3D-TV

Problem: Zu wenig Signale und ein Paradoxon für das Gehirn

Donnerstag den 26.08.2010 um 09:16 Uhr

von Panagiotis Kolokythas, Maximilian Gaub

Brillant: 3D im Kino ist ein Genuss. Wird es zuhause eine
Qual? (Foto: GretchensFrage / flickr)
Vergrößern Brillant: 3D im Kino ist ein Genuss. Wird es zuhause eine Qual? (Foto: GretchensFrage / flickr)
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„Dann erleben wir das größte Gerichtsverfahren in der Geschichte des Planeten“, mutmaßt VR-Pionier Mark Pesce, heute Juror in einer Erfinder-Sendung im australischen Fernsehen und Dozent an der Universität von Sydney. Er sieht es als erwiesen an, dass die aktuelle Technik hinter der künstlichen Dreidimensionalität die Wahrnehmung der echten Welt beeinflusst. Seine Argumentation: Unser Gehirn verarbeitet in der Realität viel mehr Signale, um zu berechnen, wie nah oder weit etwas von uns weg ist. Die Technologie, die Dreidimensionalität auf Bildschirmen herstellt, benutzt allerdings nur einen Teil dieser Signale. Andere Forscher verweisen zudem auf einen Konflikt, der beim Betrachten von 3D-Bewegtbildern entsteht: Unsere Augen fokussieren dabei nämlich auf die Oberfläche des Bildschirms – tatsächlich aber liegt der Fokuspunkt hinter dem Screen. Ein Paradoxon, das manchen Zuschauern Kopfschmerzen bereitet.

Reaktion der Hersteller: Hinweise in Nutzungsbedingungen

Donnerstag den 26.08.2010 um 09:16 Uhr

von Panagiotis Kolokythas, Maximilian Gaub

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