2174560

Powerline: So richten Sie das Steckdosen-Netzwerk ein

05.06.2016 | 08:31 Uhr |

Möchten Sie Ihr heimisches Netzwerk erweitern, stellt Powerline eine sehr gute Alternative zu WLAN-Repeatern dar. Die Einrichtung ist unkompliziert.

Schritt 1: Netzwerk mit Powerline-Set aufbauen  

Der einfachste Weg, um ein Netzwerk über die Stromleitung aufzubauen, führt über eines der Powerline-Sets von AVM, zum Beispiel das „ FRITZ!Powerline 520E Set “ (circa 80 Euro). In solchen Sets sind zwei Powerline-Adapter enthalten, die zum Aufbau des Heimnetzwerks erforderlichen Kabel sind ebenfalls dabei.

Stecken Sie einen der beiden Powerline-Adapter in eine Steckdose, die sich in der Nähe Ihrer Fritzbox befindet. Idealerweise verwenden Sie dabei eine Wandsteckdose, da die Nutzung an einer Mehrfachsteckdose negative Auswirkungen auf die Übertragungsgeschwindigkeit haben kann. Mithilfe des zum Lieferumfang des Sets gehörenden Netzwerkkabels verbinden Sie den Powerline-Adapter mit einem freien LAN-Anschluss Ihrer Fritzbox. Sind alle LAN-Ports an der Fritzboox belegt, können Sie auch einen Switch verwenden. Der zweite Adapter kommt in eine Steckdose, die sich in der Nähe des Geräts befindet, das Sie in das Powerline-Netzwerk integrieren möchten. Die Steckdosen der Powerline-Adapter können Sie dann ganz normal nutzen.

Super: Die im Set verkauften Powerline-Adapter von AVM sind bereits ab Werk vorkonfiguriert. Das bedeutet, dass das Netzwerk über die Stromleitung automatisch aufgebaut und verschlüsselt wird, damit Dritte den Datenverkehr nicht abhören können. Dass alles geklappt hat, erkennen Sie daran, dass die Lämpchen „Power“, „LAN“ und „Powerline“ an den beiden Powerline-Adaptern grün leuchten.

Powerline - was sind die Vorteile?

Schritt 2: Konfigurations-Software installieren

Schritt 2: Konfigurations-Software installieren
Vergrößern Schritt 2: Konfigurations-Software installieren

Dass das Powerline-Netzwerk automatisch aufgebaut wird, bedeutet nicht, dass Ihnen keinerlei Konfigurationsmöglichkeiten offen stehen. Doch im Gegensatz zur Fritzbox muss die Konfiguration nicht zwangsläufig über die bekannte Webmaske, die Sie über „fritz.box“ erreichen, durchgeführt werden. Sie können auch zur Software Fritz Powerline greifen, die Sie zunächst einmal von der AVM-Service-Homepage herunterladen.

Wählen Sie im ersten Schritt „FRITZ!Powerline“ aus und markieren Sie dann den von Ihnen verwendeten Powerline-Adapter, zum Beispiel das Modell „FRITZ!Powerline 520E“. Über einen Klick auf den Link „Download starten“ laden Sie die rund 15 MByte große Windows-Variante herunter, die alle Versionen des Microsoft-Betriebssystems zwischen XP und Windows 10 unterstützt (32- und 64-Bit). Spielen Sie das Programm Fritz Powerline 1.00.65 auf einem Computer ein, der mit einem Powerline-Adapter verbunden ist, indem Sie einfach den Anweisungen des Assistenten folgen. Im letzten Schritt markieren Sie die Option „FRITZ!Powerline starten“ und klicken dann auf „Fertig stellen“, damit die Software sofort gestartet wird.

Für Macs steht derzeit übrigens eine Beta-Version dieser Software zur Verfügung, die Mac OSX 10.7 und 10.8 unterstützt. Dieses Programm, das rund 23 MByte groß ist, müssen Sie direkt vom AVM-FTP-Server laden.

Schritt 3: Informationen zum Powerline-Netzwerk

Schritt 3: Informationen zum Powerline-Netzwerk
Vergrößern Schritt 3: Informationen zum Powerline-Netzwerk

Nach dem Start präsentiert Ihnen die Software einen Überblick über Ihr Powerline-Netzwerk. Haben Sie das Stromkabel-LAN mithilfe eines AVM-Startersets aufgebaut, sehen Sie zwei Adapter. Fahren Sie mit dem Mauszeiger über einen Adapter, erhalten Sie zusätzliche Infos, darunter die aktuelle Sende- und Empfangsleistung, die maximal mögliche LAN-Geschwindigkeit und die Modellbezeichnung. Das kleine Schlosssymbol signalisiert, dass das Netzwerk verschlüsselt ist. Die Fritz-Adapter sind übrigens ab Werk verschlüsselt. Über die Schaltfläche „Hinzufügen“ können Sie das Powerline-Netzwerk erweitern. Wie einfach das geht, lesen Sie in Schritt 6.

Test: AVM Powerline 1000E im Detail
Schritt 4: Grundlegende Powerline-Konfiguration

Schritt 4: Grundlegende Powerline-Konfiguration
Vergrößern Schritt 4: Grundlegende Powerline-Konfiguration

Insbesondere bei ausgedehnten Powerline-Netzwerken ist es ratsam, den einzelnen Adaptern eindeutige Bezeichnungen zuzuweisen, etwa „Wohnzimmer“ und „Kinderzimmer“, um sich die Zuordnung zu erleichtern. Klicken Sie auf den Link „mehr…“, um das Geräteprofil zu öffnen. Tippen Sie bei „Bezeichnung“ den gewünschten Namen ein. Optional können Sie die Leuchtdioden der Adapter deaktivieren, indem Sie das Häkchen bei „LED-Anzeige anschalten“ entfernen. Spielt die Übertragungsgeschwindigkeit keine Rolle, können Sie den „Green Mode“ einschalten, um den Stromverbrauch zu senken. Speichern Sie die Änderungen mit einem Klick auf „OK“.

Schritt 5: Powerline-Firmware aktualisieren

Schritt 5: Powerline-Firmware aktualisieren
Vergrößern Schritt 5: Powerline-Firmware aktualisieren

Wie bei allen anderen AVM-Geräten kommen auch Powerline-Adapter in den Genuss der Firmware-Aktualisierung. Um zu überprüfen, ob Ihre Adapter auf dem aktuellsten Stand sind, fahren Sie im Übersichtsbildschirm mit dem Mauszeiger über ein Gerät. Ist die Meldung „Update verfügbar…“ zu sehen, klicken Sie darauf. Der folgende Dialog informiert Sie über die Versionsnummer des Updates, mit „Ja“ starten Sie die Aktualisierung. Der Vorgang dauert nur wenige Minuten. Hat alles geklappt, wird die Meldung „Das Gerät wurde erfolgreich aktualisiert“ angezeigt. Klicken Sie auf „OK“ und aktualisieren Sie die anderen Powerline-Adapter auf die gleiche Art und Weise.

Schritt 6: Powerline-Netzwerk erweitern

Schritt 6: Powerline-Netzwerk erweitern
Vergrößern Schritt 6: Powerline-Netzwerk erweitern

Reichen Ihnen zwei Adapter nicht aus, können Sie weitere hinzufügen. Um Ihr Powerline-Netzwerk zu erweitern, öffnen Sie an einem PC, der mit einem Powerline-Adapter verwunden ist, die AVM-Software „FRITZ!Powerline“ und klicken auf „Hinzufügen“. Geben Sie das „Geräte-Kennwort“ ein, das auf der Rückseite des Powerline-Adapters aufgedruckt ist, und bestätigen Sie mit „OK“. Stecken Sie das Zubehör dann innerhalb von zwei Minuten in eine Steckdose – die Verbindung wird dann automatisch hergestellt. Anschließend führen Sie die Grundkonfiguration durch und – falls erforderlich – aktualisieren die Firmware, so wie in den Schritten 4 und 5 beschrieben.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2174560