Praxiswissen

Partitionieren - warum und wie?

Freitag den 12.09.2008 um 12:23 Uhr

von Andreas Kroschel

Festplatten sinnvoll verwalten
Vergrößern Festplatten sinnvoll verwalten
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Partitionieren heißt, auf einem physikalischen Datenträger logische Einheiten zu erzeugen, die das Betriebssystem als Laufwerk erkennt. Neben spezieller Partitionierungs-Software können Sie dazu auch die Windows-eigene Datenträgerverwaltung verwenden.
Die Minimalkonfiguration sieht so aus, dass ein Datenträger aus Windows-Sicht genau ein Laufwerk ist. Meist wollen Sie eine große Platte unterteilen, etwa um System und Daten zu trennen oder mehrere Betriebssysteme parallel einzurichten. Der umgekehrte Fall: Wer viel Platz auf einem Laufwerk benötigt, kann freien Plattenplatz von mehreren physikalischen Datenträgern zu einem logischen Laufwerk zusammenfassen. Dies ist nur für Profis interessant. Sie müssen XP Pro, die Business-Versionen von Vista oder Vista Ultimate nutzen.

Primäre Partition
Das bedeutet, dass Sie hier mit der herkömmlichen Partitionierung arbeiten müssen, die Microsoft "Basis-Datenträger" nennt. Diese sieht höchstens vier Partitionen pro Festplatte vor. Der Grund für diese Beschränkung: Sämtliche Informationen zur Partitionierung einer Festplatte müssen am Ende des Master Boot Records (MBR) der Festplatte untergebracht werden, und es gibt für die gesamte Partitionstabelle nur 64 Byte Platz. Das macht 16 Byte pro Partition - gerade genug, um Basis-Informationen wie Anfang, Ende und Typ der Partition unterzubringen. Kann eine solche Partition ein Dateisystem enthalten, also formatiert werden, nennt man sie primäre Partition.

Erweiterte Partition
Man kann mehr als vier Laufwerke pro Festplatte verwenden: Eine der Partitionen darf eine erweiterte Partition sein. Sie enthält kein Dateisystem, sondern eine Art Partitionstabelle, in der Sie ein weiteres logisches Laufwerk unterbringen können, und den Verweis auf eine eventuell enthaltene weitere erweiterte Partition mit einem logischen Laufwerk. Die Zahl logischer Laufwerke ist nicht beschränkt. Ansonsten werden logische Laufwerke auf erweiterten Partitionen von jedem Betriebssystem behandelt wie primäre Partitionen. Nur booten können Sie davon im Allgemeinen nicht.

Per Notfall-CD können Sie die Paragon-Tools
benutzen
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Aktive Partition
Um ein auf ihr installiertes Betriebssystem starten zu können, muss eine Partition als aktiv gesetzt sein. Hierbei handelt es sich um eine Kennzeichnung in der Partitionstabelle, die Sie mit jedem Standard-Partitionierungswerkzeug setzen können. Viele Bootmanager, etwa der vom Paragon Festplattenmanager, können Betriebssysteme auch dann starten, wenn diese sich auf einer nicht aktiven Partition befinden. Rettungs-CDs oder -DVDs enthalten meist einen Bootmanager. Haben Sie beim Partitionieren einen Fehler gemacht, so dass es keine aktive Partition gibt, stehen Sie dann nicht mehr ohne ein startendes System da. Auch die Rettungs-CD des Festplattenmanagers kann Ihrem Windows so wieder auf die Beine helfen.

Freitag den 12.09.2008 um 12:23 Uhr

von Andreas Kroschel

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