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Tipps und Tricks zum Home-Netzwerk

16.10.2009 | 10:00 Uhr |

Greifen Sie über Powerline oder ein einfaches Kabelnetzwerk mit mehreren PCs bequem auf das Internet zu, nutzen Sie gemeinsam einen Drucker und geben Sie Dateien frei.

Ein PC kommt selten allein: Immer mehr Haushalte und Kleinunternehmen haben zwei bis drei Rechner, die sich einen Breitband-Internet-Anschluss oder einen Drucker teilen. Hier erfahren Sie, was Sie für ein Netzwerk brauchen und wie das Anschließen mehrerer PCs am besten klappt. Außerdem gehen wir auf häufige Probleme, Spezialfälle sowie Tuning-Möglichkeiten ein.

Infos über Ihre Netzwerkschnittstelle finden Sie im Geräte-Manager von Windows.
Vergrößern Infos über Ihre Netzwerkschnittstelle finden Sie im Geräte-Manager von Windows.
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Treiber: So kontrollieren Sie die Netzwerktreiber im PC
Aktuelle Rechner haben immer einen Netzwerkanschluss. Ein Blick in den Windows-Geräte-Manager gibt Aufschluss über den Status des entsprechenden Treibers. Das geht über „Systemsteuerung, Gerätemanager“. Klappen Sie übers Pluszeichen den Zweig „Netzwerkadapter“ auf. In Notebooks entdecken Sie an dieser Stelle meist mehrere Komponenten, in unserem Beispiel einen IEEE-1394-Netzwerkadapter (Firewire), einen Wireless-Adapter für WLAN (Drahtlosnetzwerk) und den gesuchten Netzwerkanschluss, oft auch an Bezeichnungen wie LAN, NIC oder Ethernet erkennbar.

Hardware: Das Modem gibt’s bald nur noch im Museum
Analoge Modems, die sich gut hörbar beim Internet-Anbieter einwählen müssen, sind beinahe verschwunden. An ihrer Stelle stehen jetzt ADSL- oder Kabelmodems – manchmal mit integriertem Router. Via Telefon oder Fernsehkabel erlauben sie einen viel schnelleren Internet-Zugang. Falls Ihr Modem keinen Router hat, müssen Sie Ihr System besonders gut abdichten. Pflicht ist eine Desktop-Firewall.
Der Grund: Mit einem reinen Modem bezieht der PC bei der Verbindungsaufnahme eine öffentliche IP-Adresse vom Internet-Anbieter. Ein Angreifer oder ein Netzwerkwurm könnte über diese IP-Adresse direkt auf den PC zugreifen und Schwachstellen im System ausnutzen. Die Desktop-Firewall blockt solche unerwünscht ankommenden Datenpakete anstelle des Routers ab. Wer lieber auf einen Router setzt: Diese Geräte lassen sich zwischen PC und Modem schalten.

Hardware: Der Router ist der Nachfolger des Modems
Seine Aufgabe ist es, zwei Netzwerke zu verbinden. Im Heimgebrauch koppelt er Ihr privates Netzwerk mit dem Internet. Dazu steht er zwischen dem Modem und den heimischen Rechnern. Die Desktop-PCs oder Notebooks hängen Sie an den entsprechenden Anschluss des Routers oder schalten bei Bedarf noch einen Switch dazwischen. Infos zum Switch gibt’s im nächsten Abschnitt.
Das Ganze funktioniert so: Wenn der Router sich mit Hilfe des Modems beim Provider anmeldet, erhält er seine öffentliche IP-Adresse. Die PCs bekommen beim Booten ihre eigenen internen IP-Adressen vom Router zugewiesen. Auf diese kann von außen normalerweise niemand zugreifen. Neuere Router haben sehr häufig auch eine kleine Firewall an Bord, was die Sicherheit zusätzlich erhöht.
Tipp: Sind Sie trotz Handbuch nicht sicher, ob in Ihrem Modem ein Router steckt? Gehen Sie in Windows zu „Start, Ausführen“, tippen Sie „cmd“ ein und drücken Sie <Return>. Geben Sie „ipconfig“ ein, wieder gefolgt von <Return>. Wenn Ihre IP-Adresse mit „192.168.“ beginnt, besitzen Sie eine private IP und damit einen Router. Wie Ihre öffentliche IP-Adresse lautet (beziehungsweise jene Ihres Routers), können Sie bequem anhand der Webseite www.myip.ch herausfinden. Die wird sich von der IP Ihres PCs wesentlich unterscheiden. Stimmt die Angabe hingegen mit jener vom Ipconfig-Befehl überein, haben Sie eine öffentliche IP-Adresse und sollten unbedingt den Kauf eines Routers in Betracht ziehen.

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