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Privatcloud in der VM selbst hosten - so geht's

10.11.2015 | 15:00 Uhr |

Für alle Internet-Nutzer, die den öffentlichen Cloud-Anbietern nicht vertrauen, bietet Owncloud eine interessante Alternative. Die Appliance können Sie als virtuellen PC von der Heft-DVD in Betrieb nehmen.

Das Vertrauen in die Cloud ist bei vielen Nutzern zuletzt arg geschwunden. Wichtige Grundfunktionen wie Verschlüsselung fehlen prominenten Cloud-Diensten wie Dropbox oder Google Drive. Auch in puncto Erweiterbarkeit lassen diese einige Wünsche offen. Das Projekt Owncloud will diese Lücken schließen. Es handelt sich um eine serverbasierte Software-Lösung, bei der Sie Ihre Daten im eigenen Hausnetz behalten, aber via Internet von überall erreichen.

Virtuelle Maschine starten

Für die Bitnami-Appliances benötigen Sie den Vmware Player beziehungsweise die Vmware Workstation . Entpacken Sie das Dateiarchiv aus unserem Downloadbereich auf Ihre Festplatte, etwa in das Verzeichnis „C:\vmware\ owncloud“. Wechseln Sie im Explorer in das Verzeichnis und doppelklicken Sie die Datei bitnami-owncloud-8.1.0-2-ubuntu-14.04.vmx. Die VM wird im verknüpften Vmware-Programm geladen und kann gestartet werden. Gegebenenfalls passen Sie in den Einstellungen der virtuellen Maschine (VM) den verwendeten Arbeitsspeicher und die Netzwerkoptionen an.

Ist die Owncloud-Appliance gestartet, wird eine IP-Adresse angezeigt. An einem PC in Ihrem lokalen Netzwerk öffnen Sie den Webbrowser und geben diese IP in der Adresszeile ein. Nun wird die Owncloud-Server-Oberfläche im Browser geöffnet. Melden Sie sich mit dem Benutzernamen „user“ und dem Passwort „bitnami“ am System an. Anschließend präsentiert sich die Owncloud Oberfläche. In der linken Hälfte des Fensters sehen Sie die Seitennavigation, mit der Sie auf Ihre Ordner zugreifen, Favoriten anlegen und Links teilen. In der unteren Ecke des Fensters sehen Sie auch einen Hinweis auf die Einstellungen Ihrer persönlichen Owncloud-Installation. Diese beinhaltet auch einen WebDav-Link für den Zugriff auf Ihren persönlichen Owncloud-Speicher. Mit diesem Link können Sie mit jedem WebDav-Client auf Ihren Owncloud-Speicher zugreifen.

Lesetipp: Die wichtigsten Cloud-Begriffe geklärt

Für die meisten Nutzer ist die eigene Owncloud nur interessant, wenn sie als echte Cloud den Zugriff übers Internet erlaubt. Damit ein heimischer Server von außen erreichbar wird, müssen Sie die „Portfreigaben“ im Router nutzen, je nach Router auch als „Portweiterleitung“, „Portmapping“ oder „Virtueller Server“ bezeichnet. Im Falle der Owncloud werden Weiterleitungen des Ports 80 und Port 443 benötigt an den Owncloud-Rechner benötigt. Da sich die Internet-IP durch tägliche Zwangstrennung ständig ändert, brauchen Sie ferner einen DynDNS-Anbieter wie www.dyndns.org (kostenpflichtig), www.noip.com (kostenlos), www.dlinkddns.com (kostenlos für D-Link-Router) oder www.myfritz.net (kostenlos für Fritzbox), der eine Pseudo-Internet-Adresse bereitstellt, über welche das Heimnetz trotz wechselnder IP-Adresse aus dem Internet mit einem beliebigen PC erreichbar ist.

Zugriff per Android- und iOS-Apps

Alternativ zur Weboberfläche bietet Owncloud auch noch Apps an, die auf Ihre persönliche Cloud zugreifen. Diese sind für die iOS-Plattform als auch für Android-Geräte verfügbar. Sie sind kostenpflichtig und kosten 99 beziehungsweise 79 Cent. Sie haben damit auch von unterwegs mit dem Smartphone Zugriff auf Ihre Daten und können auch Dateien in die private Cloud hochladen. Aus der App lassen sich auch Links mit Freunden teilen. Die Apps bieten allerdings noch nicht den kompletten Funktionsumfang von Owncloud ab.

Übrigens: Neben Owncloud finden Sie bei uns noch zahlreiche weitere virtuelle Systeme, beispielsweise Ubuntu , Linux Mint , Tails , Webconverger , Android , ReactOS sowie Bitnami Gallery , Horde und Joomla .

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