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Vista Probleme lösen

Mit Vista verspricht Microsoft ein neues optisches Erlebnis. Damit dabei der Komfort nicht auf der Strecke bleibt, sind Anpassungen nötig. Wir zeigen, wo Sie Hand anlegen sollten.

Von Roman Schwenk

Wenn Ihr Rechner eine relativ aktuelle 3D-Grafikkarte und mindestens 1 GB RAM besitzt, dann präsentiert sich Vista ab der Version Home Premium mit dem ansprechenden „Aero-Glass“-Design – wie ein Stapel Buntglasscheiben. Das Aero-Design sieht edel aus – aber Schönheit allein zählt nicht. Wenn der Rechner zu schwach ist oder Sie nur Vista Home Basic haben, dann fehlen die Transparenz und viele Effekte. Die Mechanismen hinter der tollen Optik sind in jedem Fall undurchsichtig. Fortgeschrittene Anwender bekommen häufig das Gefühl, dass das System ihnen Informationen vorenthält.

Bei Aero sind die Fensterrahmen und das Startmenü durchscheinend. Das Letztgenannte verändert seinen Inhalt je nach angeklicktem Punkt bei gleichbleibender Größe und breitet sich nicht über den gesamten Bildschirm aus.

In der neuen Adresszeile des Explorers sehen Sie nicht mehr den Pfad. Stattdessen werden dessen Komponenten jeweils in Drop-down-Menüs angezeigt, so dass Sie mit einem Klick einen Ordner im derzeit geöffneten Pfad direkt ansteuern können. Praktisch – wenn es sich bei den Bestandteilen immer um die tatsächlichen Ordnernamen handeln würde. So ist es aber nicht. Für viele Ordner gibt es virtuelle Spezialnamen („Namespaces“), die den eigentlichen Namen überlagern. Wenn Sie etwa im Startmenü Ihren Ordner „MP3“ mit dem Link „Musik“ verknüpft haben und diesen öffnen, scheint es, als ob der Ordner nun „Musik“ hieße. Ein Klick auf eine freie Stelle in der Adresszeile offenbart den wahren Namen.

Multilinguales Vista
Die Vista-Oberfläche kann die Sprache wechseln. Am deutlichsten offenbaren sich die Vorteile dieser Neuerung in der Ultimate-Variante: Hier können Sie für viele Sprachen MUI-Pakete (Multilingual User Interface) von einigen hundert MB kostenlos herunterladen. Mit deren Hilfe lässt sich die gesamte Oberfläche per Klick in einer anderen Sprache darstellen („Systemsteuerung, Regions- und Sprachoptionen, Tastaturen und Sprachen“).

Das bringt auch für die anderen Vista-Versionen etwas: Denn die Voraussetzung für diese Funktion ist eine Struktur, in der alle Systembestandteile von den sprachlichen Komponenten getrennt sind. Die Folge ist, dass beispielsweise System-Updates nur noch in einer neutralen Form erscheinen müssen, die alle Vista-Nutzer weltweit installieren können. Es ist nicht mehr nötig, verschiedene Sprachversionen zu erstellen. Das bedeutet mehr Sicherheit, weniger Redundanz und somit auch weniger Fehler. Da die Sprachpakete unterschiedlich groß sind und das größte Paket das englische ist, nehmen wir an, dass sich die Zahl der übersetzten Elemente unterscheidet.

Das System wird persönlich
Den mehr oder minder gelungenen Oberflächensanierungen durch Microsoft zum Trotz: Wollen Sie ein Vista von der Stange, wenn Sie das Betriebssystem auch maßgeschneidert haben können?

Ist Vista installiert, und haben Sie Ihre Anwendungen eingerichtet, können Sie prinzipiell mit der Arbeit loslegen. Bis das System den alltäglichen Anforderungen gerecht wird, hat Vista unserer Ansicht nach noch eine Reihe von Änderungen nötig. Welche das sind, zeigen wir Ihnen auf den folgenden Seiten. Sie werden ganz sicher Tipps finden, die das neue Betriebssystem auch auf Ihrem Rechner besser an Ihre Bedürfnisse anpassen. Sie erfahren etwa, wie Sie den Desktop individuell gestalten – beispielsweise mit Widgets oder neuen Farben.

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