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Preisgünstige Push-Mail-Lösungen

27.04.2007 | 10:20 Uhr

Die COMPUTERWOCHE untersuchte drei Zustellsysteme auf ihre Alltagstauglichkeit.

( computerwoche.de ) Die E-Mail-Zustellung per Push-Verfahren ist im Business-Umfeld die Killerapplikation schlechthin. Wer seine Mitarbeiter auf diese Weise überall und jederzeit in den E-Mail-Workflow einbinden wollte, musste bislang kräftig in entsprechende Mail-Plattformen investieren. Am populärsten dabei sind der "Blackberry" von Research in Motion (RIM) und Windows-Mobile-Geräte für Microsofts Direct Push. Aufgrund der Kosten scheuen bislang viele Unternehmen einen breiten Rollout in puncto Mobile E-Mail und statten lediglich Führungskräfte und Außendienstmitarbeiter mit entsprechenden Endgeräten aus.

Dabei sind diese Investitionen häufig gar nicht notwendig. Die Mitarbeiter können unterwegs auch mit den von uns getesteten Push-Diensten von O2 (Communication-Center-Pack), Cortado (Cortado Free) oder Mobilelabs (Blu) kostengünstig per E-Mail auf den aktuellen Informationsstand gebracht werden. Dazu genügt in der Regel bereits ein einfaches Handy, das MMS- oder Java-fähig ist.

Mobilfunkanbieter O2 bedient sich bei der Realisierung seines Push-Dienstes eines Tricks: Er leitet die Mails nicht auf klassische Weise weiter, sondern wandelt sie in MMS um, so dass reine Textnachrichten verschickt werden. Die entsprechende Option "Communication-Center-Pack", die eine unbegrenzte Zahl an MMS beinhaltet, lässt sich für fünf Euro im Monat buchen. Für diese Gebühr erhält der Kunde ferner 1 GB-Speicherplatz auf dem Mail-Server und 30 MB Datenvolumen für den klassischen Mail-Abruf per POP 3 oder Imap.Das MMS-Verfahren schont zwar das Budget, hat aber zwei gravierende Nachteile: Es übermittelt nur die ersten 3000 Zeichen einer Mail, und Anhänge werden komplett abgeschnitten. In unserem Test konnten wir aber mit diesen Einschränkungen gut leben: Um unterwegs auf dem Laufenden zu bleiben, genügt die Informationsmenge.

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