Schäubles großer Lauschangriff: So schützen Sie sich
Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, sich gegen das Bespitzeln zu wehren. Solche Schutzmaßnahmen sind völlig legal, da es um die Wahrung Ihrer informationellen Selbstbestimmung geht. Im Übrigen ist nicht zu erwarten, dass Terroristen irgendeinen Nachteil durch die Vorratsdatenspeicherung erleiden - sie setzen auf Server im Ausland, Anonymisierung und verschlüsselte Netzwerke.
Am einfachsten: Die technisch unkomplizierteste Lösung besteht darin, einen öffentlichen Internet-Anschluss zu nutzen, etwa in einem Internet-Café oder einer Bibliothek. Beachten Sie aber: Theoretisch kann der Betreiber oder Besitzer des Internet-Anschlusses sehr wohl mitprotokollieren, was Sie tun. Außerdem geben Sie Ihre Tarnung im Netz immer dann auf, wenn Sie sich irgendwo einloggen, etwa in einem Forum oder bei einem Webmail-Dienst.
Anonym surfen: Wenn es Ihnen nur darum geht, können Sie am eigenen PC beispielsweise auf einen anonymen Proxy-Server setzen. Dieser wird als eine Art Filter zwischen den aufrufenden Rechner und die aufgerufene Seite geschaltet, so dass etwa auch der Betreiber der Seite nur die IP-Adresse des Proxy-Servers sieht, nicht aber Ihre IP-Adresse. Allerdings setzt das ein gewisses Vertrauen in den Betreiber des Proxy-Servers voraus. In dessen Logfiles steht nämlich sehr wohl, welche Seite Sie aufrufen und welche IP-Adresse Sie besitzen. Sie machen sich folglich nur zugunsten eines anderen Mitwissers anonym. Eine Liste öffentlicher kostenloser Proxy-Server finden Sie unter http://www.publicproxyservers.com sowie unter http://samair.ru/proxy.
Proxy-Server: Um einen Proxy-Server zu benutzen, müssen Sie ihn in Ihren Browser eintragen. Beim Internet Explorer 7 geht das über "Extras, Internetoptionen, Verbindungen, LAN-Einstellungen". Hier setzen Sie das Häkchen bei "Proxyserver für LAN verwenden" und tragen die Serverdaten ein. In Firefox 2.x finden Sie den Punkt unter "Extras, Einstellungen, Erweitert, Netzwerk" (Firefox 1.x: "Extras, Allgemein, Verbindungs-Einstellungen").
Keine gute Idee ist es dagegen, ungefragt irgendwo anders mitzusurfen. Auch wenn an einigen Stellen im Internet etwas anderes steht: Es ist definitiv illegal, sich ohne Wissen und Erlaubnis des Besitzers Zugang zu einem fremden WLAN zu verschaffen und auf diesem Wege anonym zu surfen.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 3 von 5
Nächste Seite

