Portalsoftware

Verbund von NetWeaver und SharePoint

Dienstag den 14.02.2012 um 10:36 Uhr

von Oliver Wucher

Verbund von NetWeaver und SharePoint
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Microsoft SharePoint und SAP NetWeaver werden in Unternehmen parallel verwendet. PC-Welt zeigt, wie Sie die Lösungen zu einem Portal kombinieren.
Ob ein Portal gut ist, entscheiden Funktionalität, Bedienbarkeit und Übersichtlichkeit. Frühere SAP NetWeaver-Versionen besitzen keine ausgeprägten Collaboration-Fähigkeiten. SAP legte den Schwerpunkt auf ERP (Enterprise Resource Planning)- und CRM (Customer-Relationship-Management)-Anwendungen und setzte auf die Integration von Business-Anwendungen. Zudem sollten die strukturierten Daten von einem Prozessor verwaltet werden. Im Gegensatz hierzu produzieren die Produkte von Microsoft unstrukturierte Daten, die mittels Office-Programme verwaltet werden. Daher besitzt SharePoint gute Collaboration-Ansätze und Dokument-Management-Funktionen.

Integrationshürden

Unternehmen brauchten oftmals beide Portale. Eine Software diente als Drehscheibe für strukturlose Office-Dokumente und die andere fungierte als wichtiger Einstiegspunkt in die SAP-Welt. Um eine Zusammenarbeit zwischen NetWeaver und SharePoint zu erschweren, bauten Microsoft und SAP in ihren früheren Versionen Integrationshürden ein.

Bei den Versionen SharePoint Server 2010 und  NetWeaver 7.3 wurden mehr die Stärken ausgebaut als Schwächen beseitigt. So verbesserte Microsoft in seiner Lösung den Business Data List Connector für SharePoint, um Fremddaten von SAP mit Aufgaben-, Kontakt- und Termin-Listen mit der eigenen Lösung zu synchronisieren. Dagegen integrierte SAP Collaboration- und Web-2.0-Basis-Funktionen in ihr Portal.

Da die Duet-Enterprise-Lösung, ein gemeinsames Projekt von Microsoft und SAP, die Portale nicht wirklich mit einander verbindet, haben die Kollegen der Computerwoche einen Ratgeber verfasst. Dieser zeigt auf, wo die Lösungen kooperieren können.

Collaboration

Um Kundensegmentierungen aufzubereiten, arbeiten Anwender häufiger parallel mit strukturierten und strukturlosen Daten. Die Quelldateien erhalten die Nutzer über das SAP-System. Anschließend werden die Informationen zu Kunden und Umsätzen meist per Office-Dokumente aufbereitet und analysiert. Das Thema Collaboration ist nicht nur in diesem Punkt wichtig, sondern auch für eine durchgängige Prozessunterstützung. Mehrere Anwendergruppen müssen hierfür integriert werden. Auch fragen interne Mitarbeiter, Partner, Lieferanten und Kunden für eine bessere Zusammenarbeit Foren, Portale, Wikis und virtuelle Projekträume nach.

Unternehmen versuchen daher Produkte anzubieten, die gut zusammenarbeiten und sich mit wenigen Eigenentwicklungen integrieren lassen. Regelmäßige Updates für das Microsoft- und SAP-Portal stellen eine Schwierigkeit dar.

Dienstag den 14.02.2012 um 10:36 Uhr

von Oliver Wucher

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