Die meisten Probleme bereiten tatsächlich oder scheinbar fehlende „devel“-Pakete.
1. Fall: „configure“ bemängelt ein fehlendes Paket, Sie wissen aber, dass das Paket schon vorhanden ist. Das Script vermutet dann das Paket an einer anderen Stelle im System und findet es nicht.
Ein Beispiel: Wenn Sie etwa von configure die Fehlermeldung „gtk-config not found“ erhalten, so kann das daran liegen, dass unter Suse Linux die Datei im Ordner /opt/gnome/bin liegt und nicht im Verzeichnis /usr/bin. Generell hilft der Aufruf von „./configure --help“. Damit sehen Sie alle Parameter, die Sie configure selbst mitgeben können. Unter „Optional Packages“ sehen Sie nun beispielsweise den Parameter „--with-gtkprefix=PFX“, den Sie configure dann mit folgender Befehlszeile mit auf den Weg geben können:
./configure --with-gtk-prefix=/opt/gnome/bin
Jetzt weiß configure, wo sich die gesuchte Datei befindet. Sie können mit dem Befehl „make“ fortfahren.
2. Fall: „configure“ beendet die Suche nach den benötigten Paketen erfolgreich, der Kompiliervorgang bricht aber während der Ausführung von make mit der Fehlermeldung „error: file not found“ ab.
Der Grund: Der Programmierer des configure-Scripts hat vergessen, das Vorhandensein des einen oder anderen Pakets überprüfen zu lassen. Sie müssen dann das entsprechende Paket installieren. Eine Liste der benötigten Pakete finden Sie üblicherweise in den Readme- beziehungsweise Install-Dateien des Pakets. Haben Sie die Pakete mit dem Installations-Tool Ihrer Distribution nachgerüstet, geben Sie erneut den Befehl „make“ ein, um den Kompiliervorgang fortzusetzen. Taucht erneut ein Fehler auf, tippen Sie „make distclean“ ein und starten erneut mit dem „configure“-Schritt.
Vorherige Seite
Seite 7 von 7
Nächste Seite

