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Pompeji - Der letzte Tag

05.05.2004 | 09:07 Uhr |

Der 24. August 79 nach Christus begann für die Menschen um die Bucht von Neapel wie ein ganz normaler Tag. Bei strahlendem Sonnenschein gingen Lokal-Honoratioren, Händler, Handwerker, Gladiatoren und Sklaven ihrem Leben in Pompeji und Herculaneum nach. Einen Tag später war die Region rund um den plötzlich ausgebrochenen Vesuv ein riesiger Friedhof mit Tausenden von Menschen, die lebendig begraben, erschlagen, verbrannt, verkohlt oder erstickt waren. Diesen einen Tag schildert die neu erschienen BBC-Produktion "Pompeji - Der letzte Tag" in eindrucksvoller und ergreifender Weise. Aber ohne kitschig zu werden und wissenschaftlich sehr solide.

Der Film rekonstruiert spielfilmartig den Ausbruch des Vesuvs im Jahre 79 nach Christus. Er schildert in ebenso beeindruckender wie fundierter Weise den Untergang von Pompeji, Herculaneum und Stabiae und das qualvolle Sterben der Menschen in diesen Städten.

Der 24. August 79 nach Christus begann für die Menschen um die Bucht von Neapel wie ein ganz normaler Tag. Bei strahlendem Sonnenschein gingen Lokal-Honoratioren, Händler, Handwerker, Gladiatoren und Sklaven ihrem Leben in Pompeji und Herculaneum nach. Einen Tag später war die Region rund um den plötzlich ausgebrochenen Vesuv ein riesiger Friedhof mit Tausenden von Menschen, die lebendig begraben, erschlagen, verbrannt, verkohlt oder erstickt waren. Diesen einen Tag schildert die neu erschienen BBC-Produktion "Pompeji - Der letzte Tag" in eindrucksvoller und ergreifender Weise. Aber ohne kitschig zu werden und wissenschaftlich sehr solide.

Was für die Bewohner der antiken Städte eine schreckliche Katastrophe war, ist für die moderne Wissenschaft ein beinah einzigartiger Glücksgriff: Der Vulkanausbruch begrub bewohnte Städte in ihrer Blütezeit unter sich und bewahrte so für die Archäologie einen unermesslichen Schatz an Informationen über das Alltagsleben im antiken Kampanien. Nur ein Beispiel für diese außerordentliche Bedeutung der verschütteten Vesuvstädte: Ohne die Funde aus den Häusern von Pompeji, Herculaneum, Stabiae, Oplontis und Boscoreale würde das Kernstück der Rekonstruktion römischer Wandmalerei fehlen. Denn die Funde außerhalb der kampanischen Städte (zum Beispiel in Rom und Brescia) erreichen nicht annähernd die Quantität und Qualität wie die der der Städte um den Golf von Neapel. Und das wohl berühmteste Mosaik der Antike, das Alexander-Mosaik , wurde der Nachwelt ebenfalls durch den Vesuv-Ausbruch bewahrt.

Der Vesuv war zuvor seit 1800 Jahren nicht mehr ausgebrochen. Die Magma im Inneren des Vulkans versuchte an die Oberfläche zu gelangen, doch eine dicke Gesteinsschicht versperrte ihr den Weg. So baute sich immer mehr Druck auf, bis am besagten Tag gegen 13:00 Uhr der Vesuv förmlich explodierte. Zahlreiche Vorbeben hatte die drohende Katastrophe angekündigt, doch die Menschen achteten nicht auf die Warnzeichen und blieben in ihren Häusern, bis es zu spät war.

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