der neuen kombiniert: Durch das radierte Loch im Gesicht der neuen Ebene scheint so weiterhin das ursprünglich scharfe Portrait durch. Der Hintergrund wird weich gezeichnet wiedergegeben. Fertig ist ein perfektes Bild, bei dem nichts vom Hauptmotiv ablenkt.

So retuschieren Sie Porträts

Hautverfärbungen, kleine Pickel und andere Schönheitsfehler fallen auf Fotos ganz besonders auf. Bei Profi-Models wird retuschiert, was das perfekte Bild stört. Diesen Gefallen können Sie Ihrem Partner oder Ihren Freunden ebenfalls tun. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie mit Photoshop kleine und große Mängel verschwinden lassen.

Photoshop: Hier verwenden Sie zum Retuschieren den „Bereichsreparatur-Pinsel“. Nachdem Sie das Werkzeug aktiviert haben, wählen Sie in der Symbolleiste eine Pinselspitze, die etwas größer ist als der zu korrigierende Bereich. Klicken Sie auf den Bereich, den Sie verändern möchten, oder ziehen Sie den Pinsel über den Bereich. Das Werkzeug wählt sich zum Übermalen automatisch einen passenden Punkt aus der näheren Umgebung der Störung aus. Bei Bedarf wiederholen Sie den Vorgang, bis der gewünschte Effekt erreicht ist.

Mit dem Reparatur-Pinsel korrigieren Sie Bildbereiche
Vergrößern Mit dem Reparatur-Pinsel korrigieren Sie Bildbereiche
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Ebenfalls gute Ergebnisse erzielen Sie mit dem „Reparatur-Pinsel“. Das Werkzeug eignet sich vor allem für die Korrektur größerer Bildbereiche. Nachdem Sie das Werkzeug aktiviert haben, klicken Sie bei gedrückter <Alt>-Taste im Bild auf eine Stelle mit ähnlicher Hautfarbe. Sie wählen damit einen Quellpunkt für die anschließende Bildreparatur. Dann setzen Sie den Cursor über die Stelle, die Sie korrigieren möchten, klicken mit der linken Maustaste darauf und ziehen den Pinsel über den Bereich.

Photoshop CS/CS2/CS3: Diese neueren Programmversionen bieten zusätzlich das „Ausbessern-Werkzeug“. Es arbeitet ähnlich wie die Reparatur-Pinsel, erlaubt aber noch genaueres Vorgehen und damit bessere Ergebnisse. Ziehen Sie mit dem Werkzeug eine möglichst kleine Auswahl um den zu korrigierenden Bereich auf, und ziehen Sie diese dann auf eine Stelle mit ähnlicher Hautfarbe.
Für die drei Werkzeuge gilt: Photoshop kopiert nicht einfach die Quellpixel in den Zielbereich, sondern passt Beleuchtung, Struktur und Schattierung so an, dass die Retusche kaum auffällt.

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